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"Gentrifizierung" – Aktivisten besetzten Volksbühne Berlin

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Was für ein Theater!  

Aktivisten besetzen Volksbühne in Berlin

23.09.2017, 10:34 Uhr | dpa

"Gentrifizierung" – Aktivisten besetzten Volksbühne Berlin . "Doch Kunst" steht auf dem Transparent an der Volksbühne. Aktivisten haben das Gebäude am Nachmittag besetzt und bezeichnen ihre Aktion als Performance.  (Quelle: dpa/Paul Zinken)

"Doch Kunst" steht auf dem Transparent an der Volksbühne. Aktivisten haben das Gebäude am Nachmittag besetzt und bezeichnen ihre Aktion als Performance. (Quelle: Paul Zinken/dpa)

Der Streit um die Berliner Volksbühne und ihren neuen Intendanten Chris Dercon eskaliert. Aktivisten haben am Freitag das Theater am Rosa-Luxemburg-Platz besetzt. Sie wollten dort für zunächst drei Monate bleiben und ein eigenes Programm erstellen. 

Vor das Theater hängten sie ein Transparent mit dem Schriftzug "Doch Kunst" und verschlossen einige Türen des Gebäudes mit Ketten und Schlössern. In dem Haus solle ein neues "Anti-Gentrifizierungszentrum" entstehen, hieß es. Die Aktivisten riefen ehemalige Mitglieder der Volksbühne zum Mitmachen auf.

Eine Sprecherin erklärte am Freitagabend in der rbb-Abendschau: "Wir kritisieren nicht Chris Dercon, sondern die Stadtentwicklung." Jeder sei nun eingeladen, in die Volksbühne zu kommen und ein Programm mitzugestalten.

Mehrere Hundert Menschen verfolgten am Nachmittag im Foyer ein Statement der Aktivisten. Es gehe nicht um die Personalie Chris Dercon, hieß es auch da. Der könne in der zweiten Spielstätte der Volksbühne am Tempelhofer Flughafen bleiben. Im Gebäude der Volksbühne solle ein "Parlament der Wohnungslosen" entstehen.

Künstlerkollektiv "Staub zu Glitzer" besetzt die Volksbühne

Auf einem Flugblatt bezeichneten sich die Besetzer als Künstlerkollektiv "Staub zu Glitzer" und kündigten die "dauerhafte Übernahme des Hauses als eine darstellende Theaterperformance" an. In den kommenden drei Monaten sei ein Programm unter anderem aus Gastspielen, Festivals und Tagungen geplant. Zur Umsetzung ihrer Ziele hätten die Besetzer einen Verein und eine Stiftung gegründet. 48 Menschen hätten die Aktion seit Monaten geplant.

Die Polizei und Vertreter der Berliner Kulturverwaltung waren vor Ort. Ein Sprecher der Volksbühne war zunächst nicht für eine Stellungnahme erreichbar. Eine reguläre Vorstellung war am Abend an der Bühne nicht geplant.

Am Theater schwelt seit Monaten ein Streit um den Kurs des neuen Intendanten Chris Dercon, der als Nachfolger des langjährigen Chefs Frank Castorf im August das Haus übernahm. Kritiker befürchten, dass die Volksbühne zu einem kommerzialisierten Eventtheater umgestaltet werden könnte.

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