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Zeitumstellung 2017: Wann die Uhr auf Sommerzeit umgestellt wird

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Uhr vor oder zurück?  

Zeitumstellung 2017: Ende März kommt die Sommerzeit

| sk (CF), anni

Jedes Jahr im Frühling wird die Zeit von 02.00 Uhr auf 03.00 Uhr um eine Stunde vorgestellt. Dieses Jahr fällt die Zeitumstellung auf die Sommerzeit auf die Nacht vom 25. auf den 26. März. Für Langschläfer eine schlechte Nachricht: Sie müssen eine Stunde eher aus den Federn. Welchen Sinn hat eigentlich die Sommer- und Winterzeit?

Zeitumstellung: Eine Eselsbrücke hilft

Seit Jahren wird hierzulande über Sinn und Unsinn der Zeitumstellung diskutiert. Umfragen zufolge ist die Mehrheit der Deutschen sogar dagegen. Nicht zuletzt wegen der wiederkehrenden Verwirrung, ob die Uhr nun eine Stunde vor- oder zurückgedreht wird. Eine beliebte Eselsbrücke kann hierbei helfen: "Im Frühjahr stellt man die Gartenmöbel vor die Tür, im Herbst stellt man sie zurück in den Schuppen."

Wann wird die Uhr vor- und zurückgestellt?
Tipps zur Zeitumstellung

Die Uhr wird umgestellt! Stichtag ist der letzte Sonntag im März für die Sommerzeit und der letzte Sonntag im Oktober für die Winterzeit.

Tipps zur Zeitumstellung


Mini-Jetlag durch Umstellung

Das wohl größte Problem der Zeitumstellung ist der sogenannte Mini-Jetlag. Viele Menschen klagen über Tagesschläfrigkeit, Ein- und Durchschlafstörungen, Gereiztheit, Konzentrationsstörungen, Schwankungen der Herzfrequenz oder auch Verdauungsstörungen, so Dr. Horst-Werner Korf, Direktor des Senckenbergischen Chronomedizinischen Instituts der Goethe-Universität Frankfurt am Main gegenüber dem "Focus".

Der Grund für die körperlichen Beschwerden liege an der Störung der inneren biologischen Uhr, die durch die Zeitumstellung durcheinandergebracht wird. Die Beschwerden müssen aber nicht sein. Der Schweizer Chronobiologe Christian Cajochen empfiehlt, an den Tagen vor der Zeitumstellung jeweils eine Viertelstunde später zu Bett zu gehen. Auch ein Spaziergang am späten Nachmittag, aber noch bei Tagelicht, hilft, die innere Uhr auf die Winterzeit vorzubereiten.

Gesundheitsexperten zufolge sollten Sie trotz Schlafstörungen auf Schlafmittel verzichten. Besser seien beruhigende Tees oder zum Beispiel ein warmes Bad. Auch Entspannungsübungen können helfen.

Ursprung der Zeitumstellung in den USA

Wie kam es überhaupt zur Zeitumstellung? In den jetzigen Intervallen, also dass am letzten Sonntag im März und am letzten Sonntag im Oktober die Uhr vor- bzw. zurückgestellt wird, gibt es die Zeitumstellung in Deutschland erst seit 1996. Die Zeitumstellung als solche besteht jedoch schon wesentlich länger.

Benjamin Franklin, Erfinder und einer der Gründerväter der USA, erwähnte eine Zeitumstellung erstmalig 1784 in einem Brief. Franklin kritisierte auf humorvolle Weise den hohen Verbrauch an Kerzen und schlug vor, die Menschen bei Sonnenaufgang zu wecken, um das Sonnenlicht besser auszunutzen.

Geschichte der Sommerzeit und Winterzeit in Deutschland

Ähnliche Überlegungen gab es im Deutschen Reich, wo 1893 zunächst die einheitliche mitteleuropäische Zeit per Gesetz festgelegt wurde. Zuvor galt in jedem Ort eine andere Zeit, die sich nach dem Stand der Sonne richtete. Während des Ersten Weltkriegs wurde dann erstmals eine Sommerzeit eingeführt, um Kohlenenergie zu sparen – damals allerdings noch in anderen Intervallen.

Die Ölkrise von 1973 führte dazu, dass verschiedene Länder Europas die Zeitumstellung einführten. Deutschland zögerte zunächst noch, zog dann aber im Jahr 1980 nach. Zuletzt wurde die Regelung 1996, also vor 19 Jahren, geändert. Sämtliche Sommerzeiten Europas wurden damals vereinheitlicht und als Gegenpol die Winterzeit eingeführt.

Sinn der Zeitumstellung: Natürliches Licht nutzen, Energie sparen

Die Zeitumstellung sollte dazu führen, dass die Menschen das Tageslicht länger nutzen können und sich dadurch der Stromverbrauch verringert.

Inzwischen ist bekannt, dass die Umstellung nur wenig bis gar keine Einsparung erbringt. So urteilte die Bundesregierung 2005: "Zwar knipsen die Bürger im Sommer abends weniger häufig das Licht an, allerdings heizen sie im Frühjahr und im Herbst in den Morgenstunden auch mehr – das hebt sich gegenseitig auf". Folglich scheint die Zeitumstellung ihren ursprünglichen Sinn verloren zu haben. Es handelt sich nach wie vor um ein umstrittenes Thema.

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