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Reize in der Nebensaison: Warum Usedom jetzt besonders schön ist

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Reize in der Nebensaison  

Warum sich Usedom jetzt besonders lohnt

03.09.2015, 15:31 Uhr | Andreas Heimann, dpa

Reize in der Nebensaison: Warum Usedom jetzt besonders schön ist. Mildes Licht über der Ostsee - im Herbst macht das Spaziergänge am Strand von Usedom noch reizvoller. (Quelle: dpa/tmn/Usedom Tourismus/Andreas Dumke)

Mildes Licht über der Ostsee - im Herbst macht das Spaziergänge am Strand von Usedom noch reizvoller. (Quelle: Usedom Tourismus/Andreas Dumke/dpa/tmn)

Immer noch viel Sonne, dafür kein Massenandrang mehr an den Stränden: Usedom entfaltet im Herbst einen ganze besonderen Reiz. Sehen Impressionen der Insel in unserer Foto-Show.

Usedom, nach Rügen Deutschlands zweitgrößte Insel, vibriert im Sommer, wenn es Tausende von Touristen an die Strände zieht. Aber ab Mitte September ist Nebensaison. Dann wird es ruhiger, auch in den Kaiserbädern. Heringsdorf zählt dazu, auf der einen Seite davon Bansin, auf der anderen Ahlbeck. Ein Stück weiter südöstlich liegt Swinemünde, das heute Swinoujscie heißt und zu Polen gehört. Alle so dicht beieinander, dass man beim Strandspaziergang von einem zum anderen laufen kann - oder mit dem Rad alle auf einmal abfahren.

Die Kaiserbäder waren schon vor dem Ersten Weltkrieg die touristischen Hotspots an der Ostseeküste. Erst kamen die Adeligen, später auch betuchte Bürgerfamilien. Ein bisschen wilhelminisch sieht es dort immer noch aus: Bäderarchitektur heißt der Stil, in dem viele der Villen gebaut sind.

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Heringsdorf entspannt sich in der Nachsaison

An Heringsdorfs Promenade reihen sich heute schicke Hotels aneinander. Tagsüber ist immer einiges los: Radfahrer überholen Inline-Skater. Eine Familie auf dem Weg zum Strand trifft auf das Paar, das gerade seine Jagdhunde ausführt. Und auf einer Bank spielt ein Akkordeonspieler.

Am Strand bauen Kinder Sandburgen oder lassen mit Mama oder Papa Drachen steigen. Und selten gibt es Tage, an denen sich nicht der eine oder die andere in die Ostsee traut, manche noch Mitte Oktober und einige sogar nackt, Herbst hin oder her. In der Nachsaison geht es auch an Heringsdorfs Seebrücke, die mit 508 Metern als Deutschland längste gilt, etwas entspannter zu.

Sehenswürdigkeiten ohne Andrang

Nur eine Handvoll Besucher sieht sich am Nachmittag in der Villa Irmgard um. Der russische Schriftsteller Maxim Gorki hat von Mai bis September 1922 in dem Haus in Heringsdorf gewohnt und an seiner Autobiografie geschrieben. Heute ist es ein Museum, in dem es auch im Herbst regelmäßig Lesungen oder Filmvorführungen gibt.

Ahlbeck ist von Heringsdorf aus schnell erreicht. Die Seebrücke gilt vielen als die fotogenste der Insel. An ihrem Ende, wo die Ausflugsschiffe der Adler-Reederei ablegen, reicht der Blick weit über die Ostsee. Im Herbst ist der Horizont manchmal kaum auszumachen, weil Himmel und Wasser im gleichen Graublau schimmern.

Wer sich für Literatur interessiert, sollte unbedingt auch nach Bansin: Hans Werner Richter hat als Kind dort gelebt, der Mitbegründer der Gruppe 47, dem legendären Autorenzirkel um die späteren Literaturnobelpreisträger Günter Grass und Heinrich Böll. Das mehr als 100 Jahre alte Feuerwehrhaus Bansins ist heute ein Richter-Museum.

Abends ist es in der Nachsaison ziemlich still. Aber die Sonnenuntergänge bleiben sehenswert - oder werden sogar noch schöner.

Weitere Informationen

  • Reiseziel: Usedom liegt im Nordosten Mecklenburg-Vorpommerns. An seiner Küste reiht sich ein Badeort an den anderen, darunter die drei Kaiserbäder.

  • Anreise: Mit dem Zug geht es in knapp vier Stunden ab Berlin bis Züssow, dann weiter mit der Usedomer Bäderbahn, die in den Badeorten hält. Die Fahrt ab Hamburg dauert im besten Fall gut fünf Stunden. Flugverbindungen gibt es in der Regel bis Ende Oktober zum Beispiel ab Düsseldorf, Frankfurt, Köln/Bonn, Dortmund und Stuttgart.
  • Übernachtung: In den Kaiserbädern ist das Angebot an Hotels und Ferienwohnungen groß. Weil die Nachfrage im Herbst kleiner ist als im Sommer, sind die Preise zum Teil spürbar niedriger.
  • Kontakt: Usedom Tourismus (Tel.: 038378/47 71 10, E-Mail: info@usedom.de, www.usedom.de, www.kaiserbaeder-auf-usedom.de).

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