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Die spektakulärsten Bahnstrecken im Wilden Westen: "Narrow Gauge" und "Cumbres & Toltec"

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Die spektakulärsten Bahnstrecken im Wilden Westen

28.03.2012, 14:07 Uhr | srt (26.03.2012; Günter Reimann), srt

Die spektakulärsten Bahnstrecken im Wilden Westen: "Narrow Gauge" und "Cumbres & Toltec". Ein Zug, wie er zu Zeiten des Goldrausches in Amerika unterwegs war (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Ein Zug, wie er zu Zeiten des Goldrausches in Amerika unterwegs war (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Es soll ja nicht wenige Leute geben, denen beim Pfeifen und Zischen einer alten Dampflok die Tränen der Rührung in die Augen treten. Folglich ist solchen Eisenbahn-Nostalgikern auch keine Reise zu weit, um sich kurzweilig wieder in die "gute alte Zeit" zu versetzen, als ratternde und meist spartanisch ausgestattete Eisenbahnwaggons von riesigen fauchenden und dampfenden Stahlrössern über die Schienen gezogen wurden. Wo Sie noch mit Bahnen wie zu Wild-West-Zeiten reisen können, sehen Sie auch in unserer Foto-Show.

Erinnerung an die Zeit des Goldrauschs

Nun ist Nordamerika nicht gerade berühmt für sein Schienennetz, hier war und ist schon immer das Auto das Maß aller Dinge. Doch einige spektakuläre Schmankerl hat das "Land der unbegrenzten Möglichkeiten" den Eisenbahn-Fans doch zu bieten. Diese Relikte einer längst vergangenen Zeit stammen allesamt aus der Silber- und Goldgräberzeit. Und die spielte sich überwiegend in der gewaltigen und unzugänglichen Gebirgskette der Rocky Mountains ab.

Bahnstrecken bereits im 19. Jahrhundert

Das Problem damals: Wie kann man die Erzmengen aus über 3000 Meter hohen Gebirgstälern in Städte wie Denver (Colorado) und Santa Fé (New Mexico) befördern? Die Lösung: eine Schienenstrecke. So gab es bereits im Jahr 1881 eine Bahnstrecke von Colorados Hauptstadt Denver in das Westernstädtchen Durango im Westen des Bundesstaates, die "Rio Grande Railway" mit einer Weiterführung nach Santa Fé im Nachbarstaat New Mexico. Nur ein Jahr später war dann eine der wohl spektakulärsten Bahnstrecken des Kontinents in Betrieb, die 41 Meilen lange Route von Durango (1600 Meter) hinauf ins über 3000 Meter hoch gelegene Goldgräbernest Silverton, heute eine stets ausgebuchte Touristenattraktion in den USA.

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Selbst Zug-Laien sind begeistert

Man muss nicht die weite Reise über den "Großen Teich" antreten, nur um ein paar Meilen mit einem historischen Zug unterwegs zu sein. Doch wer ohnehin einen Urlaub im Wilden Westen verbringt und zum Beispiel den berühmten, nahe an Durango gelegenen Nationalpark Mesa Verde mit seinen 1000 Jahre alten Indianersiedlungen besucht, der darf auf keinen Fall eine Tour mit der "Narrow Gauge Railroad", so der offizielle Name der Zugverbindung von Durango nach Silverton, versäumen. Und selbst Leute, wie zum Beispiel der Autor dieser Zeilen, die gewöhnlich nichts mit nostalgischen Zugfahrten und alten Lokomotiven am Hut haben, sind von der mehr als vierstündigen Fahrt begeistert.

Schwindelfrei mit Ruß in Nase und Augen

Fast im Fußgängertempo rumpelt die Bahn auf teilweise abenteuerlich verbogenen Schienen durch eine alpine Landschaft, die man so nur noch als extremer Alpinist zu sehen bekäme. Man könnte die senkrechten Felswände, an denen sich der Zug in engen Kurven vorbeischlängelt, mit den Händen greifen und gleichzeitig auf der anderen Seite des Waggons in eine gähnend tiefe Schlucht schauen. Schwindelfrei sollte man da schon sein. Wahre Nostalgie-Fans und Fotografen absolvieren die Fahrt natürlich in einem nach beiden Seiten offenen Waggon. Nur so bekommt man den Ruß der qualmenden Lokomotive direkt in Nase und Auge (Sonnenbrille dringend empfohlen), das Zischen und Fauchen der rund 100 Jahre alten Maschine ins Ohr und die spektakulärsten Fotos in die Kamera.

Nostalgie pur

Man wäre jedoch nicht in Amerika, wenn es im Zug nichts zu essen gäbe. Die Mahlzeiten kann man wahlweise an einer langen Bartheke einnehmen, muss sich dabei aber stets gut festhalten, denn es rumpelt ganz schön in diesem Zug. Man kann sich aber auch sein Essen in einem etwas feineren Salonwagen servieren lassen. Nostalgie pur auch am Zielort nach fast vier Stunden Fahrtzeit. Fast im Originalzustand erhalten ist das Minen- und Westernstädtchen Silverton mit seinen bunten Häuserfassaden und dem unbedingt empfehlenswerten Saloon "Handle Bar". Schöner als in dieser extrem schrägen Kneipe kann man die zwei Stunden bis zur Rückfahrt nach Durango (entweder wieder mit dem Zug oder etwas schneller mit dem Bus) nicht verbringen.

Hotel mit Western-Saloon

Ein Nostalgie-Trip hundert Jahre zurück ist natürlich nur komplett, wenn man auch im entsprechenden Hotel der damaligen Zeit absteigt. Das steht unweit der Bahnstation in Durango, heißt "The Strater" und wurde Ende des 18. Jahrhunderts als noble und großzügige Unterkunft für die reichen Gold- und Silber-Barone gebaut. Wie auch der Zug ist das farbenprächtig bemalte Hotel nahezu im Originalzustand mit kostbarer alter Möblierung und einem urigen Western-Saloon erhalten.

Fahrt in 3000 Meter Höhe

Wer jetzt auf den Geschmack gekommen ist und eine weitere nostalgische Bahnfahrt in einmaliger Landschaft absolvieren möchte, der kann im nur etwa zweieinhalb Autostunden entfernten Örtchen Chama im Nachbarstaat New Mexico einen weiteren Nostalgie-Trip unternehmen. Dort dampft die "Cumbres & Toltec Scenic Railroad" durch die Rockies bis nach Antonito. Auch hier ziehen uralte Dampfloks die Waggons fast im Schritttempo bis in über 3000 Meter Höhe.

Tiefe Canyons, steile Felswände, dichte Espenwälder

Und wieder erschließt sich dabei eine Landschaft, die man so niemals zu Fuß oder gar mit dem Auto erreichen würde: tiefe Canyons, steil aufragende Felswände, dichte Espenwälder, dazwischen immer wieder Wiesenflächen, auf denen Hirsche und Rehe, aber auch die dort ebenfalls heimischen Antilopen grasen. Und wieder müssen die Passagiere im stets ausgebuchten Zug auf der etwa fünfstündigen Reise nicht Hunger leiden. Auf halber Strecke, quasi "in the Middle of Nowhere", wartet in einem bahnhofsähnlichen Gebäude ein üppiges Buffet auf sie - es ist im Fahrpreis inbegriffen.

Weitere Informationen:

In den Sommermonaten sind beide Züge stets ausgebucht, es empfiehlt sich also eine rechtzeitig Reservierung. Die Fahrt mit der "Narrow Gauge Railroad" von Durango nach Silverton und die Rückfahrt per Bus kostet in der einfachsten Klasse etwa 100 Dollar, man kann aber auch in der noblen "Presidential Class" für den doppelten Preis reisen. Informationen über Preise und Abfahrtszeiten: www.durangotrain.com. Auskünfte über das historische "Strater Hotel" in Durango: www.strater.com. Die zweite historische Bahnstrecke, "Cumbres & Toltec Scenic Railroad", kann man von beiden Endstationen aus jeweils für die Hälfte der Strecke mit anschließender Rückfahrt zum Ausgangsort buchen oder auch die gesamte Strecke und anschließend mit dem Bus zurück zum Ausgangsort. Die Fahrpreise sind etwas günstiger als in Durango. Informationen: www.cumbrestoltec.org.

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