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Touristensteuern: Diese Länder verlangen extra Gebühren

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Touristensteuern  

Diese Länder bitten Urlauber extra zur Kasse

22.12.2015, 12:18 Uhr | Hans-Werner Rodrian, srt

Touristensteuern: Diese Länder verlangen extra Gebühren. An einigen Orten kommen auf Touristen Extra-Kosten zu. (Quelle: imago/CHROMORANGE)

An einigen Orten kommen auf Touristen Extra-Kosten zu. (Quelle: CHROMORANGE/imago)

Ökosteuer, Einreisegebühr, Kurtaxe: Wenn es darum geht, Urlauber zusätzlich zur Kasse zu beten, sind viele Länder höchst einfallsreich. Wir geben einen Überblick.

Für den prominentesten Aufreger sorgt aktuell die liebste Ferieninsel der Deutschen: Mallorca. Die Regierung der Balearen plant, ab Frühjahr bis zu zwei Euro Touristensteuer pro Tag und Urlauber ab 14 Jahren zu kassieren. Außerhalb der Sommersaison (1. April bis 31. Oktober) und für einfache Quartiere gibt es Rabatt. Eingezogen wird die Abgabe nach Vorbild der deutschen Kurtaxe von den Hotels, aber auch Ferienhausurlauber sollen bezahlen. Die erwarteten Steuereinnahmen will die Regierung für Umweltschutz und die Modernisierung der Tourismusgebiete verwenden.

In den USA zahlen Urlauber 14 Dollar für den Abschluss eines ESTA-Antrags, den man zur Einreise braucht. Immerhin gilt der Antrag innerhalb von zwei Jahren für mehrere Einreisen bis zu je 90 Tagen.

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Karibikstaaten bitten zur Kasse

Im Reisetrend ist derzeit die Karibik. Das nutzen die örtlichen Regierungen und kassieren bei den Urlaubern. In der Dominikanischen Republik muss noch vor der Passkontrolle eine zehn Dollar teure Touristenkarte ("Tarjeta de turismo") erworben werden. Bei der Ausreise ist noch einmal eine Flughafensteuer in Höhe von 20 US-Dollar zu bezahlen. Wofür sie das Geld verwendet, darüber schweigt sich die Regierung der "Domrep" aus.

Auf der Nachbarinsel Kuba verlangen die Behörden sogar 25 Euro für ihre "Tarjeta del Turista". Die ebenso teure Flughafengebühr verstecken sie seit einigen Monaten verschämt im Ticketpreis der Fluggesellschaften. 

Auch in Afrika kosten Ein- und Ausreise

Das Doppel aus Touristenkarte bei der Einreise und Flughafensteuer beim Abflug ist auch in Afrika populär. Kenia verlangt derzeit 50 US-Dollar bei der Einreise und beim Rückflug nochmal 20 US-Dollar in Form einer Flughafengebühr, falls die nicht bereits mit dem Ticketpreis bezahlt ist.

Sansibar, die gerade sehr populäre Gewürzinsel vor der tansanischen Küste, berechnet sogar 50 Dollar für die Ein- und noch mal 49 Dollar für die Ausreise. Besser dran sind Deutsche, Österreicher und Schweizer in Südafrika. Sie benötigen erst ab Aufenthalten von drei Monaten das 52 Euro teure Visum.

Ökosteuer auf den Malediven

Um die liebe Umwelt geht es auf den Malediven. Dort müssen die Urlauber neuerdings eine Ökosteuer zahlen. Fällig sind 6 US-Dollar pro Tag, also gut 5,50 Euro. Die Abgabe fällt für jeden an, der ein Hotel, Resort oder Kreuzfahrtschiff gebucht hat. Nur die Gäste der kleinen privaten Guesthouses kommen ungeschoren davon. Die Steuer muss das Hotel einziehen und einmal monatlich an die Maldives Inland Revenue Authority weitergeben. Sie dient, so wird es kommuniziert, zur Erhaltung der Umwelt in dem empfindlichen Insel-Ökosystem im Indischen Ozean. 

Bettensteuer in den Emiraten

Bettensteuern kennt man aus deutschen Städten. Dieselbe Idee hatten aber auch arabische Scheichs. In Dubai müssen Hotelgäste seit 2014 je nach Kategorie der Unterkunft zwischen 1,40 und 4 Euro pro Zimmer und Nacht bezahlen. Mit den Einnahmen sollen Projekte für die Expo 2020 finanziert werden.

Ganz frisch ist die Matratzenmaut im Nachbaremirat Ras al Khaimah. Dort wurden zum November 2,50 bis 5,50 Euro Gebühr pro Übernachtung eingeführt. Der Münchner Veranstalter FTI, der gerade erst einen täglichen Vollcharter in das Emirat gestartet hatte, übernimmt diese Kosten bis zum Ende der Wintersaison für seine Pauschalreisekunden. Nach Angaben der Tourismusbehörde in Ras Al Khaimah soll die Gebühr "die Lebensqualität und den Lebensstandard für Einheimische und Touristen verbessern".

Tunesien hebt Ausreisesteuer wieder auf

Tröstlich ist immerhin eins: Einreisesteuern sind keine Einbahnstraße. Vor allem wenn weniger Touristen kommen, erinnern sich die lokalen Behörden bisweilen daran, dass das auch an den Strafgebühren liegen könnte. So hat Tunesien seine erst im Oktober 2014 in Kraft getretene Ausreisesteuer nach den Terroranschlägen im September 2015 wieder aufgehoben. Und das Königreich Jordanien strich die Visagebühren ebenfalls: Wer mit dem Flugzeug kommt und über einen Veranstalter gebucht hat, der reist seit September gebührenfrei in die Felsenstadt Petra und ans Tote Meer. 

In Ägypten kann man aktuell günstig wie nie Urlaub machen - denn aufgrund der unklaren Sicherheitslage meiden viele Touristen das Land. Das versuchen Hoteliers mit hohen Rabatten auszugleichen. Am Flughafen dürften sich Urlauber wundern, wenn weitere 25 US-Dollar kassiert werden. Die werden als kostenpflichtiges Visum deklariert. Beantragt werden muss aber nichts, man zahlt einfach am Flughafen. Manche Urlauber dürfen sogar kostenlos passieren, weil ihre Reiseveranstalter die Gebühren inkludiert haben. Wer sicher sein will, ob das auch bei ihm der Fall ist, fragt vor der Buchung am besten beim Reiseunternehmen nach. 

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