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Außertarifliches Gehalt: Vor- und Nachteile des AT-Gehalts

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Außertarifliches Gehalt: Vor- und Nachteile des AT-Gehalts

18.05.2012, 15:51 Uhr | po (CF)

Außertarifliches Gehalt, abgekürzt AT-Gehalt, bezeichnet eine Gehaltszahlung, die zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer außerhalb von tariflichen Verträgen vereinbart wird. Das AT-Gehalt wird in der Regel für besonders hoch qualifizierte Mitarbeiter gezahlt, wenn deren Anforderungen mit tariflichen Vergütungsgruppen nicht abzudecken sind. Doch welche Vorteile und Nachteile bietet außertarifliches Gehalt im Detail?

Außertarifliches Gehalt: Vorteile

Angestellte in Führungspositionen müssen oft hohen Anforderungen gerecht werden, die mit der Zahlung des außertariflichen Gehalts besser vergütet werden können. Das AT-Gehalt wird immer gezahlt, wenn die höchste Vergütungsgruppe im Tarifvertrag nicht ausreichend ist. Vorteilhaft ist, dass das AT-Gehalt meist sehr viel höher ausfällt und auch attraktive Sonderleistungen nicht unüblich sind. (Elternzeit: Kein Gehalt, aber Sicherung des Arbeitsplatzes)

Unbezahlte Überstunden schmälern außertarifliches Gehalt

Der Nachteil zum Tarifgehalt liegt darin, dass beim AT-Gehalt Überstunden nicht extra abgerechnet werden können. Leistet der Mitarbeiter mit dieser Gehaltsvariante viele unbezahlte Überstunden, kann es im schlechtesten Fall passieren, dass er am Ende weniger verdient als ein Mitarbeiter der höchsten Verdienstgruppe, der jede Überstunde berechnen kann. Im Vertrag sollten daher Arbeitszeiten und Tätigkeiten genau festgelegt werden. Weiterhin unterliegt das AT-Gehalt auch keinen regelmäßigen Erhöhungen, sondern Gehaltserhöhungen müssen individuell ausgehandelt werden. Wird trotz AT-Gehalt ein geringeres Gehalt als in der höchsten Vergütungsgruppe erzielt, darf der Arbeitnehmer auch rechtlich dagegen vorgehen, wenn der Arbeitgeber hier nicht einlenkt.

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Wer bekommt AT-Gehalt

Außertarifliches Gehalt bekommen meist leitende Mitarbeiter, hohe Führungskräfte sowie Spezialisten und Wissenschaftler, da deren Gehalt üblicherweise so hoch ist, dass es außerhalb der geltenden Tarifvereinbarungen liegt. Je nach Branche und Qualifikation kann das Gehalt hier ganz unterschiedlich ausfallen. (Mutterschaftsgeld: Zahlungen von Krankenkasse und Arbeitgeber)

 
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