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Arjen Robben kämpft mit den Tränen: "Ich wollte ins WM-Finale"

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Oranje-Star den Tränen nahe  

Robben: "Ich wollte hier ins Finale"

13.07.2014, 13:45 Uhr | t-online.de, sid

Arjen Robben kämpft mit den Tränen: "Ich wollte ins WM-Finale". Der dritte Platz bei der WM in Brasilien tröstet Oranje-Star Arjen Robben nicht. (Quelle: Reuters)

Der dritte Platz bei der WM in Brasilien tröstet Oranje-Star Arjen Robben nicht. (Quelle: Reuters)

Arjen Robben kämpfte mit den Tränen. "Diese Mannschaft hat einfach mehr verdient. Ich wollte hier ins Finale", sagte der niederländische Superstar mit bebender Stimme nach dem 3:0 (2:0)-Erfolg im Spiel um Platz drei gegen WM-Gastgeber Brasilien. "Wir haben den Kater wegspielen können", stellte Robben zwar fest, "aber die Enttäuschung überwiegt."

Der 30-Jährige vom deutschen Rekordmeister Bayern München war sich im Moment des Sieges noch einmal bewusst, welch große Möglichkeit Oranje und er selber durch die bittere Halbfinal-Niederlage im Elfmeterschießen gegen Argentinien verpasst hatten: "Vielleicht haben wir diese Chance nie mehr."

Rotterdam statt Amsterdam

Obwohl die Niederländer die WM ungeschlagen verließen - das Halbfinale wird offiziell als Unentschieden gewertet - standen sie am Ende wieder einmal mit leeren Händen da. Daher wird es auch bei der Rückkehr keinen großen Bahnhof für Robben und Co. geben.

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Statt auf dem internationalen Flughafen in Amsterdam landet der Flieger des WM-Dritten auf dem regionalen Flughafen Rotterdam. Den Fans hat der Verband geraten, daheim zu bleiben. Vom Flughafen soll es direkt nach Noordwijk gehen, wo unter anderem die Verabschiedung von Bondscoach Louis van Gaal auf dem Programm steht.

Van Persie: "Wir sind ausgepresst wie Zitronen"

Bevor der 62-Jährige am Mittwoch seinen Job beim englischen Rekordmeister Manchester United antreten wird, zollte er seiner Mannschaft ein dickes Lob. "Diese Jungs waren die beste Gruppe, die ich jemals betreut habe", sagte van Gaal sichtlich stolz und hob besonders "Teamgeist, Kampfgeist und Siegeswillen" hervor. Die Mannschaft hätte die Werte des Sports getragen", betonte er.

Als Dank wechselte van Gaal gegen Brasilien kurz vor dem Ende auch noch den dritten Torwart Michel Vorm ein - damit kamen alle 23 Spieler des Kaders bei der WM zum Einsatz. Oranje-Kapitän Robin van Persie schloss sich dem Lob des Trainers an. "Wir sind ausgepresst wie Zitronen. Jeder hat das Maximale gegeben", sagte der Torjäger.

Robben lässt Zukunft offen

Van Gaal und seine Spieler konnte ihre Enttäuschung aber nicht verbergen. Nach den verlorenen Endspielen 1974, 1978 und 2010 träumten die Niederländer vom großen Coup. "Jetzt fahren wir ohne Titel in die Ferien", sagte Robben. Zusammen mit Robin van Persie (30), Wesley Sneijder (30), Dirk Kuyt (33) und dem Schalker Klaas-Jan Huntelaar (30) steht Robben für die ältere Generation der Elftal.

Ob sie bei der WM 2018 in Russland noch einmal dabei sind und nach dem Titel greifen können, ist fraglich. "Ich kann noch nicht sagen, dass es die letzte WM für mich war, oder ob ich in vier Jahren noch einmal dabei bin", sagte Robben, der die EM 2016 in Frankreich aber fest im Visier hat.

Van Gaal: "Es gibt nicht nur ein erfolgreiches System"

In seiner kurzen, aber prägenden Amtszeit hat es van Gaal geschafft, viele junge Spieler ins Team zu integrieren. Er hinterlässt Guus Hiddink ein bestelltes Feld. Seinem Nachfolger gab er angesichts ständiger Diskussionen in der Heimat um das klassische niederländische 4-3-3-System einen Ratschlag mit auf den Weg: "Es gibt nicht nur ein System, das erfolgreich ist."

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