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AFD-Chef: Befürworter des Referendums sollten Land verlassen

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AFD-Chef schießt gegen Türken  

Befürworter des Referendums sollten Deutschland verlassen

19.04.2017, 18:13 Uhr | dpa, pdi

AFD-Chef: Befürworter des Referendums sollten Land verlassen. AfD-Vize Jörg Meuthen kritisiert die in Deutschland lebenden Türken scharf. (Quelle: dpa)

AfD-Vize Jörg Meuthen kritisiert die in Deutschland lebenden Türken scharf. (Quelle: dpa)

AfD-Chef Jörg Meuthen würde die in Deutschland lebenden Türken, die für das umstrittene Präsidialsystem in ihrer Heimat gestimmt haben, am liebsten ausweisen lassen.

Er sei sich bewusst, dass das rechtlich nicht möglich sei, sagte Meuthen am Mittwoch in Hamburg. Dennoch betonte er: "Ich finde es gleichwohl nicht verwerflich zu sagen: Leute, wenn ihr keine Freunde der Freiheit seid, dann geht bitte in das Land, wo gerade die Freiheit abgeschafft wird." Konkret bedeute das, "dass ich froh wäre, wenn die türkischen Mitbürger, die sich mit unserer Freiheitlichkeit nicht arrangieren möchten (...), dass die dieses Land wieder verlassen."

Viele Türken in Deutschland stimmen für Erdogan

Beim Referendum über die Einführung des umstrittenen Präsidialsystems in der Türkei waren in Deutschland fast zwei Drittel der abgegebenen gültigen Stimmen ein "Ja" (63,07 Prozent oder 412.149 in absoluten Zahlen). 

Für den Vorsitzenden der Türkischen Gemeinde, Gökay Sufouglu, ist aber auch das Ergebnis der Nein-Stimmen in der Türkei wichtig: "Knapp 49 Prozent haben den Mut gezeigt und "Nein" zur Verfassungsänderung gesagt. Das ist eine stolze Zahl", sagte Sufouglu. "Diese Menschen, die für eine Demokratie in der Türkei sind, brauchen nun unsere Unterstützung."

Besonders viel Zustimmung zum Referendum im Ruhrgebiet

Mit "Nein" votierten nach dem vorläufigen Ergebnis der türkischen Wahlkommission 36,93 Prozent (241.353). Nach früheren Angaben nahm knapp die Hälfte (48,73 Prozent) der 1,43 Millionen in Deutschland registrierten türkischen Wahlberechtigten an der Abstimmung teil.

In allen 13 Generalkonsulaten, denen die Wahlberechtigten in Deutschland zugeordnet sind, gab es mehr "Ja"- als "Nein"-Stimmen. Der höchste "Ja"-Anteil wurde nach einer Übersicht der türkischen Zeitung "Daily Sabah" mit 75,9 Prozent im Ruhrgebiet (Generalkonsulat Essen) verzeichnet.

Die meisten "Nein"-Stimmen kamen mit 49,9 Prozent im Generalkonsulat Berlin zusammen, wo das "Ja"-Lager dennoch mit 50,1 Prozent einen hauchdünnen Sieg davontrug.

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