Sie sind hier: Home > Nachrichten > Ausland > Europäische Union >

Flüchtlinge aus Libyen: Frontex rechnet mit 300.000 Migranten 2016

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Per Boot übers Mittelmeer  

Frontex rechnet mit 300.000 Flüchtlingen im Jahr 2016

18.06.2016, 16:13 Uhr | dpa, rtr, AFP, t-online.de

Flüchtlinge aus Libyen: Frontex rechnet mit 300.000 Migranten 2016. Flüchtlinge auf einem Boot im Mittelmeer im vergangenen Monat. Italienische Schiffe mussten sie anschließend retten. (Quelle: Reuters)

Flüchtlinge auf einem Boot im Mittelmeer im vergangenen Monat. Italienische Schiffe mussten sie anschließend retten. (Quelle: Reuters)

Die europäische Grenzschutzagentur Frontex schätzt, dass in diesem Jahr rund 300.000 Migranten per Boot über das Mittelmeer in die EU kommen. Und hat dafür eine makabere Begründung.

"Wir gehen von 10.000 Ausreisen pro Woche aus Libyen aus", zitierte die "Bild"-Zeitung den Frontex-Direktor und Leiter der Abteilung Einsätze, Klaus Rösler.

Eine der Ursachen für die hohe Zahl von Migranten auf dieser Flüchtlingsroute aus Libyen sei auch die intensivere Überwachung und Seenotrettung durch die EU. Dies verleite Schlepper, "noch ungehemmter" Flüchtlinge in wenig seetüchtigen Booten auf die gefährliche Reise zu schicken, da sie von der EU gerettet würden. "Das löst Ausreisen aus", sagte Rösler.

Bundesregierung weitet Mission vor libyscher Küste aus

Die Bundesregierung will noch vor der Sommerpause eine Ausweitung der EU-Marinemission "Sophia" beschließen. Der UN-Sicherheitsrat hatte dazu in der vergangenen Woche einstimmig ein Mandat erteilt.

Die Operation soll künftig im Seegebiet vor der libyschen Küste nicht nur Schleuser bekämpfen und Flüchtlinge aus Seenot retten, sondern auch helfen, den Waffenschmuggel nach Libyen zu verhindern. Dafür sollen die beteiligten Kriegsschiffe künftig auch verdächtige Schiffe durchsuchen dürfen. 

Liebe Leserinnen und Leser, leider können wir bei bestimmten Themen und bei erhöhtem Aufkommen die Kommentarfunktion nicht zur Verfügung stellen. Warum das so ist, erfahren Sie in einer Stellungnahme der Chefredaktion.

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
News-Video des Tages

Mehr zum Thema
Sie sind hier: Home > Nachrichten > Ausland > Europäische Union

Anzeige
shopping-portal
© Ströer Digital Publishing GmbH 2017