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Olympia: Südkoreanische Restaurants servieren Hundefleisch

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Auch während Olympia  

Südkoreanische Restaurants servieren weiterhin Hundefleisch

 (Quelle: Autor)

Von Tibor Martini

09.02.2018, 11:52 Uhr
Olympia: Südkoreanische Restaurants servieren Hundefleisch. Rescued Dogs From a South Korean Meat Farm Brought to San Francisco for Adoptions (Quelle: Getty Images)

Hunde von einer Hundefarm in Südkorea. Die Hunde wurden gerettet und zur Adoption nach San Francisco gebracht. (Quelle: Getty Images)

Hundefleisch ist in Südkorea eine echte Delikatesse. Zumindest während der Olympischen Spiele sollte damit Schluss sein – doch die Restaurants widersetzen sich sogar der Bitte des Stadtrates.

Ob vom Hund oder von der Schlange – was in europäischen Ländern exotisch oder mit Verwunderung wahrgenommen wird, ist in Südkorea eine echte Delikatesse. Nach aktuellen Schätzungen landen pro Jahr eine Million Hunde auf südkoreanischen Speisetischen.

Weil Tierschützer die Zuchtbedingungen auf den häufig illegal betriebenen Hundefarmen beklagen, sollte der Verkauf zumindest während der Olympischen Spiele ausgesetzt werden. Verdeckte Filmaufnahmen der Tierrechtsorganisation PETA hatten gezeigt, dass die Hunde oft tagelang vor ihrer Schlachtung geschlagen und gequält werden, weil das angeblich das Fleisch zarter macht.

Rescued Dogs From a South Korean Meat Farm Brought to San Francisco for Adoptions (Quelle: Getty Images)Auch dieser Hund stammt aus einer Hundefarm in Südkorea und wurde zur Adoption nach San Francisco gebracht. (Quelle: Getty Images)

In Pyeongchang hatte sich daher der Stadtrat dafür eingesetzt, kein Hundefleisch zu verkaufen – anscheinend vergebens: „Nur zwei Restaurants haben sich unserer Bitte gefügt“, sagte Ratsmitglied Lee Yong Bae. „Einige haben es versucht und sind auf Schwein und Ziege umgestiegen, haben danach aber massive Einnahmeverluste beklagt und verkaufen nun wieder Hundefleisch.“

Anti Dog Meat Protest Held In Seoul (Quelle: Getty Images)Demonstration gegen Hundefleisch in Seoul, Südkorea. Unter jungen Südkoreanern nehmen die Proteste gegen Hundefleisch stark zu. (Quelle: Getty Images)

Insgesamt gibt es im Landkreis Pyeongchang (ca. 45.000 Einwohner) ein Dutzend Restaurants, die sich auf die Zubereitung von Schweinefleisch spezialisiert haben. Vor allem die jüngere Generation der Koreaner hat den Hund als Haustier entdeckt. Nicht selten sind Hundefänger daher in der Vergangenheit einem Lynchmob zum Opfer gefallen.

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