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Was bedeuten die Zahlen auf dem Ei?

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Wichtige Auskünfte  

Was bedeuten die Zahlen auf dem Ei?

| jb (CF) /mmg

Wenn die Deutschen Eier kaufen, legen sie immer häufiger Wert auf eine artgerechte Haltung der Hennen, und auch Bio-Eier stehen hoch im Kurs. Aber woran erkennt man, ob ein Ei aus einer artgerechten Haltung stammt? Wir erklären Ihnen woran Sie erkennen, wo das Ei wirklich herkommt und was es mit den aufgedruckten Zahlen auf sich hat.

Eier kaufen: Was ist der Erzeugercode?

Seit dem 1. Januar 2004 muss jedes Ei, welches in Deutschland oder einem anderen Land der Europäischen Union in den Handel kommt, mit dem so genannten Erzeugercode gekennzeichnet sein.

Was bedeuten die Zahlen auf dem Ei?. Was bedeutet der Code auf dem Ei? (Quelle: imago/blickwinkel)

Was bedeutet der Code auf dem Ei? (Quelle: blickwinkel/imago)

Dieser Erzeugercode besteht aus einer Kombination von Zahlen und Buchstaben und wird direkt auf das jeweilige Ei gestempelt. Er gibt Auskunft über die Art der Legehennenhaltung und die Herkunft des Eies.

Welche Zahl steht für welche Haltung?

Für die Art der Hühnerhaltung ist die erste aufgedruckte Zahl entscheidend, denn Sie informiert darüber, in welcher Art von Betrieb die Hennen gehalten wurden.

Nummerierung Haltung der Hennen
0Auslauf- oder Freilandhaltung nach Bio-Richtlinien
1Betrieb mit Freilandhaltung
2Betrieb mit Bodenhaltung
3Betrieb mit Kleingruppen-Käfighaltung


Eier kaufen: Was bedeuten die aufgedruckten Buchstaben?

Zwar ist die konventionelle Käfighaltung in so genannten Legebatterien in Deutschland schon seit 2010 ohne Ausnahme verboten, dennoch gilt das EU-weite Verbot erst seit 2012.

Achten Sie deshalb beim Einkauf auf die Buchstaben, die nach der ersten Ziffer aufgedruckt sind. Sie zeigen Ihnen, aus welchem Land das jeweilige Ei stammt. Sollten Sie Eier mit dem Aufdruck "DE" gekauft haben, können Sie sich sicher sein, dass die Eier aus Deutschland kommen.

Was kann man sich unter den verschiedenen Haltungsarten vorstellen?

Trotzdem muss das nicht gleich heißen, dass Sie auch Eier von glücklichen Hennen gekauft haben. Kaufen Sie zum Beispiel Eier mit der Ziffer 3, werden die Legehühner dort dennoch in einem Käfig gehalten. In den Käfigen ist mehr Platz als in den Legebatterien vorhanden und es gibt auch Sitzstange, Legenest und Einstreu, dennoch wird diese Haltungsart von Tierschützern weiterhin kritisiert.

In der Bodenhaltung, erkennbar an der Ziffer 2, verfügen die Tiere bereits über etwas mehr Raum und einen Scharrplatz. Aber auch davon sind viele Tierschützer nicht überzeugt.

Tierfreunde kaufen Eier, deren Erzeugercode mit 0 oder 1 beginnt

Wenn Sie Eier kaufen, die aus Freilandhaltung stammen, haben die Hennen Auslauf ins Freie und zudem ausreichend Nester.

Ein Ei mit der Zahl 0 hat abgesehen vom Platzangebot für die Hühner den Vorteil, dass diese ausschließlich mit Biofutter gefüttert werden. Zudem dürfen in einem Biolegehennenstall maximal 3.000 Legehennen gehalten werden.

Warum werden Eier für den Kauf gekennzeichnet?

Eier werden gekennzeichnet, damit Sie beim Kauf – getreu dem Motto "Du bist, was du isst" – entscheiden können, welche Form der Hennenhaltung Sie unterstützen möchten und welche nicht, und wie viel Ihnen die Bewegungsfreiheit der Hennen wert ist.

Weiterhin spielt aber auch die Transportdauer und der Umweltschutz eine Rolle. Anhand der folgenden Ziffern erhalten Sie Auskunft darüber, aus welchem Bundesland die Eier kommen und ob diese quer durch Deutschland transportiert wurden oder aus dem eigenen Bundesland stammen.

Eierkauf: Diese Ziffen geben Auskunft über das Bundesland

Jedes Bundesland in Deutschland besitzt eine bestimmte Ziffer: 01 = Schleswig Holstein, 02 = Hamburg, 03 = Niedersachsen, 04 = Bremen, 05 = Nordrhein-Westfalen, 06 = Hessen, 07 = Rheinland-Pfalz, 08 = Baden-Württemberg, 09 = Bayern, 10 = Saarland, 11 = Berlin, 12 = Brandenburg, 13 = Mecklenburg-Vorpommern, 14 = Sachsen, 15 = Sachsen-Anhalt, 16 = Thüringen.

Eier kaufen: Was Sie dennoch wissen sollten

Die Kennzeichnung mit dem Erzeugercode gilt bisher leider nur für Konsumeier, also nicht für Eier, die zum Beispiel in Back- oder Teigwaren, wie Brot, Brötchen, Kuchen und Nudeln verarbeitet sind. Hier kann es also auch möglich sein, dass diese Eier aus der Käfighaltung stammen. Und wenn Sie zu Ostern Eier kaufen, sollten Sie das Färben lieber selbst machen, da gefärbte Eier ebenfalls nicht durch eine Zahl gekennzeichnet werden müssen, und Sie somit die Herkunft nicht zurückverfolgen können. 

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