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Kritik an WM-2022-Bericht: "Blatters FIFA wird zur Witzveranstaltung"

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Massive Kritik am Bericht des Ethikrates  

"Blatters FIFA wird zu einer Witzveranstaltung"

14.11.2014, 12:52 Uhr | sid, t-online.de, dpa

Kritik an WM-2022-Bericht: "Blatters FIFA wird zur Witzveranstaltung". FIFA-Präsident Sepp Blatter präsentiert Katar als WM-Gastgeber im Jahr 2022. (Quelle: dpa)

FIFA-Präsident Sepp Blatter präsentiert Katar als WM-Gastgeber im Jahr 2022. (Quelle: dpa)

Der Ethikrat des Weltfußballverbands FIFA unter Führung von Richter Hans-Joachim Eckert hat seinen Bericht vorgelegt, Chefermittler Miguel Garcia kündigte umgehend Berufung an - und die Reaktionen in der Presse auf den FIFA-Bericht fallen heftig aus. Worte wie "Eklat", "Witz" und "Farce" machen die Runde. Hier kommen die internationalen Pressestimmen:

DEUTSCHLAND

"Süddeutsche Zeitung": "Der Bericht zur WM-Vergabe nach Russland und Katar endet mit einem Eklat: Ethik-Richter Eckert sieht keine Korruption, auch, weil das Reglement für das Thema ungeeignet ist. Chefermittler Garcia gibt sich damit nicht zufrieden."

UMFRAGE
Ist es für Sie relevant, wo und unter welchen Umständen eine Fußball-WM stattfindet?

"Spiegel Online": "Ein peinliches Papier. Alles sauber bei der WM 2018 und 2022? Die Fifa-Ethiker sollten aufklären - und scheitern grandios."  

"Tagesspiegel": "Die FIFA suggerierte nach dem Aufschrei um die Vergabe der WM-Turniere an Katar und Russland Aufklärungsbereitschaft. Doch die Ergebnisse zeigen nun: Der eingesetzte Ausschuss mit externen Fachleuten war nichts als ein Feigenblatt."

"FAZ": FIFA spricht sich selbst frei. Die WM-Gastgeber Russland und Katar kommen ungeschoren davon. Die FIFA-Ethikkommission konnte bei ihren jahrelangen Ermittlungen keine Beweise für gravierende Korruption finden. Präsident Blatter wird gar ausdrücklich entlastet."

"Die Welt": Blatters FIFA wird zu einer Witzveranstaltung. Erneut sorgen Nachrichten aus der Zürcher FIFA-Zentrale für Empörung."

"taz": "Scheintransparenz ist typisch für die FIFA. Der eigene Ethikrat fand heraus, dass bei der WM-Vergabe alles mit rechten Dingen zuging – eine Farce."

Schweiz

"Tages-Anzeiger": "Eckert bringt der FIFA keine neue Glaubwürdigkeit. Sie bleibt die Institution, die nicht willens ist, Korruption in ihrem Haus bis zum Äußersten zu bekämpfen. Aber wenn es eine Profiteurin des gestrigen Entscheids gibt, dann ist es trotz allem diese FIFA. Sie ist endgültig befreit vom Zwang, sich nochmals mit der Vergabe der beiden Turniere befassen zu müssen. Das erleichtert ihr das Leben. Das ist das eine. Zum anderen braucht sie sich um ihren Ruf ohnehin nicht mehr zu sorgen. Der ist längst schon ruiniert, Reformprozess hin oder her."

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England

"Guardian": "Der Weltverband hat sich zu einer weltweiten Lachnummer gemacht."

"Daily Mirror": Der Weltverband hat sich mit dem Bericht reingewaschen, für Empörung gesorgt und seine Amtspflichten verletzt."

USA

"New York Times": "Die FIFA schaut auf sich selbst - und nickt zustimmend. Der Bericht sagt: Geht weiter, Leute! Hier gibt es nichts zu sehen."

AUSTRALIEN

"Sydney Morning Herald": "Warte mal, Sepp, ich glaube, ich habe Ethik gefunden, hier, hinter dem Regal! Ach nein, doch nicht, es war nur ein altes Sandwich. Vielleicht unten hinter der Couch? Schau mal nach, irgendwo muss doch ein bisschen Ethik zu finden sein."

ITALIEN

"Gazzetta dello Sport": "Selbst ein Kind begreift, dass da etwas nicht stimmt. Russland 2018 und Katar 2022 sind Turniere, die von Anfang an nach Skandal und Korruption rochen."

"Corriere dello Sport": "Schande ohne Ende. Der Fall ist paradox: Die FIFA-Ethikkommission hat im perfekten Blatter-Stil versichert, dass alles in Ordnung ist. Laut FIFA hat es bei der WM-Vergabe zwar Fehler, aber keine Korruption gegeben. Die FIFA spricht sich nach zwei Jahren selbst frei."

"Tuttosport": "England gegen FIFA: Der Fall der Weltmeisterschaften 2018 und 2022 wird zur Farce. Die Turniere werden nach Plan organisiert, doch über die Ergebnisse der Untersuchung der Korruptionsvorwürfe bei der WM-Vergabe wird gerätselt. Die Briten behaupten, dass die Untersuchung wegen des politischen Drucks versandet ist."

SPANIEN

"El Pais": "Offener Krieg bei der FIFA. Der Untersuchungschef beschwert sich, dass sein Bericht von der höchsten Fußballorganisation falsch interpretiert werde. Sofort nach der Veröffentlichung bläst Garcia rabiat zur Attacke."

"El Mundo": "Die FIFA ist wegen der Korruptionsvorwürfe gespalten. Sie kommt zu dem Schluss, dass Russland und Katar sauber sind - doch die Entscheidung führt zu einer internen Krise in der Ethikkommission."

NIEDERLANDE

"AD": "Die Diskussion über die Vergabe der Fußball-Weltmeisterschaft an Russland und Katar ist noch nicht vorbei. Der langerwartete Schlussbericht der FIFA über mögliche Korruption enthält keine schockierenden Enthüllungen, aber das letzte Wort ist noch nicht gesprochen."

"De Volkskrant": "Der Pitbull und der Sesselkleber. Die FIFA und Sepp Blatter haben die Wut von Michael Garcia auf sich gezogen. Der hat nicht die Angewohnheit, loszulassen - und Blatter hat nicht die Absicht, seine despotische Macht aufzugeben."

"Voetbal International": "Die FIFA hat die gesamte Welt fassungslos gemacht mit dieser Brutalität. Fast die Hälfte aller Personen, die für Russland und Katar gestimmt haben, sind mittlerweile verurteilt. Zahllose Dokumente beweisen, dass Katar Bestechungsgelder gezahlt hat. Das FBI beschäftigt sich jetzt damit. Das wird ein Bumerang."

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