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40 Tage fasten - Tradition religiösen Ursprungs

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Bedeutung des Fastens  

40 Tage fasten: Tradition religiösen Ursprungs

| se (CF)

Das Fasten hat seinen Ursprung in vielen Religionen. Eine relativ lange Fastenzeit von 40 Tagen sieht jedoch nur das Christentum vor. Hier hat die Zahl 40 eine besonders hohe Symbolkraft. Warum das so ist und welche Bedeutung das Fasten in anderen Religionen hat, erfahren Sie hier.

Katholische Fastenzeit dauert 40 Tage

Die Fastenzeit dauert nach katholischer Tradition von Aschermittwoch bis Karsamstag. Wer einmal genau nachrechnet, kommt jedoch nicht auf 40 Tage. Das liegt daran, dass die Sonntage von der Fastenzeit grundsätzlich ausgenommen sind. Sie dienen der Erholung und können dafür genutzt werden, sich etwas Gutes zu tun. Die Zahl 40 spielt in der Bibel eine besondere Rolle: So wandert Elias 40 Tage zum Berg Horeb, Moses bleibt 40 Tage auf dem Berg Sinai, 40 Jahre wandern die Israeliten durch die Wüste. Übrigens wird Christi Himmelfahrt ebenfalls genau 40 Tage nach dem Osterfest begangen.

40 Tage fasten - Tradition religiösen Ursprungs. Das Fastentuch verhüllt die bildlichen Darstellungen Jesu (Quelle: dpa)

Das Fastentuch verhüllt die bildlichen Darstellungen Jesu (Quelle: dpa)

Reinigung von Geist und Körper

Anders als heutzutage und außerhalb des religiösen Kontextes diente das Fasten nie als Maßnahme zum Gewichtsverlust. Ziel in allen Religionen, in denen das Fasten eine Rolle spielt, ist es vielmehr, sich zu läutern, Geist und Körper zu reinigen oder sich auf eine Zeremonie vorzubereiten. Der vollständige Verzicht von Nahrung steht dabei nicht im Mittelpunkt. In der christlichen Tradition wird beispielsweise vorrangig auf Fleisch oder auf andere Genüsse im Alltag verzichtet – das kann beispielsweise auch das Fernsehen sein. Selbst an den strengen Fasttagen, zu denen der Aschermittwoch und der Karfreitag gehören, ist es erlaubt, sich einmalig zu sättigen und zusätzlich zu stärken.

Fasten in Islam und Buddhismus

Im Islam findet die Fastenzeit über einen Monat während des Ramadan statt. Strenggläubige verzichten auf jegliche irdische Genüsse, zu denen auch Speisen und Getränke zählen. Allerdings wird die Fastenzeit allnächtlich durch den Sonnenuntergang unterbrochen und erst nach Sonnenaufgang fortgesetzt.

Im Buddhismus ist das Fasten lediglich ein Teilaspekt der sogenannten Askese, die in dieser fernöstlichen Religion ebenfalls nicht als kompletter Verzicht ausgeübt wird. Sie wird hier vielmehr als eine Art Maßhalten zwischen den Extremen der Genusssucht und der übersteigerten Askese betrachtet.

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