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Polizei Frankfurt: Kein Sex-Mob an Silvester

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Behörden drehen Spieß um  

Frankfurter Polizei zerpflückt Bericht zu massiven Übergriffen in Silvesternacht

14.02.2017, 17:36 Uhr | AFP

Polizei Frankfurt: Kein Sex-Mob an Silvester. Frankfurter "Freßgass": Übergriffe in der Silvesternacht hat es laut Polizei nicht gegeben. (Quelle: dpa)

Frankfurter "Freßgass": Übergriffe in der Silvesternacht hat es laut Polizei nicht gegeben. (Quelle: dpa)

Alles nur erfunden: Berichte darüber, dass es in der Silvesternacht zu sexuellen Übergriffen in der Frankfurter Innenstadt gekommen sein soll, entsprechen nicht der Wahrheit. In einer ausführlichen Mitteilung hat die Polizei einen Pressebericht nun zerpflückt.

Zum Jahreswechsel habe es in der Kalbächer Gasse - der sogenannten Freßgass - in der Frankfurter Innenstadt, "keine massiven mobartigen Übergriffe durch Massen an Flüchtlingen" gegeben, erklärten die Beamten. Demnach ergaben "intensive und umfangreiche Ermittlungen", dass "die in den Raum gestellten Vorwürfe" haltlos und ohne jede Grundlage seien.

Gründliche Überprüfung durch die Polizei

In einem Zeitungsartikel hatten sich nach Polizeiangaben eine angebliche Betroffene und mehrere angebliche Zeugen zu Wort gemeldet und über "sexuelle Übergriffe, Körperverletzungen, Diebstähle sowie äußerst aggressives Verhalten von Massen an Flüchtlingen" berichtet. Daraufhin habe die Polizei "umgehend von Amts wegen" Ermittlungen eingeleitet und diese "mit hoher Intensität" betrieben.

"Die Überprüfungen sämtlicher Notrufe und Einsatzprotokolle der Nacht ergaben keine Hinweise auf die im Raum stehenden Straftaten und den angeblichen Mob in der Silvesternacht in der Freßgass", erklärte die Polizei nun. Zudem seien bis zuletzt keine weiteren Straftaten angezeigt worden.

Zweifelhafte Aussagen

"Die Vernehmungen der genannten Zeugen, Gäste und Mitarbeiter ergaben erhebliche Zweifel an den dargestellten Schilderungen", hieß es weiter. "Eine von den Handlungen angeblich betroffene Person" sei "zum Tatzeitpunkt nach dem derzeitigen Ermittlungsstand gar nicht in der Stadt" gewesen.

Auf der Grundlage ihrer Erkenntnisse drehten die Ermittler den Spieß nun um. "Die Vorwürfe sind so haltlos, dass die Staatsanwaltschaft Frankfurt nunmehr wegen der sich ergebenden Verdachtslage ein Ermittlungsverfahren wegen Vortäuschens einer Straftat eingeleitet hat", erklärte die Polizei.

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