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Streit um Nahost-Politik  

Israel gibt Unesco-Austritt offiziell bekannt

31.12.2017, 10:58 Uhr | dpa, AFP, AP, dru

Es ist offiziell: Israel gibt Unesco-Austritt bekannt. Unesco-Hauptquartier in Paris: Vorwurf der systematischen Angriffe auf den jüdischen Staat. (Quelle: dpa/Yoan Valat/epa)

Unesco-Hauptquartier in Paris: Vorwurf der systematischen Angriffe auf den jüdischen Staat. (Quelle: Yoan Valat/epa/dpa)

Seit Jahren sieht sich Israel in der Unesco wegen seiner Palästina-Politik Anfeindungen ausgesetzt. Nun hat das Land Konsequenzen gezogen: Er tritt aus der UN-Kulturorganisation aus.

Israel hat offiziell seinen Austritt aus der UN-Kulturorganisation Unesco angekündigt. Unesco-Generaldirektorin Audrey Azoulay teilte am Freitag in Paris mit, sie habe von der israelischen Regierung die Benachrichtigung des Rückzugs zum 31. Dezember 2018 erhalten. Sie bedauere dies tief und sei überzeugt, dass Meinungsverschiedenheiten bei den von der Organisation behandelten Themen am besten innerhalb der Unesco gelöst werden könnten.

Israel hatte den Schritt vor dem Hintergrund des Nahost-Konfliktes bereits im Oktober angekündigt. Zuvor hatten auch die USA ihren Willen zum Austritt bekundet. Die Mitglieder des Exekutivrats der Unesco hatten mehrfach israelkritische Resolutionen beschlossen.

Unesco-Generaldirektorin Audrey Azoulay: Israel hat seinen vollen Platz in der UN-Organisation. (Quelle: Reuters/Philippe Wojazer)Unesco-Generaldirektorin Audrey Azoulay: Israel hat seinen vollen Platz in der UN-Organisation. (Quelle: Philippe Wojazer/Reuters)

Nach der Aufnahme Palästinas in die Unesco 2011 hatten die USA bereits ihre Beitragszahlungen gestoppt. Israel wirft der Unesco systematische Angriffe auf den jüdischen Staat vor und beklagt, sie versuche, die jüdische Geschichte vom Land Israel zu trennen

Israel habe seinen vollen Platz in der UN-Organisation, betonte die Französin Azoulay. Die Unesco sei eine Institution, "die sich für die Verteidigung der Redefreiheit, die Prävention von Antisemitismus und von Rassismus in all seinen Formen einsetzt". Sie habe zudem "ein einmaliges Bildungsprogramm zur Erinnerung an die Shoah und zur Vorbeugung von Völkermorden entwickelt."

Quelle:
dpa, AFP, AP

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