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US-Kabinett von Donald Trump: Wer in den USA bald das Sagen hat

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Trumps Kabinett  

Wer in den USA bald das Sagen hat

02.12.2016, 09:34 Uhr | t-online.de, AP, AFP

US-Kabinett von Donald Trump: Wer in den USA bald das Sagen hat. Donald Trump bei einem Wahlkampfauftritt im Mid-Hudson Civic Center im US-Staat New York. (Quelle: Reuters)

Donald Trump bei einem Wahlkampfauftritt im Mid-Hudson Civic Center im US-Staat New York. (Quelle: Reuters)

Das Kabinett von Donald Trump nimmt immer mehr Form an. Die folgenden Besetzungen der Trump-Administration gelten als sicher.

Mike Pence - Vizepräsident

 (Quelle: Reuters) (Quelle: Reuters)

Der einzige Posten der bereits vor der Wahl feststand: Mike Pence wird Vizepräsident. Der 57-jährige Republikaner vertrat zwölf Jahre lang Indiana im Repräsentantenhaus, bevor er 2013 Gouverneur des Bundesstaates wurde. 2015 geriet Pence in die Kritik, als er ein Gesetz unterschrieb, das Ladenbesitzern mit Verweis auf ihren Glauben erlaubte, Dienstleistungen an Homosexuelle zu verweigern. Er erklärte daraufhin, er lehnte jede Form von Diskriminierung ab.

Steven Mnuchin - Finanzminister

 (Quelle: Reuters) (Quelle: Reuters)

Der Schatzmeister der Trump-Kampagne arbeitete 17 Jahre lang für die Investmentbank Goldman Sachs, später reüssierte er als Produzent von Hollywoodfilmen. Die Nominierung des Mannes, dessen genaues Alter der Öffentlichkeit nicht bekannt ist, ist ein Signal, dass Trump einen engen Kontakt zur Finanzbranche sucht. Im Wahlkampf hatte der künftige Präsident noch wütende Attacken gegen das "System" geritten, womit er die Verquickung von Politik- und Finanzelite meinte.

James Mattis - Verteidigungsminister

 (Quelle: AP/dpa) (Quelle: AP/dpa)

Der 66-Jährige ist ein pensionierter General des US Marine Corps. Von 2010 bis 2013 war er Kommandeur des US-Zentralkommandos, ehe er in den Ruhestand ging. Mattis hat den Ruf eines kampferprobten Militärs mit einer Vorliebe für markige Sprüche und war mit den herausfordernsten Kommando-Missionen der US-Militärgeschichte betraut worden. Doch Mattis ist nicht unumstritten. Im Jahr 2005 sorgte er bei einer Podiumsdiskussion für Stirnrunzeln, als er erklärte: "Du gehst nach Afghanistan und hast Typen, die fünf Jahre lang Frauen verprügeln, weil die kein Kopftuch trugen. Wissen Sie, solche Typen haben sowieso nicht viel Männlichkeit. Daher macht es eine Menge Spaß, sie zu erschießen."

Jeff Sessions - Justizminister

 (Quelle: dpa) (Quelle: dpa)

Der erzkonservative Senator aus dem Südstaat Alabama hat Trump von früh an vehement unterstützt. Der 69-Jährige wurde 1996 erstmals in den US-Senat gewählt. Sessions verfolgte in den vergangenen Jahren einen rigiden Oppositionskurs gegen Präsident Barack Obama.

Wilbur Ross - Handelsminister

 (Quelle: Imago; Zuma Press) (Quelle: Imago; Zuma Press)

Der 78-Jährige verfügt laut des Wirtschaftsmagazins Forbes über ein Vermögen von knapp drei Milliarden Dollar (umgerechnet 2,85 Milliarden Euro). Er arbeitete 24 Jahre lang als Banker für Rothschild und spezialisierte sich auf den Aufkauf und die Neustrukturierung bankrotter Unternehmen. Dabei beschnitt er auch die Leistungen für Arbeitnehmer. Im Wahlkampf sprach er sich für Trumps Pläne aus, Steuern zu senken und viel Geld für eine Verbesserung der Infrastruktur auszugeben.

Tom Price - Gesundheitsminister

 (Quelle: AP/dpa) (Quelle: AP/dpa)

Der 62-Jährige stammt aus einem Vorort von Atlanta, hat Medizin studiert und lange Zeit als Orthopäde gearbeitet. Seit mehr als zehn Jahren vertritt der Republikaner den Staat Georgia im Repräsentantenhaus. Dort war er zuletzt Vorsitzender des Haushaltskomitees. Er gilt als konservativ und arbeitete eng mit dem Repräsentantenhausvorsitzenden Paul Ryan zusammen, um republikanische Haushaltspläne zum Senken des jährlichen Defizits zusammenzustellen. Price sei "außerordentlich qualifiziert" für die Aufgabe, das von Obama eingeführte System "zu widerrufen und zu ersetzen", erklärte Trump.

Ben Carson - Minister für Wohnungsbau und Stadtentwicklung

 (Quelle: dpa) (Quelle: dpa)

Carson war der einzige schwarze Bewerber bei den Vorwahlen der Republikaner um die US-Präsidentschaftskandidatur. Im März dieses Jahres stieg er offiziell aus dem Rennen aus und unterstützte kurz darauf Trump. Bis 2013 war der 65-Jährige als Neurochirurg tätig. Politisch sorgte Carson mit kontroversen Äußerungen für Aufsehen: So verglich er zum Beispiel Homosexuelle mit Pädophilen und behauptete, strenge Waffenkontrollgesetze hätten den Holocaust begünstigt.

Betsy DeVos - Bildungsministerin

 (Quelle: dpa) (Quelle: dpa)

Die konservative Bildungsreformerin und Großspenderin stammt aus einer reichen Unternehmerfamilie. Sie will unter anderem erreichen, Eltern etwa durch Steuererleichterungen einen Anreiz zu geben, Kinder von wenig effizienten staatlichen Schulen auf privat geleitete Einrichtungen umzumelden. Den gegenwärtigen Stand des US-Bildungssystems hält die 58-jährige Republikanerin für "inakzeptabel". Die Milliardärin war eine der Hauptsponsoren für Trumps Präsidentschaftswahlkampf.

Elaine Chao - Verkehrsministerin

 (Quelle: AP/dpa) (Quelle: AP/dpa)

Die 63-Jährige war unter Präsident George W. Bush bereits Arbeitsministerin und die erste asiatischstämmige Frau im Kabinett eines US-Staatschefs. Unter dessen Vater George H. W. Bush war sie stellvertretende Verkehrsministerin. Chao ist die Ehefrau des republikanischen Mehrheitsführers im Senat, Mitch McConnell. Chao kam im Alter von acht Jahren mit ihrer Familie aus Taiwan in die USA, wo ihr Vater ein Reederei-Imperium aufbaute. Sie selbst leitete auch eine Zeit lang den US-Friedenscorps.

Reince Priebus - Stabschef

 (Quelle: dpa) (Quelle: dpa)

Der Parteichef der Republikaner hatte die heikle Aufgabe, während des Wahlkampfs die tiefen Risse zwischen dem Kandidaten und großen Teilen des Partei-Establishments zu übertünchen. Der 44-Jährige kritisierte Trump gelegentlich, so etwa für dessen frauenverachtende Sprüche. Aber zugleich forderte Priebus auch immer vehement die Solidarität der Partei mit ihrem Kandidaten ein. 

Nikki Haley - UN-Botschafterin

 (Quelle: Reuters) (Quelle: Reuters)

Die 44-Jährige ist Gouverneurin des südlichen Bundesstaates South Carolina. Die Tochter indischer Einwanderer hat zwar mehrere Handelsdelegationen angeführt, um etwa Wirtschaftsbeziehungen South Carolinas mit Unternehmen in Indien, Japan oder Deutschland zu verbessern. Ansonsten besitzt sie aber kaum außenpolitische Expertise und hatte auch keinen Posten auf Bundesebene inne.

Steve Bannon - Chefberater

 (Quelle: Reuters) (Quelle: Reuters)

Der 62-jährige Publizist hatte als Trumps Wahlkampfchef großen Anteil an dessen Triumph über Hillary Clinton. Bannon ist Betreiber der rechtsextremen Nachrichtenseite "Breitbart". Zudem wird ihm eine Nähe zur ultranationalistischen Bewegung "Alt-right" nachgesagt. Das Medienunternehmen Bloomberg nannte ihn "einen der gefährlichsten politischen Strategen der USA".

Michael Flynn - Nationaler Sicherheitsberater

 (Quelle: dpa) (Quelle: dpa)

Schon im Wahlkampf hatte der pensionierte Generalleutnant eine wichtige Funktion: Er sorgte dafür, dass die Verbindungen Trumps, der nie in der Armee gedient hat, zur wichtigen Wählergruppe der Veteranen gestärkt wurden. Der 57-Jährige bringt auch Expertise aus der Geheimdienstarbeit mit: Zwischen 2012 und 2014 leitete er den militärischen Nachrichtendienst DIA.

Mike Pompeo - CIA-Direktor

 (Quelle: Imago; Zuma Press) (Quelle: Imago; Zuma Press)

Der republikanische Abgeordnete für den US-Bundesstaat Kansas gilt als konservativer Hardliner. Das belegen die Ansichten des 52-Jährigen: Pompeo lehnt das Atomabkommen mit dem Iran ab, nennt Geheimdienst-Enthüller Edward Snowdon einen Verräter, der die Todesstrafe verdiene und bezeichnete alle muslimischen Führer als potenzielle Terrorkomplizen, die Gewalt im Namen ihrer Religion nicht ausdrücklich verurteilten.

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