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WM 2022 in Katar: FIFA zahlt Klubs keine Entschädigung

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Valcke kontert Rummenigge  

FIFA wird Klubs keine "Entschädigung zahlen"

25.02.2015, 16:27 Uhr | sid, dpa

WM 2022 in Katar: FIFA zahlt Klubs keine Entschädigung. Kein Geld für Vereine: Jerome Valcke unterstreicht die Haltung des Fußball-Weltverbandes. (Quelle: imago/Fotoarena)

Kein Geld für Vereine: Jerome Valcke unterstreicht die Haltung des Fußball-Weltverbandes. (Quelle: imago/Fotoarena)

Trotz der Verschiebung der WM 2022 in den Winter wird es keinen finanziellen Ausgleich für die europäischen Klubs geben. Das bestätigte Jerome Valcke, Generalsekretär des Weltverbandes FIFA. "Es wird keine Entschädigung für die Vereine geben, es sind ja noch sieben Jahre Zeit für die Organisation", sagte der Franzose.

Man müsse sich wegen des Votums der FIFA-Task-Force für eine Verschiebung der WM ans Jahresende nicht entschuldigen, betonte Valcke. "Es ist nicht perfekt, wir wissen das - aber warum sprechen wir über eine Kompensation? Es passiert einmal, wir zerstören nicht den Fußball." Er verwies auf die Abstellgebühren, die die FIFA bereits an die Vereine zahle. Nach der WM 2014 waren dies rund 62 Millionen Euro.

Vereine melden Ansprüche an

Die europäischen Klubs hatten schon vor der endgültigen Entscheidung der FIFA-Exekutive Mitte März Entschädigungsansprüche angemeldet. Den Klubs und Ligen könne "nicht zugemutet werden, allein den Preis für die Verlegung der WM in den Winter zu bezahlen. Wir erwarten ebenso die seriöse Bereitschaft, den Schaden für die Klubs fair zu kompensieren", sagte Bayern Münchens Karl-Heinz Rummenigge, Vorsitzender der europäischen Klub-Vereinigung ECA.

UMFRAGE
Laut Task Force soll die WM 2022 in Katar im Winter stattfinden. Finden Sie das richtig?

"Ich bin da ganz eindeutig bei Karl-Heinz Rummenigge, dass die FIFA verpflichtet ist, Kompensationszahlungen gegenüber Ligen mit erkennbaren Nachteilen zu zahlen", sagte der Präsident von Borussia Dortmund nach der Rückkehr vom Champions-League-Achtelfinale in Turin. Das strikte Nein der FIFA gegenüber Schadenersatzzahlungen bezeichnete Rauball als Unding. "Den lapidaren Satz, den ich heute Morgen schon gelesen habe, dass das nicht infrage kommt, kann man nicht akzeptieren", sagte der 68-Jährige.

Auch englische Klubs sind enttäuscht

Kritik kam auch aus der englischen Premier League. Liga-Boss Richard Scudamore bezeichnete die Entscheidung als "sehr enttäuschend. Ich denke, ich spreche da für alle europäischen Ligen und Klubs, die nunmal die meisten Spieler stellen."

Der genaue Termin für das umstrittene Weltturnier in Katar ist weiterhin offen, die WM soll nach Angaben Valckes wegen der engen Terminlage von zuletzt 32 aber auf 28 Tage verkürzt werden. Die meisten Konföderationen, wie auch die Europäische Fußball-Union UEFA, würden den 23. Dezember als Termin für das Finale bevorzugen, sagte Valcke. Der Afrika-Cup 2023 solle statt zum Jahresbeginn nun im Juni stattfinden.

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