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Manchester-Attentat: Obdachloser gibt Diebstahl zu

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Beim Terroranschlag half er Verletzten  

„Held von Manchester“ gibt Diebstahl zu

Von Tibor Martini

03.01.2018, 15:35 Uhr
Manchester-Attentat: Obdachloser gibt Diebstahl zu. Concerns For The Homeless As Temperatures Plummet Across The UK (Quelle: Getty Images/Christopher Furlong)

Ein Obdachloser in Manchester. Beim Anschlag in Manchester wurden zwei Obdachlose zunächst zu Helden. (Quelle: Christopher Furlong/Getty Images)

Nach dem Anschlag von Manchester wurden zwei Obdachlose weltberühmt, weil sie Verletzten halfen und Opfer versorgten. Kurz darauf wurde bekannt, dass einer von ihnen Opfer bestohlen hatte. Ein Gericht verurteilte den Obdachlosen nun.

Chris Parker und Stephen Jones wollten das Konzert von Ariana Grande in der Manchester Arena am 22. Mai 2017 eigentlich nur nutzen, um Spenden zu sammeln. Dann kam aber alles anders.

Als sie vor der Eingangstür der Arena saßen, wurden sie zunächst Zeugen des islamistischen Anschlags und versorgten dann als Ersthelfer mehrere Verletzte. In sozialen Netzwerken wurden die beiden Obdachlosen dafür als Helden gefeiert.

Vor allem die Interviews mit den Obdachlosen rührten viele Menschen.

So berichtete der 33-jährige Chris Parker von einer Frau, die in seinem Beisein starb: „Sie war ca. 60 Jahre alt und mit ihrer Familie beim Konzert. Ich konnte nicht aufhören zu weinen.“ Und fügte hinzu: „Das Schockierendste daran ist, dass es bei einem Konzert für Kinder passierte.“

Eine Spendensammlung für den Obdachlosen erreichte innerhalb weniger Tage mehr als 55.000 Euro. Die Summe wurde ihm allerdings zunächst nicht ausgehändigt.

Der Obdachlose stahl von einem Terror-Opfer

Nach dem Anschlag bekam das Bild des heldenhaften Helfers allerdings erste Risse. Der Verdacht: Er sollte nicht nur vielen Opfern geholfen, sondern auch der schwer verletzten Pauline Healey ihre Bankkarte abgenommen haben.

Am Dienstag sollte Chris Parker daher vor Gericht aussagen. Weil er nicht zum Gerichtstermin erschien, musste der Prozess aber kurzfristig verschoben werden. Kurz darauf wurde er aber in einem Loft in Yorkshire festgenommen.

Vor Gericht gab er den Diebstahl nun zu. Die Tat wird als Kreditkartendiebstahl gewertet. Die Richter sagten laut BBC, dass eine Haftstrafe „sehr wahrscheinlich“ sei. Das Urteil wird für den 30. Januar erwartet.

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