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    Wolfsmörder aus dem Westerwald stellt sich der Polizei

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    Wolfsmörder stellt sich der Polizei

    24.04.2012, 18:43 Uhr | dpa, dapd

    Wolfsmörder aus dem Westerwald stellt sich der Polizei. Der tote Wolf vom Westerwald: Nach dem Abschuss ließ der Schütze das Tier einfach liegen (Quelle: dapd)

    Der tote Wolf vom Westerwald: Nach dem Abschuss ließ der Schütze das Tier einfach liegen (Quelle: dapd)

    Die Suche nach dem Wolfsmörder aus dem Westerwald hat offenbar ein Ende. Ein 71-Jähriger aus Nordrhein-Westfalen stellte sich bei der Kriminalpolizei Montabaur. Der Rentner habe gestanden, den Wolf am Samstag mit mehreren Schüssen niedergestreckt zu haben, teilte die Polizei am Dienstag mit.

    Der 71-jährige Schütze ist der Pächter des Waldstücks, in dem der Kadaver gefunden worden war, hieß es aus Kreisen des Landesjagdverbands. Der Schütze habe den Wolf für einen wildernden Hund gehalten. "Dass er einen Wolf erschossen hat, tut ihm unendlich leid", sagte ein Verbandsfunktionär der Nachrichtenagentur dapd. Ein Polizeisprecher bestätigte, dass der Mann eine Berechtigung für die mutmaßliche Tatwaffe besitzt.

    Der Abschuss des vermutlich einzigen Wolfes im Westerwald hatte bundesweit für Aufsehen gesorgt: Der Naturschutzbund (NABU) hatte wegen der Tötung des Tieres Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft Koblenz gestellt.

    Ein Tiernahrungshersteller aus Rheinland-Pfalz und der Landesjagdverband hatten insgesamt 5000 Euro Belohnung für die Ergreifung des Täters ausgesetzt.

    NABU rechnet mit bis zu fünf Jahren Haft

    Wissenschaftler würden derzeit prüfen, ob es sich bei dem toten Tier überhaupt um einen Wolf handele. Mit dem Ergebnis des DNA-Tests werde am Mittwoch gerechnet, teilte die Polizei mit.

    Es war das erste gesichtete Exemplar im Westerwald seit dem Jahr 1879. "Angesichts dieser Prognose sollte eine absichtliche Tötung des ersten rheinland-pfälzischen Wolfes mit der gezielten Ausrottung der Art gleichgesetzt werden", forderte der NABU. Da es sich bei dem Wolf um eine streng geschützte Tierart handele, drohe dem Täter eine Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren. Nach Angaben der Polizei prüft die Staatsanwaltschaft nun, ob die Tat überhaupt strafrechtliche Relevanz hat.

    Spaziergänger hatten den Wolf am Samstag erschossen in einem Wald nahe Hachenburg entdeckt. Untersuchungen hatten ergeben, dass 30 Kilogramm schwere Rüde mit einer großkalibrigen Waffe erschossen worden war. Das Tier war Ende März erstmals im Kreis Neuwied von einem Spaziergänger gesehen und fotografiert worden.

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