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Sepp Blatter: FIFA-Boss soll Bundesverdienstkreuz aberkannt werden

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FIFA  

Druck auf Blatter nimmt zu

17.07.2012, 07:44 Uhr | AFP, t-online.de, dpa

Sepp Blatter: FIFA-Boss soll Bundesverdienstkreuz aberkannt werden. Sepp Blatter ist in Erklärungsnot. (Quelle: imago)

Sepp Blatter ist in Erklärungsnot. (Quelle: imago)

Die Schlinge um den Hals von FIFA-Präsident Joseph S. Blatter zieht sich immer mehr zu. Der schwer unter Druck geratene Schweizer muss sich vor dem Exekutivkomitee des Fußball-Weltverbandes in Zürich erklären. Nach Bekanntwerden des Ausmaßes der Affäre um Schmiergelder in Millionenhöhe muss Blatter Stellung beziehen und sich auch gegen Rücktrittsforderungen wehren. Selbst Mitstreiter aus der Exekutive sind mittlerweile von dem 76-Jährigen abgerückt.

Zudem wird von führenden Politiker aus Europaparlament und Bundestag gefordert, dem FIFA-Boss das Bundesverdienstkreuz abzuerkennen. "Sepp Blatter steht für endemische Korruption bei der FIFA", sagte der Sprecher der Grünen im Europaparlament, Reinhard Bütikofer, der "Welt" von Dienstag. Die Grünen-Bundestagsabgeordnete Viola von Cramon rief Bundespräsident Joachim Gauck auf, die Entziehung der Auszeichnung "eingehend" zu prüfen.

Sturm der Entrüstung

Ähnliche Forderungen kamen von SPD und Linken. "Wenn es dabei bleibt, dass Herr Blatter keine echte Aufklärung der Schmiergeldaffäre will, sollten wir über eine Aberkennung des Bundesverdienstkreuzes nachdenken", sagte SPD-Fraktionsgeschäftsführer Thomas Oppermann. Die Schmiergeldzahlungen an Funktionäre der FIFA seien belegt und Blatter habe davon gewusst. Auch Wolfgang Neskovic, Justiziar der Linke-Fraktion, sagte, er halte "eine Entziehung der Auszeichnung für zwingend geboten".

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Der Sturm der Entrüstung fegt damit weiter über Blatter hinweg. Nachdem der Funktionär wegen der Korruptionsaffäre bereits unter Druck geraten war, wehrte er sich, indem er in einem Interview Unregelmäßigkeiten bei der WM-Vergabe für das "Sommermärchen" 2006 angedeutet hatte. Doch dies verschlimmerte seine Lage noch. Im Anschluss wurden massive Rücktrittsforderungen von Größen aus allen Bereichen des Sports gegen ihn laut.

Blatter rudert zurück

Inzwischen hat Blatter in einem offenen Brief an "Fußball-Deutschland" seine Aussagen relativiert. Er erklärte in der "Bild"-Zeitung, dass "man immer einen Vorwand finden kann, um die Rechtmäßigkeit eines Entscheides zu bezweifeln." Blatter rechtfertigte sich, er habe lediglich "darauf hingewiesen, dass selbst bei der WM-Vergabe an Deutschland 2006 solche Vorwürfe erhoben worden waren." Er erklärte in dem Schreiben weiter, dass man bei WM-Vergaben immer einen Grund finden könne, "um irgendwelche Verschwörungstheorien zu spinnen. Sogar in Zusammenhang mit Deutschland, das eine perfekte WM lieferte. Ein Sommermärchen sondergleichen, worauf das Land stolz sein kann."

Fakten statt Theorien

Er glaube nicht an Verschwörungstheorien, sondern nur an Fakten: "Solange keine konkreten Beweise vorliegen, dass bei irgendeiner WM-Vergabe etwas schief gelaufen ist, muss und soll man an der Rechtmäßigkeit der Wahl festhalten. Dies gilt für Deutschland ebenso wie für alle anderen Länder. Das ist die Kernaussage meiner Botschaft."

Das FIFA-Exekutivkomitee trifft sich nun in Zürich. "Die Sitzung des Exekutivkomitees ist eigentlich anberaumt worden, um den Reformprozess zu verabschieden. Aber diese Sitzung ist total überschattet von dem, was jetzt öffentlich geworden ist", sagte DFB-Präsident Wolfgang Niersbach vor dem brisanten Treffen. Nach Bekanntwerden des Ausmaßes der Schmiergeld-Affäre muss Blatter nun Stellung beziehen.

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