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Verschollenes U-Boot "San Juan": Hoffnung schwindet jede Minute

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Verschollene "ARA San Juan"  

Die Hoffnung schwindet jede Minute

21.11.2017, 13:50 Uhr | dpa, t-online.de

Geräusche, die zwei Marineschiffe wahrgenommen haben, hätten nicht von dem vermissten Boot gestammt, sagte ein Sprecher der Marine. (Screenshot: Reuters)
Argentinisches U-Boot bleibt verschollen

Geräusche, die zwei Marineschiffe wahrgenommen haben, hätten nicht von dem vermissten Boot gestammt, sagte ein Sprecher der Marine.

Geräusche, die zwei Marineschiffe wahrgenommen haben, hätten nicht von dem vermissten Boot gestammt, sagte ein Sprecher der Marine. (Quelle: Reuters)


Die Suche nach dem im Südatlantik verschollenen argentinischen U-Boot "ARA San Juan" ist in einer kritischen Phase. Das am Montag über Echolot empfangene Geräusch stammte wohl nicht von dem U-Boot.

Die letzte Funkverbindung fand am vergangenen Mittwoch statt. Damals teilte die Besatzung mit, es habe einen Kurzschluss im Batteriensystem an Bord gegeben, wie ein Sprecher der argentinischen Marine erst am Montag bekanntgab. Seitdem gab es keinen Kontakt mehr zum U-Boot. Die 44-köpfige Besatzung verfügt über Sauerstoffreserven für sieben Tage, sollte das U-Boot nicht auftauchen können. Den Rettern läuft die Zeit davon. 

Ein im Meer von zwei argentinischen Kriegsschiffen über Echolot empfangenes Geräusch hatte am Montag die Hoffnung erweckt, es könnte von dem verschollenen U-Boot ausgegangen sein. Ein hochmodernes US-Seefernaufklärungsflugzeug Boeing P-8 übernahm eine Aufzeichnung des Geräuschs. Mit einer speziellen Software wurde jedoch festgestellt, dass es nicht vom U-Boot entstanden, sondern wahrscheinlich biologischen Ursprungs sei, erklärte am Montagabend (Ortszeit) der Marinesprecher Enrique Balbi in Buenos Aires.

Die Hoffnung schwindet jede Minute

Kurz vorher hatten die Angehörigen der Besatzung, die auf dem Marinestützpunkt von Mar del Plata auf Nachrichten harren, eine weitere Enttäuschung erlebt. Sieben gescheiterte Anrufversuche eines Satellitentelefons wurden darauf untersucht, ob sie vom "ARA San Juan" aus gestartet worden seien. Auch hier stellte sich nach einer Recherche des Satellitenunternehmens Iridium heraus, dass die Spur nicht zu den Verschollenen führte.

An der internationalen Suchaktion nehmen 14 Schiffe und zehn Flugzeuge teil, unter ihnen hoch spezialisierte Einheiten aus Großbritannien, den USA und Brasilien. Es handelt sich um den größten Marine- und Lufteinsatz im Südatlantik seit dem Falklandkrieg 1982 zwischen Argentinien und Großbritannien. Auch ein britisches Schiff und ein Flugzeug der Royal Air Force, die auf Falkland stationiert sind, nehmen an der Rettungsaktion des argentinischen U-Boots teil.

Wetterbedingungen erschweren die Suchaktion

Zum Zeitpunkt der letzten Funkverbindung fuhr das U-Boot durch den Golf von San Juan südöstlich der Halbinsel Valdés. Dort herrschte schwerer Seegang. Die anhaltend hohen Wellen von bis zu sieben Metern und der starke Wind von bis zu 70 Kilometern pro Stunde erschwerten die Suche und störten die Echoortung. Die Wetterbedingungen sollten sich jedoch am Dienstag bessern.

Neben der systematischen Suche auf einer Meeresfläche von über 43.000 Quadratkilometern wird bereits eine eventuelle Bergung am Ozeangrund vorbereitet. Vier Transportflugzeuge der US-Navy wurden vom Southern Command mit Sitz in Florida zum patagonischen Hafen von Comodoro Rivadavia mit einem Mini-U-Boot, einem ferngesteuertes Unterwasserfahrzeug (ROV) und weiterer Ausstattung zur Tiefsee-Bergung entsandt. Von dort aus soll es gegebenenfalls an Bord eines Schiffes des französischen Erdölunternehmens Total zum Einsatz bei einer Unterwasserbergung transportiert werden. Das kleine Rettungs-U-Boot kann bis zu sechs Menschen auf einmal aus einem gekenterten U-Boot bergen.

Das dieselelektrisch angetriebene U-Boot mit einer Kiellänge von 65 Metern war im Auftrag der argentinischen Kriegsmarine von den damals dem Thyssen-Konzern gehörenden Nordseewerken in Emden gebaut worden. Nach dem Stapellauf 1983 wurde die "ARA San Juan" 1985 von der Marine in Dienst genommen. Ab 2007 wurde es in einer argentinischen Werft einer allgemeinen Überholung unterzogen, die wegen Etat-Kürzungen erst 2014 abgeschlossen wurde.

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