Startseite
Sie sind hier: Home > Sport > Fussball > WM 2014 >

WM 2014: Deutschland blamiert sich gegen Schweden

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

DFB-Team zwischen Gala und Schockstarre

16.10.2012, 22:49 Uhr | dpa

WM 2014: Deutschland blamiert sich gegen Schweden. Holger Badstuber und Manuel Neuer können es nicht fassen. (Quelle: AP/dpa)

Holger Badstuber und Manuel Neuer können es nicht fassen. (Quelle: AP/dpa)

Unfassbar: Nach einer Galastunde hat die deutsche Nationalmannschaft gegen Schweden noch einen 4:0-Vorsprung verschenkt. Im Hochgefühl von 60 brillanten Minuten leistete sich das Team von Bundestrainer Joachim Löw in Berlin in der zweiten Halbzeit gleich mehrere unglaubliche Abwehrschnitzer und kassierte noch vier Gegentore. So reichten die Tore von Miroslav Klose (8. Minute/15.), dem jetzt nur noch ein Treffer zum nationalen Rekord von Gerd Müller fehlt, sowie Per Mertesacker (39.) und Mesut Özil (56.) nur zu einem 4:4 (3:0) gegen die Skandinavier. (Einzelkritik: Klose stark - Badstuber und Neuer erschreckend schwach)

Mit nun zehn Punkten bleibt die DFB-Auswahl in der WM-Qualifikationsgruppe C Spitzenreiter. Die Tore für die Schweden erzielten Superstar Zlatan Ibrahimovic (62.), Mikael Lustig (64.), Johan Elmander (76.) und Rasmus Elm (90.+3).

Klose schon vor dem Anpfiff im Blickpunkt

Vor dem Spiel hatte der Bundestrainer zwei Umstellungen vorgenommen, weil Sami Khedira wegen einer Oberschenkelblessur ebenso passen musste wie der am linken Fuß verletzte Marcel Schmelzer. Für Khedira rückte Toni Kroos ins zentrale Mittelfeld neben Bastian Schweinsteiger. Für Schmelzer rückte Kapitän Philipp Lahm, der nach seiner Gelbsperre wieder dabei war, aushilfsweise auf die linken Abwehrseite.

Im Blickpunkt aber stand von Beginn an Klose. Vor seinem 126. Länderspiel wurde der Torjäger von Lazio Rom erneut mit der Fairplay-Medaille des DFB ausgezeichnet, nachdem er jüngst im Ligaspiel gegen den SSC Neapel seinen schon gegebenen Treffer zum 1:0 wegen seines vorherigen Handspiels annullieren lassen hatte. Nach dem Anpfiff bewies der 34-Jährige erneut seine Klasse als Vollstrecker.


Mit einem Doppelpack auf Gerd Müllers Spuren

Nachdem Thomas Müller in der 2. Minute noch aus Nahdistanz an Schweden-Keeper Andreas Isaksson und am Pfosten gescheitert war, machte es Klose sechs Minuten später besser. Der erneut kaum zu bremsende Marco Reus legte maßgerecht auf, Klose donnerte die Kugel mit links aus neun Metern ins kurze Eck. Kurz darauf war der Routinier nur noch einen Treffer von Gerd Müllers Fabelrekord entfernt. Nach doppeltem Doppelpass erwischte Reus den Ball noch vor der Torauslinie, fand Klose - und der überwand Isaksson im Nachschuss. Es war sein 14. Doppelpack im Nationaltrikot.

Auf den Rängen waren die Fans verzückt, auch Bundeskanzlerin Angela Merkel erhob sich zum Applaus. Die DFB-Auswahl machte da weiter, wo sie beim 6:1 in Irland aufgehört hatte. Mutig, offensiv, attraktiv. Reus, der im nächsten Qualifikationsspiel in Kasachstan gelbgesperrt ist, und Özil entzauberten die ängstlichen Schweden mit herrlichem Direktspiel und schnellen Kombinationen. Lahm und der diesmal wieder rechts hinten spielende Jerome Boateng agierten fast wie Flügelstürmer und machten das Spiel breit. Eine Vorstellung, die Löw einmal mehr zum Umdenken bewegen und Lahm künftig doch wieder dauerhaft zurück auf die linke Seite zwingen könnte.

Özil macht scheinbar alles klar

Die Gäste dagegen wirkten vom Wirbel der Deutschen in dieser Phase überfordert. Bei den ganz seltenen Konterversuchen blieben Ibrahimovic und Angreifer Elmander lange Zeit wirkungslos. So hatte Innenverteidiger Mertesacker sogar Zeit für sein zweites Länderspieltor nach sieben Jahren Pause. Wieder kam die Flanke von Reus, Müller legte per Kopf zurück und die Abwehrlatte vom FC Arsenal versenkte den Ball per Direktabnahme - 3:0.

Aber auch die frühe Entscheidung hemmte die Spielfreude der Löw-Schützlinge zunächst nicht. Den Beweis lieferte Özil schon in der 51. Minute mit einem wunderbaren Hackentrick, den Müller allerdings allein vor Isaksson nicht veredeln konnte. Özil blieb dafür eiskalt, als ihm wenig später Müller eine Flanke servierte und der Regisseur von Real Madrid flach ins rechte Eck traf. Einen Tag nach seinem 24. Geburtstag zeigte sich Özil einmal mehr in bester Spiellaune.


Schweden holen vier Tore auf

Dann allerdings verloren die Hausherren im Gefühl des sicheren Sieges völlig unerwartet den Faden. Zunächst fand die Flanke des eingewechselten Kim Källström den Kopf des bis dahin blassen Ibrahimovic, der Manuel Neuer keine Chance ließ. Dann verschätzte sich Holger Badstuber erneut bei einem langen Ball von Källström, diesmal vollstreckte Lustig. Plötzlich wirkte die Defensive der Deutschen anfällig, die Schweden witterten unverhofft ihre Chance auf ein sensationelles Comeback.

Elmanders Anschlusstor sorgte dann für ganz bange Schlussminuten. Als Länderspiel-Neuling Tobias Sana in der 85. Minute Neuer den Ball aus den Händen spitzelte, schien der Ausgleich schon besiegelt. Doch der Joker schoss über das leere Tor. Dann bestrafte Elm die Deutschen in der Nachspielzeit brutal.

Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.
Neue Kommentare laden
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Video des Tages
Brutale Methode 
Therapie mit langer Nadel nichts für schwache Nerven

Diese Behandlung ist garantiert nichts für zartbesaitete Menschen. Video

Anzeige

Shopping
tchibo.deOTTObonprix.deESPRITC&ACECILzalando.dedouglas.deKlingel.de
Sport von A bis Z

Anzeige
shopping-portal