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US-Behörde: Finger weg von antibakterieller Seife

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Schädliche Chemikalien  

US-Behörde: Finger weg von antibakterieller Seife

05.09.2016, 19:52 Uhr | AFP

US-Behörde: Finger weg von antibakterieller Seife. Zur gründlichen Hygiene reicht normale Seife. Antibakterielle Seife kann schädliche Substanzen enthalten. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Zur gründlichen Hygiene reicht normale Seife. Antibakterielle Seife kann schädliche Substanzen enthalten. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Unbestritten ist, dass gründliches Händewaschen wichtig ist, damit sich Krankheitserreger nicht verbreiten. Viele glauben, dass antibakterielle Seife noch besser schützt. Doch diese kann mehr schaden als nutzen. Die US-Gesundheitsbehörde warnt vor den enthaltenen Chemikalien.

In den USA müssen die Hersteller antibakterieller Seifen künftig auf 19 Inhaltsstoffe wie Triclosan und Triclocarban verzichten. Das teilte die Arzneimittelbehörde FDA mit. Die Bakterienhemmer stünden im Verdacht, das Immunsystem zu schwächen. 

Wasser und normale Seife reichen

"Konsumenten glauben, dass antibakterielle Seife die Verbreitung von Keimen besser verhindert", erklärte FDA-Abteilungsleiterin Janet Woodcock. "Wir haben aber keinen wissenschaftlichen Beleg dafür gefunden, dass sie besser sind als herkömmliche Seife und Wasser." Einige Studien deuteten sogar darauf hin, dass antibakterielle Seifen langfristig der Gesundheit schaden könnten.

EU verbietet Triclosan in Cremes, erlaubt es aber in Seife

Triclosan kommt nicht nur in Desinfektionsmitteln vor, sondern auch in Haushaltsreinigern, Waschmitteln und Körperpflegeprodukten. In der EU ist Triclosan seit 2015 in Kosmetika verboten, die großflächig in die Haut eingerieben werden. Weiterhin zulässig ist die Substanz jedoch unter anderem in Deos, Mundwasser, Seife, Duschgel und Puder.

Die Hersteller in den USA haben nun ein Jahr Zeit, das Verbot umzusetzen. Nach Angaben von Theresa Michele, die bei der FDA für Körperpflegeprodukte zuständig ist, ist in den meisten festen und flüssigen Seifen bislang mindestens einer der verbotenen Stoffe enthalten. Handdesinfektionsmittel, die etwa in Krankenhäusern oder Arztpraxen benutzt werden, sind von dem Verbot nicht betroffen.


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