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Vogts-Kolumne: BVB ist die mit Abstand beste Mannschaft Deutschlands

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Vogts-Kolumne  

BVB ist die mit Abstand beste Mannschaft Deutschlands

25.09.2017, 21:09 Uhr | Berti Vogts, t-online.de

Vogts-Kolumne: BVB ist die mit Abstand beste Mannschaft Deutschlands. Leipzig-Trainer Ralph Hasenhüttl rotiert fleißig - zum Unverständnis von Berti Vogts. (Quelle: imago)

Leipzig-Trainer Ralph Hasenhüttl rotiert fleißig - zum Unverständnis von Berti Vogts. (Quelle: imago)

In der Liga schwächelt der FC Bayern, während Borussia Dortmund marschiert – jetzt stehen beide vor dem großen internationalen Härtetest in der Champions League. t-online.de-Kolumnist Berti Vogts bewertet vor dem zweiten Spieltag die Chancen der deutschen Mannschaften im Europapokal – und kritisiert die Klubs für ihre Rotation. Dem 1. FC Köln drückt er selbst als Gladbacher die Daumen und sagt: „Die Europa League ist ein Vorteil für den Abstiegskampf.“

Die Kolumne von Berti Vogts bei t-online.de.

Borussia Dortmund gegen Real Madrid und Paris gegen den FC Bayern – ich freue mich riesig darauf, diese Spiele vor dem Fernseher zu verfolgen. Endlich sehen wir, wo wir stehen. Endlich sehen wir oder bekommen zumindest Anhaltspunkte, ob man wie Paris nur mit Geld Meisterschaften und große Siege erringen kann.

Dortmund ist die beste Mannschaft

Los geht’s am Dienstag mit dem BVB. Ich denke, dass wir uns auf ein absolutes Fußball-Fest freuen dürfen.

Es ist eine Augenweide, Borussia Dortmund Fußball spielen zu sehen. Das ist aktuell mit Abstand die beste Mannschaft Deutschlands.

Wie sie nach vorne spielen von allen Positionen aus, wie sie mit zwei, drei Pässen zum Abschluss kommen – das ist glänzend. Sie haben schon das Ajax-Gen von Trainer Peter Bosz eingepflanzt bekommen. Sie spielen schon den Fußball, den er vergangene Saison in den Niederlanden spielen ließ. Die Gladbacher wissen nach dem 1:6 vom Wochenende heute noch nicht, was sie da falsch gemacht haben.

Ich traue Dortmund auch gegen Real einen Sieg zu, zumal die noch Probleme haben zu diesem frühen Zeitpunkt der Saison. Aber klar ist auch: Das ist ein ganz anderes Kaliber als Gladbach. Sie werden nicht so naiv ins Spiel gehen. Der BVB muss extrem aufpassen, denn auch die Dortmunder haben drei, vier grobe Fehler in der Abwehr gemacht am Wochenende. Die Abwehr gehört auch dazu – das habe ich an dieser Stelle schon mehrfach betont. Sie dürfen dem Gegner keine Chance geben zum Kontern.

Trotzdem wird Dortmund nicht Meister

Die beste Mannschaft Deutschlands: Wird die jetzt auch Deutscher Meister? Ich glaube nein. Leider. Es wird Zeit, dass mal wieder ein anderer als Bayern Meister wird. Aber Vorsicht vor dem FC Bayern München. Sie haben sich ihre Krise am Anfang der Saison genommen – und sie werden noch zeigen, zu welchen Leistungen sie im Stande sind. Dafür ist der Trainer zu clever und abgezockt.

Die Bayern haben das gleiche Problem wie Real Madrid. Beide waren unheimlich erfolgreich in den vergangenen Jahren. Real hat den Champions-League-Titel verteidigt, Bayern ist fünfmal hintereinander Meister geworden. Da muss man sich neu motivieren und verliert auch mal ein Heimspiel in der Liga. Ich habe mich gefreut, dass die Bayern-Spieler trotzdem auf dem Oktoberfest waren und auf allen Bildern herzlich gelacht haben. Da sehe ich: Sie wissen, was in Paris auf sie zukommt.

Klar: Alle sprechen über Neymar, Mbappé und diese unfassbare Mannschaft, aber wenn man den gesamten Kader sieht über 24, 25 Spieler, braucht sich der FC Bayern sicher nicht verstecken. Der Kader ist über Jahre gewachsen. Die Spieler kennen sich, haben Vertrauen zueinander. Damit sind sie vielleicht sogar besser. Sie dürfen den Stars von Paris einfach keine zu großen Freiräume lassen.

Man darf auch nicht vergessen, dass die französische Liga nicht so stark ist wie die spanische, englische oder auch die Bundesliga.

Bayern und Dortmund müssen ihre Gegner früh attackieren. Wenn sie erstmal Zeit und Raum bekommen, wird es schwierig. Sie müssen schnell und aggressiv spielen.

Die Europa League ist eine Chance für Köln

Das wünsche ich mir auch vom 1. FC Köln gegen Roter Stern Belgrad. Selbst ich als Gladbacher drücke dem FC die Daumen, international und in der Bundesliga.

Sie haben bisher viel verschenkt, viele Fehler in der Offensive gemacht. Aber sie haben jetzt ein Heimspiel gegen einen schlagbaren Gegner – das ist eine riesige Chance, um Selbstvertrauen zu bekommen und sich weiter einzuspielen. Die Europa League ist in diesem Fall ein großer Vorteil für den FC. Jetzt soll bloß keiner sagen: „Ohje, wir spielen am Sonntag schon wieder, das ist vielleicht wichtiger.“ Nein! Jetzt muss es heißen: „Mit Vollgas in der Europa League Selbstvertrauen sammeln. Dann packen wir das auch in der Liga gemeinsam.“

Es steht uns auch gar nicht zu, einen Peter Stöger als Trainer in Frage zu stellen. Das ist nicht nur in der Bundesliga einer der Besten, auch international gibt es nicht viele von seinem Kaliber.

Jörg Schmadtke und Toni Schumacher wissen das und werden dementsprechend zu ihrem Trainer stehen. Der FC wird mit dem Abstiegskampf natürlich erstmal zu tun haben, keine Frage – aber sie werden stark genug sein, ihn zu bewältigen.

Was Leipzig macht, kann ich nicht nachvollziehen

Ich hoffe, dass die Mannschaften in der Europa League sich endlich damit auseinandersetzen, dass sie Deutschland vertreten. Es geht um die Fünf-Jahres-Wertung. Wenn das weiterhin nicht der Fall ist, sollen sie vor der Saison sagen: „Ich verzichte auf mein Startrecht.“ Sie müssen wissen, was sie für Deutschland verspielen, wenn sie den Wettbewerb nicht ernst nehmen.

Nur eines ist mir dabei noch wichtig. Mir ist aufgefallen, wie manche Trainer vom einen zum anderen Spiel sieben bis neun Spieler austauschen – und das nach dem vierten, fünften Spieltag! Da muss in der Saison-Vorbereitung etwas schief gelaufen sein. Das finde ich sehr bedenklich.

Leipzig-Trainer Ralph Hasenhüttl rotiert fleißig - zum Unverständnis von Berti Vogts. (Quelle: imago)Leipzig-Trainer Ralph Hasenhüttl rotiert fleißig - zum Unverständnis von Berti Vogts. (Quelle: imago)

Speziell in der Europa League: Was da gemacht wird, das geht gar nicht. Wenn man das in der Mitte der Saison oder am Ende mal im großen Stil Spieler tauschen muss, weil man permanent Mittwoch und Samstag spielt, dann ist das okay. Aber eine Mannschaft muss sich doch einspielen. Du kannst dir doch in zwei, drei Tagen Training gar nicht das erarbeiten, was du von einer Mannschaft nach fünf, sechs Spielen erwartest. Jeder Spieler hat seine Persönlichkeit, seine Stärken und Schwächen – all das muss doch zusammengefügt werden. Ich muss mich auf meinen Mitspieler einstellen und schauen, wo ich stehen muss.

Leipzig wechselt neun Spieler für ein Bundesliga-Spiel und wundert sich, wenn es dann mal eng wird oder eine Niederlage gibt. Das ist für mich schwer nachvollziehbar.

Und: Wenn diese Spieler tatsächlich schon nach fünf Bundesliga- und einem Europapokal-Spiel eine Pause brauchen, dann muss ich erst recht etwas falsch gemacht haben.

Aber ob Champions- oder Europa League: Wir haben noch fünf Spiele in der Gruppenphase – und genügend Zeit, den bisherigen Eindruck zu verbessern.

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