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Crystal Meth: Das macht die Droge aus den Süchtigen

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Gefährliche Modedroge  

Das macht Crystal Meth aus den Süchtigen

03.07.2014, 14:01 Uhr | AFP

Crystal Meth: Das macht die Droge aus den Süchtigen. Crystal Meth verändert das Aussehen der Süchtigen in wenigen Monaten massiv. (Quelle: Faces of Meth)

Crystal Meth verändert das Aussehen der Süchtigen in wenigen Monaten massiv. (Quelle: Faces of Meth)

Wegen Drogenvorwürfen ist der innenpolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Michael Hartmann, zurückgetreten. Nach Informationen der "Bild"-Zeitung soll es um die Modedroge Crystal Meth gehen. Die Droge ist in Deutschland seit Jahren auf dem Vormarsch. Sie macht schnell abhängig und führt zu schweren Gesundheitsschäden. 


Crystal oder auch Meth ist der Szenename für kristallines Methamphetamin. Die künstlich hergestellte Droge wird als weißes oder eingefärbtes kristallines Pulver, teilweise auch als Tabletten oder Kapseln verkauft. Hergestellt wird es aus dem Wirkstoff Ephedrin, der auch in Asthma-, Husten- und Grippemedikamenten enthalten ist. 

Die Droge regt die sympathischen Teile des vegetativen Nervensystems an. Sie putscht den Körper auf und führt zur Leistungssteigerung. Hunger, Schlaf und Schmerzempfinden werden unterdrückt. Typisch sind auch Euphorie, extreme Nervosität, ein gesteigertes Selbstwertgefühl und eine erhöhte Risikobereitschaft.

Crystal Meth macht schnell süchtig

Für die Nervenzellen ist Crystal hochgiftig. Zudem bringt die Einnahme ein sehr großes Suchtrisiko mit sich. Viele berichten, gleich nach der ersten Einnahme süchtig geworden zu sein. Crystal Meth, auch als Yaba oder Ice bekannt, wird von vielen Süchtigen geschnupft oder geraucht. Es kann aber auch in Wasser gelöst und gespritzt oder rektal eingeführt werden.

Vor allem der Langzeitkonsum kann zu Nervenschäden, Gedächtnis- und Konzentrationsproblemen, schwerem Zahnverfall, Herzproblemen, Hautentzündungen, Hirnschäden und Psychosen führen. Oftmals verändert sich das Aussehen der Süchtigen durch den Konsum stark. Doch auch schon die unmittelbare Wirkung nach dem Rausch ist tückisch. Auf das Hoch folgt eine labile Stimmung, die Abhängigen werden aggressiv und hektisch. Bei einem Entzug hingegen kommt es häufig zu Depressionen und Psychosen.


Meth verändert das Aussehen massiv

Wie viele Menschen in Deutschland Crystal nehmen, ist nicht genau bekannt. In den meisten Fällen bleibt der Konsum der Droge zu Beginn unbemerkt. Wird die Droge regelmäßig eingenommen, verändert sich aber rasch das Aussehen der Betroffenen. Die Haut erscheint gerötet und gereizt, die Zähne verfärben sich oder fallen aus. Crystal-Meth-Süchtige verlieren zudem ihr Hungergefühl und kommen lange Zeit ohne Nahrung aus. Das führt zu einer Gewichtsabnahme, die häufig auch im Gesicht deutlich erkennbar ist.

Nach einer vom Bundesgesundheitsministerium in Auftrag gegebenen Studie wird Crystal von vielen Menschen sogar im Job genommen. Die Hälfte der befragten Konsumenten gab neben der "angenehmen Wirkung" den Beruf als Motiv an. Ein Drittel nannte Schule und Studium als Grund, andere konsumieren Crystal bei Partys, beim Sex oder nutzen die Droge als Stimmungsaufheller. 


Immer mehr "Ice"-Fälle

In Deutschland entdecken die Sicherheitsbehörden immer mehr Crystal. 2013 wurden laut Bundeskriminalamt (BKA) insgesamt rund 77 Kilogramm der Droge beschlagnahmt. 2009 waren es nur 7,2 Kilo Crystal. 2013 wurden insgesamt 2746 Drogenkonsumenten erstmals wegen Crystal auffällig, das waren sieben Prozent mehr als im Jahr davor. Auch bei den Drogenberatungsstellen häufen sich die Fälle. 


Droge kommt aus Tschechien nach Deutschland

Crystal Meth wird vorwiegend in illegalen Drogenlabors in Tschechien hergestellt und dann nach Deutschland geschmuggelt. Anfangs waren dies nur Kleinstmengen, mittlerweile liegen sie im Kilobereich. Crystal ist laut BKA unter anderem auf sogenannten Asiamärkten im tschechischen Grenzgebiet billig und einfach zu beschaffen. 


Vor allem im angrenzenden Sachsen und Bayern ist die Droge ein großes Problem. In Sachsen tauchte die Droge laut Landeskriminalamt (LKA) erstmals verstärkt Ende 1998 im Erzgebirgsraum auf, mittlerweile breitet sie sich aber in ganz Deutschland aus, vor allem in den Großstädten. 

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