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Wie oft wäscht man Bettwäsche? Tipps zur Pflege

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Hygienisch sauber  

Pflegetipps: Wie oft wäscht man Bettwäsche?

| sb (hp), anni

Ihre Bettwäsche tragen Sie zwar nicht wie eine Jeans oder einen Pullover, verbringen aber jede Nacht etliche Stunden mit ihr. Eine tägliche Reinigung ist nicht notwendig, doch das regelmäßige Waschen unerlässlich.

Warum Bettwäsche gereinigt werden muss

Da Sie täglich mehrere Stunden in Ihrem Bett schlafen, ist es eine Frage der Hygiene, die Bettwäsche regelmäßig zu waschen. Zudem schwitzen die meisten Menschen nachts und bieten so Keimen, Bakterien und Parasiten wie Milben optimale Voraussetzungen. Auch die vielen kleinen Hautschüppchen, die Sie im Schlaf verlieren, sammeln sich im Laken und der Matratze.

Wie oft wäscht man Bettwäsche? Tipps zur Pflege. Wie oft Sie Ihr Bettzeug waschen müssen, hängt auch von Ihren individuellen Schlafgewohnheiten ab.  (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Wie oft Sie Ihr Bettzeug waschen müssen, hängt auch von Ihren individuellen Schlafgewohnheiten ab. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Sie befürchten, dass Ihr Bettzeug durch häufiges Waschen an Form verliert oder zu dünn wird? Hier können Sie beruhigt sein: Bei der Herstellung der Bettwäsche werden Strapazen wie häufiges Waschen einkalkuliert und diese Textilien entsprechend dafür ausgelegt.

Wie oft Bettzeug waschen: Kommt drauf an

Im Normalfall wird empfohlen, Bettwäsche alle zwei bis vier Wochen zu waschen. Am besten passen Sie jedoch den Waschrhythmus auf Ihre Bedürfnisse an: Wenn Sie nachts stark schwitzen oder Hausstauballergiker sind, ist ein wöchentlicher Wäschewechsel ratsam. Richten Sie den Waschrhythmus außerdem nach der Jahreszeit aus: Da Sie während der Sommermonate nachts stärker schwitzen, wechseln Sie die Wäsche in dieser Zeit am besten mindestens alle vierzehn Tage.

Wenn Ihre Haustiere mit im Bett schlafen, sollten Sie die Bezüge ebenfalls häufiger reinigen. Für Nacktschläfer gilt dasselbe, da auch Körperteile, die anderenfalls mit Schlafanzügen oder Nachthemden bedeckt sind, mit der Bettwäsche in Kontakt kommen. Auch bei extremen Schweißfüßen oder nächtlichen Hitzewallungen bietet sich ein wöchentlicher Wäschewechsel an.

Unterschiede im Material: Jahreszeit, Allergien, Pflege

Zwar ist Bettwäsche meistens aus unempfindlichem Baumwollgewebe oder Mikrofaser hergestellt, allerdings finden sich auch andere Materialien wie Renforcé, Jersey, Biber und Satin. Linon wird gerne als Kinderbettwäsche benutzt, da das glatte Baumwollgewebe extrem strapazierfähig ist. Renforcé-Wäsche ist mittelfein und eignet sich sehr gut für den Sommer. Auch Jersey-Bettwäsche ist pflegeleicht und kann das ganze Jahr über genutzt werden, da die Fasern klimaregulierend und saugfähig sind.

Seersucker-Bettwäsche erkennen Sie an den typischen Krepp-Streifen. Durch diese Struktur zirkuliert die Luft sehr gut und die Wäsche eignet sich besonders für die kalte Jahreszeit. Im Winter finden Sie auf vielen Betten auch Feinbiber- und Flanell-Bezüge. Da beide Materialien über eine angeraute Oberfläche verfügen, wärmen Sie gut und wirken besonders kuschelig.

Als edel gilt Satin- oder Leinenwäsche. Beide wirken temperaturausgleichend und sehen ansprechend aus. Für Allergiker sind Seiden-Bezüge die richtige Wahl: Seide bietet Milben keinen Lebensraum und senkt somit das Allergierisiko. Allerdings ist Seide nicht ganz preiswert. Das gilt auch für Leinen-Bezüge, die außerdem nicht ganz pflegeleicht sind, dafür aber zu hundert Prozent aus Naturfasern bestehen und die Eigenschaft haben, Luftfeuchtigkeit aufzunehmen und an die Umgebungsluft abzugeben.

Waschgang an Material anpassen: Maximale Temperatur

Grundsätzlich sollten Sie Bettwäsche bei 60 Grad waschen, damit alle Bakterien abgetötet werden. Doch auch die Waschtemperaturen unterscheiden sich je nach Material. Die folgende Tabelle gibt an, bei welcher Maximaltemperatur sie die verschiedenen Materialien waschen dürfen.

Material

Waschtemperatur in Grad Celsius

Baumwollebunt: 70°, weiß: 95°
Mikrofaser60°
Jersey60°
Renforcé60°
Seersucker40°
Linonbunt: 70°, weiß: 95°
Satin40°
Seide30°
Leinen40°

Noch ein Hinweis: Kochwäsche (95 Grad) strapaziert das Gewebe und Ihre Stromrechnung. Ziehen Sie eine solche Reinigung also nur selten in Betracht, zum Beispiel nach ansteckenden Krankheiten oder starker Verunreinigung, zum Beispiel durch Erbrochenes oder Durchfall.

So finden Sie das richtige Waschmittel

Mit einem Colorwaschmittel mit wenigen Duftzusätzen können Sie nicht viel falsch machen, denn es ist für fast alle Temperaturen und Wäschesorten geeignet. Auf Weichspüler sollten Sie bei Bettwäsche weitestgehend verzichten, da dieser die Saugfähigkeit des Gewebes vermindert. Zudem sind die meisten Weichspüler mit Duftstoffen angereichert, die Kopfschmerzen oder Schlafstörungen auslösen können.

Bei Bettwäsche, die sich nicht bei 60 Grad waschen lässt, bietet sich die Verwendung von Hygienespülern an: Diese bekämpfen bereits bei niedrigen Temperaturen Bakterien.

Bettzeug richtig waschen: Fünf allgemeine Tipps

  1. Drehen Sie Ihre Bettbezüge nach dem Abziehen auf Links und schließen die Reißverschlüsse oder Knöpfe. So werden die Fusseln auf der Innenseite beim Waschen besser entfernt und zusätzlich Farben und Gewebe geschont. 

  2. Bettwäsche und Laken sollten Sie – wenn möglich – separat waschen. Auf diese Weise können sich keine zusätzlichen Wäschestücke wie Socken in Ihrem Bettzeug verstecken. Jeans und Handtücher zusammen mit Bettbezügen zu waschen, ist ohnehin nicht ratsam, da die groben Wäscheteile die Fasern zusätzlich angreifen.

  3. Schleudern: Bei Baumwollbezügen können Sie bedenkenlos hohe Schleudergänge wählen, empfindliche Gewebe wie Satin oder Seide vertragen hohe Drehzahlen weniger gut.

  4. Richtig trocknen: Wenn Sie die Möglichkeit haben, verzichten Sie auf den Trockner und lassen Ihr Bettzeug an der Luft trocknen.

  5. Die Zugabe von Stärke verleiht Ihrer Bettwäsche mehr Griffigkeit. Auch der "Frisch-gewaschen-Effekt" bleibt dadurch länger erhalten.

  6. Anstelle von Weichspüler können Sie Essig hinzugeben. Der Essiggeruch verfliegt während des Spülvorgangs. 

Kissen und Bettdecken reinigen: So geht's

Nicht nur die Bezüge, sondern auch Kissen und Bettdecken sollten sauber sein. Zum einen sollten Sie beides täglich lüften und aufschütteln. Zum anderen können Sie das Bettzeug ein bis zweimal im Jahr in die Waschmaschine stecken, sofern die Wäscheetiketten dies ausweisen. Achten Sie dabei auch auf die angegebene Temperatur. Ansonsten können Sie das Bettzeug hin und wieder chemisch reinigen lassen – gerade bei Allergien macht diese zusätzliche Reinigung Sinn.

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