Sie sind hier: Home > Nachrichten > Deutschland > Militär & Verteidigung >

Der Bundeswehr gehen die Piloten aus

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Kampfhubschrauber "Tiger"  

Der Bundeswehr gehen die Piloten aus

10.06.2017, 22:02 Uhr | dru, dpa

Laut eines Spiegel-Berichts fehlen der Bundeswehr Piloten für Auslandseinsätze mit dem Kampfhubschrauber „Tiger“. (Screenshot: dpa)
Der Bundeswehr gehen die Piloten aus

Laut eines Spiegel-Berichts fehlen der Bundeswehr Piloten für Auslandseinsätze mit dem Kampfhubschrauber „Tiger“.

Laut eines Spiegel-Berichts fehlen der Bundeswehr Piloten für Auslandseinsätze mit dem Kampfhubschrauber „Tiger“. (Quelle: t-online.de)


Nächste Hiobs-Botschaft von der Bundeswehr: Der Truppe fehlen Piloten für Auslandseinsätze mit dem Kampfhubschrauber Tiger. Das berichtet der "Spiegel".

Derzeit verfügten nur 18 Piloten über die Voraussetzungen für derartige Einsätze, schreibt das Nachrichtenmagazin unter Berufung auf einen internen Bericht des Kommandos Heer. Das reiche gerade aus, um den Kampfhubschrauber ein Jahr lang beim Einsatz in Mali fliegen zu können. Der "Expertiseverlust" werde zunehmend zu einem "flugsicherheitsrelevanten Thema".

Die Belastung für die kleine Gruppe der 18 Piloten ist enorm. Sie wird für alle Übungs- und Schießvorhaben sowie Einsätze herangezogen, heißt es laut "Spiegel" in dem internen Bericht. Das Kommando Heer warnt: Dem würden die Piloten auf Dauer nicht mehr standhalten.

Zwei Jahre lang fast kein Pilotentraining möglich

Der Pilotenmangel ist demnach eine Spätfolge des Einsatzes in Afghanistan. 2012 habe die Bundeswehr vier der gerade neu angeschafften Tiger-Hubschrauber an den Hindukusch verlegen müssen, obwohl das Pilotentraining gerade erst angelaufen sei. 2013 und 2014 habe so gut wie keine Ausbildung stattgefunden, weil alle Fluglehrer in den Einsatz mussten.

Bis heute seien von den 123 Pilotenstellen für diesen Hubschrauber nur 62 besetzt. Lediglich 18 davon erfüllten die Vorgaben für Einsätze ("mission readiness").

Negative Schlagzeilen ohne Ende

Die Bundeswehr hatte in den vergangenen Monaten und Jahren wiederholt für negative Schlagzeilen gesorgt. Berichte über Erniedrigungen und Demütigungen an verschiedenen Stützpunkten kratzten am Image der Truppe. Rüstungsprojekte wie die Drohne Euro-Hawk oder der Transport-Airbus A400M scheiterten ganz oder verzögerten sich um Jahre. Zudem gilt die Ausrüstung in vielen Bereichen als dringend erneuerungsbedürftig.

Daneben sieht sich Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) wachsender Kritik ausgesetzt. Sie sorgte für Unmut, weil sie nach den Enthüllungen über Rechtsextremismus und Misshandlungen in der Truppe von einem allgemeinen "Haltungsproblem" bei der Bundeswehr sprach. SPD-Fraktionschef Thomas Oppermann nannte sie jüngst "die schlechteste Verteidigungsministerin seit der deutschen Einheit".

Liebe Leserin, lieber Leser, aktuell können zu diesem Thema keine neuen Kommentare abgegeben werden. Wir bitten um Ihr Verständnis.
Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.
Neue Kommentare laden
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
News-Video des Tages
Anzeige

Mehr zum Thema
Sie sind hier: Home > Nachrichten > Deutschland > Militär & Verteidigung

Anzeige
shopping-portal
© Ströer Digital Publishing GmbH 2017