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WM-Auslosung - Müller: "Wir wollen zum fünften Mal Meister werden"

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DFB-Team droht Hammergegner  

Müller: England oder Spanien? Muss nicht sein

01.12.2017, 17:02 Uhr | sid, dpa

WM-Auslosung - Müller: "Wir wollen zum fünften Mal Meister werden". Thomas Müller wurde 2014 mit Deutschland Weltmeister. Gelingt ihm das 2018 noch mal? (Quelle: Getty Images/Alexander Hassenstein/Bongarts)

Thomas Müller wurde 2014 mit Deutschland Weltmeister. Gelingt ihm das 2018 noch mal? (Quelle: Alexander Hassenstein/Bongarts/Getty Images)

Welche Gruppengegner zieht Weltmeister Deutschland bei der WM-Auslosung in Moskau? Mit Spanien oder England droht ein dicker Brocken. Thomas Müller würde die Duelle gerne vermeiden. Toni Kroos hat keine Angst.

Bundestrainer Joachim Löw wäre zufrieden gewesen. Zumindest bei der ersten Generalprobe einer artistisch-bunten Zeremonie im eisigen Moskau blieben den deutschen Fußball-Weltmeistern die Giganten Spanien oder England erspart. Dänemark, Uruguay, Nigeria – damit ließe sich hervorragend leben, wenn Diego Maradona, Gordon Banks und andere Legenden am Freitag (16.00 Uhr im Liveticker bei t-online.de) im Prunksaal des russischen Machtzentrums Kreml wirklich die Vorrundengruppen für die WM 2018 auslosen.

Löw reist mit Vorfreude nach Moskau

"Egal, wie es kommt, nervös werden wir nicht. Der Puls geht nicht hoch. Aber wir fahren mit Spannung dahin", sagte der Bundestrainer am Donnerstag in Frankfurt/Main: "Die WM bekommt ein Gesicht für uns. Dann können wir anfangen, zu arbeiten." Dann stieg er für seinen 40-Stunden-Trip in die Lufthansa-Maschine mit der Flugnummer LH 1452, die um 16.50 Uhr nach Moskau abhob.

Die WM-Auslosung findet am Freitag im Prunksaal des Kreml-Palastes statt.  (Quelle: dpa/Christian Charisius)Die WM-Auslosung findet am Freitag im Prunksaal des Kreml-Palastes statt. (Quelle: Christian Charisius/dpa)

Ziel des DFB: Weltmeister

Löw sieht die folkloristische Ouvertüre am Ufer der Moskwa also mit weltmeisterlicher Gelassenheit: Komme doch, wer wolle! Ob es nun Peru und Panama sind oder Mexiko und Saudi-Arabien. Löw wünscht sich zwar "eine sportlich attraktive Gruppe", er sieht die Vorrunde aber vor allem als Startrampe auf dem Weg zu Historischem: "Alles ist unserem Ziel untergeordnet, in Russland erneut Weltmeister zu werden."

Dafür muss zunächst einmal die goldene Trophäe abgeliefert werden. WM-Rekordtorschütze Miroslav Klose wird sie als Ehrengast ins Auditorium des Kreml-Palastes tragen – geht es nach dem Deutschen Fußball-Bund (DFB), nur als freundliche Leihgabe bis zum Moskauer Finale am 15. Juli.

Müller: Gruppe nicht entscheidend für Turnierverlauf

Die Oberen sind routiniert genug, weit über die Auslosung hinaus zu blicken. "Sie ist ein Erlebnis. Aber für uns geht es in Russland auch um das Ergebnis", sagt DFB-Präsident Reinhard Grindel: "Egal, wen wir zugelost bekommen, wir werden mit einer hochtalentierten Mannschaft antreten und dem Ziel, zum fünften Mal Weltmeister zu werden." 

Auch Thomas Müller blickt der Auslosung "gespannt" entgegen, würde frühe Duelle mit Top-Nationen wie Spanien und England aber am liebsten umgehen. "Ich bin gespannt. Kriegen wir einen dicken Brocken oder nicht? Spanien oder England muss man nicht in der Gruppe haben", sagte er. Eine schwere Gruppe sei aber nicht entscheidend für den weiteren Turnierverlauf: "Bei der EM 2012 sind wir durch eine Hammergruppe marschiert – und doch war im Halbfinale Schluss."

Die Lostöpfe für die WM 2018 in Russland:

Der für Real Madrid spielende Weltmeister Toni Kroos hat keine Angst vor dem Los Spanien. "Dann müssen wir da halt durch", sagt er. Denn: Selbst der "Angstgegner" wäre aufgrund des Auslosungsmodus der einzige von Weltniveau. Es wird keine "Hammergruppe" geben. Spanien und England sind zwar in Topf 2, aber eben auch Peru und die Schweiz. Erhält das als Gruppenkopf gesetzte Deutschland einen der harten europäischen Prüfsteine, kann keine weitere europäische Mannschaft dazukommen.

Kroos: "Früher oder später mit allen messen"

Somit wäre das Schlimmstmögliche in etwa: Spanien, Costa Rica, Japan. Die vermeintlich leichteste Konstellation bestünde aus Peru, Ägypten und Panama. "Wenn wir gewinnen wollen, müssen wir uns früher oder später mit allen messen", sagt Kroos.

Das ist die gängige Plattitüde, aber die Wahrheit. Eine leichte Gruppe für ein gutes Turnier: Das stimmt ohnehin nicht mehr. Seit 2006 ist immer jene Mannschaft Weltmeister geworden, die in Addition der FIFA-Weltranglistenposition die schwierigste Gruppe erwischt hatte. Auch Deutschland 2014 mit Portugal, den USA und Ghana.

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