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Jürgen Klopp gegen Marseille gesperrt - Zeljko Buvac im Rampenlicht

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BVB-Co-Trainer Zeljko Buvac  

Klopps Stratege betritt die ganz große Bühne

01.10.2013, 17:35 Uhr | t-online.de

Jürgen Klopp gegen Marseille gesperrt - Zeljko Buvac im Rampenlicht. Zeljko Buvac ist bei Borussia Dortmund seit Jahren der Stratege an Jürgen Klopps Seite. (Quelle: imago/Revierfoto)

Zeljko Buvac ist bei Borussia Dortmund seit Jahren der Stratege an Jürgen Klopps Seite. (Quelle: imago/Revierfoto)

Schattenmann. Gehirn. Stratege. Wortkarger Denker. Klopps eineiiger Zwilling. Zeljko Buvac ist schon mit vielen Namen bedacht worden. Das liegt daran, dass man eher über ihn als mit ihm redet. Denn Borussia Dortmunds Co-Trainer präsentiert sich selten in der Öffentlichkeit. Und noch viel seltener spricht er über sich selbst. Doch nun wird er die ganz große Bühne betreten müssen - als Vertreter von Jürgen Klopp, heute Abend in der Champions League gegen Olympique Marseille (ab 20.30 Uhr im t-online.de Live-Ticker).

Auf den 52-jährigen Bosnier kommt es nun an, weil der BVB-Cheftrainer wegen eines Ausrasters an der Seitenlinie im Auftaktspiel gegen den SSC Neapel auf die Tribüne verbannt ist.

Der Mann, der das Spiel lenkte

Dabei ist Buvac ohnehin eben dies alles - Schattenmann, Gehirn und Stratege. Schon seit Klopps Anfängen als Trainer in Mainz vor gut zwölf Jahren bilden die zwei ein Team. Buvac sei der "eineiige Zwilling" des Chef-Trainers, sagte FSV-Präsident Harald Strutz einmal. Klopp und Buvac kennen sich mittlerweile seit über zwanzig Jahren und haben schon längst ein blindes Verständnis füreinander entwickelt. Bei 05 in der 2. Bundesliga standen beide gemeinsam als Spieler auf dem Platz. Schon damals mit unterschiedlichen Aufgaben, wie Strutz einst erklärte: "Klopp war derjenige, der die Mannschaft wachgerüttelt und mitgerissen hat. Buvac war der Stratege, der das Spiel lenkte."

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"Ich rede nur, wenn ich etwas zu sagen habe"

"Ich glaube, dass ich nicht viele Worte brauche, um etwas klar zu sagen. Und ich rede nur, wenn ich etwas zu sagen habe", stellte Buvac in einem seiner raren Interviews einmal fest. "In unserem Job brauchen wir nicht zwei, drei Leute, die nach außen sprechen. Das soll einer machen, alles andere ist zu viel."

Klopp der Lautsprecher, Buvac der Denker? Ganz so einfach ist es dann aber nicht. Seit den Mainzer Tagen läuft die Abstimmung nach dem gleichen, erfolgsbewährten Muster. "Generell ist es so, dass unsere Scouts Videos und Informationen liefern, das schauen wir uns an, reden drüber", erklärt Buvac die internen Prozesse. "Jeder macht Vorschläge, dann entscheidet Jürgen. Und weil er so gut reden kann, sagt er der Mannschaft: Jungs, so machen wir’s."

Lobeshymnen auf den "Meister aller Trainingsformen"

In der Hierarchie stehen die beiden auf der gleichen Stufe, die Spieler haben reichlich Respekt, nicht nur vor Klopp, sondern auch vor Buvac. "Jeder hat andere Talente", sagt der Co-Trainer. "Meines ist, ein gutes Training zu machen." In der Tat. Buvac besitzt die Fähigkeit, hochkomplexe Übungen - fast immer mit dem Ball - für einzelne Akteure, ganze Mannschaftsteile oder gleich das gesamte Team zu arrangieren oder neu aufzubereiten. Er schafft die Basis für das mittlerweile berüchtigte Dortmunder Pressing und Gegenpressing, für automatische Abläufe und logische Passwege, für perfekte Abstände und zwingende Abschlüsse. "Mit ihm ist immer alles gut - bis wir einen Fehler machen", weiß Abwehrspieler Neven Subotic: "Dann wird er sauer.“

"Zeljko ist Fleisch gewordener Fußballsachverstand und Meister aller Trainingsformen. Ich lerne jeden Tag von ihm", ist eine von vielen Lobeshymnen Klopps auf seinen Kollegen. Die zweite Halbzeit in Neapel habe Buvac sogar besser gecoacht als er selbst, erklärte Klopp nach dem verlorenen Auftaktspiel der Königsklasse.

Buvac rückt ins Rampenlicht

Momente, in denen Buvac öffentlichkeitswirksam die Fassung verliert, gibt es kaum. 2010 setzte es eine Abmahnung seitens des DFB wegen Meckerns. Und einmal, 2011, war er seinem Chef doch zu ähnlich geworden. Im Bundesliga-Spiel bei Bayer Leverkusen wurde er wegen wiederholten Reklamierens aus dem Innenraum des Stadions verbannt und musste dafür eine Strafe von 2000 Euro berappen.

Am Dienstag wird Buvac gegen den französischen Spitzenklub aus Marseille als alleiniger Chef auf der Bank der Borussia sitzen. Klopp selbst darf vor und während des Spiels nicht in die Umkleidekabine und auch keinen Kontakt mit der Mannschaft aufnehmen. Und auch der Kontakt mit seinem Trainerteam ist Klopp untersagt. Ein Problem? Mitnichten, wie Klopp bereits erklärte: "Zeljko und ich arbeiten eh meistens telepathisch zusammen, da brauchen wir keine Leitung darüber hinaus", scherzte er.

Buvac wird deshalb wohl oder übel im Rampenlicht stehen. Doch immerhin, die Teilnahme an der Pressekonferenz könnte ihm erspart bleiben, denn dort darf Medienprofi Klopp wieder dabei sein. Es wäre für Buvac die willkommene Gelegenheit, sich wieder in den Hintergrund zu verabschieden.

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