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Sexualstraftat im Fan-Zug: Mutmaßlicher Täter soll heute verhört werden

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Sexualstraftat im Fan-Zug  

Verdächtiger war wegen Vergewaltigung verurteilt

17.04.2018, 16:32 Uhr | dpa

Sexualstraftat im Fan-Zug: Mutmaßlicher Täter soll heute verhört werden. Der Bahnhof von Flörsheim: Die missbrauchte Frau war aus dem Zug, der sich auf der Rückreise vom Spiel Bayern München gegen Borussia Mönchengladbach befand, an der Haltestelle Flörsheim ausgestiegen. (Quelle: dpa/Fabian Sommer)

Der Bahnhof von Flörsheim: Die missbrauchte Frau war aus dem Zug, der sich auf der Rückreise vom Spiel Bayern München gegen Borussia Mönchengladbach befand, an der Haltestelle Flörsheim ausgestiegen. (Quelle: Fabian Sommer/dpa)

Ein 30 Jahre alter Mann wird verdächtigt, in einem Zug voller Fußballfans eine junge Frau missbraucht zu haben. Jetzt kommt heraus: Er war bereits wegen Vergewaltigung verurteilt.

Der Mann, der in einem Sonderzug für Fußballfans eine junge Frau sexuell missbraucht haben soll, war bereits wegen einer Vergewaltigung rechtskräftig verurteilt. Die Ladung zum Haftantritt sei aber noch nicht erfolgt, sagte Staatsanwalt Benjamin Kluck am Dienstag in Mönchengladbach. Über die Verurteilung hatte zuvor die "Bild"-Zeitung berichtet.

Das Urteil gegen den Verdächtigen – eine Haftstrafe von drei Jahren und drei Monaten – erging demnach am 29. November vergangenen Jahres. "Der Umstand, dass es einen zeitlichen Verzug zwischen rechtskräftiger Verurteilung und Ladung zum Strafantritt gibt, ist grundsätzlich nichts Ungewöhnliches", sagte Kluck. Wie es sich in dem konkreten Fall verhalten habe, könne er nicht sagen. Das werde derzeit noch geprüft.

Der 30 Jahre alte Verdächtige soll in den nächsten Tagen verhört werden. Er soll eine 19 Jahre alte Frau in einem Zug voller Fußballfans auf der Rückreise vom Spiel Bayern München gegen Borussia Mönchengladbach missbraucht haben. Am Montag hatte er sich in einer Haftanstalt in Nordrhein-Westfalen gemeldet, um wegen einer anderen Straftat eine mehrmonatige Freiheitsstrafe anzutreten. Dabei ging es um eine Strafe wegen Körperverletzung, die ursprünglich zur Bewährung ausgesetzt war. Durch die Verurteilung wegen Vergewaltigung müsse er jetzt aber auch diese Strafe absitzen, sagte Kluck.

Die 19-Jährige aus Bonn konnte laut Polizei inzwischen als Zeugin vernommen werden. Sie hatte ihren mutmaßlichen Peiniger in der Nacht zum Sonntag im sogenannten Tanzwagen des Sonderzuges kennengelernt. Der mutmaßliche Täter konnte identifiziert werden, weil ein Zugordner ein Foto von dem Mann gemacht hatte, den er vorher mit der Frau zusammen gesehen hatte. Beamte aus Mönchengladbach erkannten den unter anderem wegen Gewaltdelikten polizeibekannten Mann. 

Verwendete Quellen:
  • dpa

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