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Spuren im Schnee: Von welchem Tier ist der Abdruck?

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Spazieren im Winter  

Spuren im Schnee: Von welchem Tier stammt der Abdruck?

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Wenn Sie sich nach einer winterlichen Nacht am frühen Morgen aufmerksam umschauen, können Sie interessante Tierspuren im Schnee entdecken. Spaziergänger sind nämlich selten die Ersten in Wald und Wiese – viele Tiere waren schon vorher unterwegs. Wer Spuren erkennen möchte, braucht einige Grundkenntnisse.

Spuren im Schnee: Seit jeher für den Menschen wichtig

Schon viele Tausend Jahre, bevor Menschen die Schrift erfanden, lasen sie tierische Spuren im Schnee. War die Nahrungssuche im Winter ohnehin schwierig, sicherten geschickte Fährtenleser das Überleben ihrer Sippe. Heutzutage suchen Menschen nicht aus Notwendigkeit, sondern aus Freude nach Spuren im Schnee. Wollen Sie Ihr Glück versuchen, müssen Sie früh aufstehen. Sobald Spaziergänger, Jogger und Hunde ihre ersten Runden über die Felder am Stadtrand oder durch den Park drehen, ist kaum noch ein Abdruck zu erkennen.

Spuren im Schnee: Von welchem Tier ist der Abdruck?. Die Spuren eines Fuchses im Schnee (Quelle: imago/Harald Lange)

Die Spuren eines Fuchses im Schnee (Quelle: Harald Lange/imago)

Besonders Kinder gehen gerne auf Spurensuche. Nehmen Sie sie mit auf Entdeckungstour durch die winterliche Landschaft. Für Lehrer an der Grundschule kann es spannend sein, das verschneite Terrain mit ihrer Klasse auf Spuren zu untersuchen.

Tipps zum Fährtenlesen

Damit Sie die Spuren zuordnen können, brauchen Sie ein Basiswissen über die heimische Fauna. Ein typischer Säugetierfuß ist platt, hat fünf Zehen, von denen der kürzeste an der Innenseite liegt.

Bei Katzen- und Hundespuren drücken sich typischerweise nur vier Zehen ab. Die Trittballen, welche den Fuß abpolstern, sind ebenso wie bei Katzen und Hunden auch bei Füchsen, Igeln, Dachsen und Bären als Abdruck besonders gut zu erkennen. 

Experten unterscheiden zwischen Sohlen-, Zehen- und Zehenspitzengängern. Zu den Sohlengängern gehören eher plumpe, kurzbeinige Vierbeiner, die sich nur langsam fortbewegen. Im Gegensatz dazu sind die Füße von Hunden, Katzen, Kaninchen und Hasen vor allem auf Schnelligkeit, Gewandtheit und Ausdauer ausgerichtet. Die Abstände zwischen den Spuren im Schnee variieren je nach Größe und Leichtfüßigkeit seines Verursachers. Zu den Zehenspitzengängern gehören die Huftiere. 

Spuren erkennen: Welches Tier ist es?

Befindet sich ein Marder in der Umgebung, erkennen Sie ihn an den fünf deutlich sichtbaren Zehen und einem nicht so stark ausgeprägten Fußballen wie etwa bei der Katze. Bei Katzen- und Hundespuren drücken sich nur vier Zehen ab, das unterscheidet sie vom Marder. Die Spuren des sich springend fortbewegenden Marders befinden sich direkt nebeneinander oder versetzt als Dreisprung.

Seine Vorderpfote misst etwa dreieinhalb Zentimeter und ist drei Zentimeter breit. Die Hinterpfote weist eine Länge von vier Zentimetern und eine Breite von drei Zentimetern auf.

Da Spuren im Schnee häufig breiter wirken, lohnt sich im Zweifelsfall das Nachmessen. Possierliche Waschbären erkennen Sie an einem fünfgliedrigen, handähnlichen Abdruck mit gespreizten Krallen.

Der Abdruck eines Feldhasen ist besonders leicht zu erkennen: Er setzt beim Sprung seine Hinterpfoten nebeneinander und die Vorderpfoten leicht versetzt hintereinander. Je schneller das Tier ist, desto weiter liegen die Spuren im Schnee auseinander: bei großen Hasen bis zu drei Meter.

Wenn dagegen eine Feldmaus ihren Bau verlässt, hinterlässt sie eine fein ausgetretene Rille, die von einem Loch in der Schneedecke wegführt. Den Abdruck verursachen ihre Beine und ihr Schwanz. Doch manchmal wird die Maus von einem Turmfalken erspäht und schafft es nicht zurück in ihr sicheres Versteck – auch das können Sie an den Spuren im Schnee erkennen. Kleine Blutstropfen und der Abdruck der Handschwingen des Falken künden von solch einem Vorfall.

Weit friedlicher kann es dagegen unter Bäumen wie der Erle zugehen. Dort zeugen Spuren im Schnee von geschäftigen Buchfinken und Erlenzeisigen. Sie machen sich an solchen Orten über die Samenstände des Baumes her – das zeigen heruntergefallene Samen, die den Schnee schwarz sprenkeln. Wenn am Fuß des Baumes hingegen zerwühlter Schnee und kleine Holzspäne zu erkennen sind, dann hat hier vermutlich ein Buntspecht gearbeitet.

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