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WM 2014: 8 Fragen und Antworten zum Lahm-Rücktritt

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8 Fragen und Antworten  

Das Wichtigste zum Rücktritt von Philipp Lahm

18.07.2014, 16:48 Uhr | t-online.de

WM 2014: 8 Fragen und Antworten zum Lahm-Rücktritt. Philipp Lahm (Quelle: dpa)

Philipp Lahm zieht einen Schlussstrich unter seine Karriere im DFB-Dress. (Quelle: dpa)

Philipp Lahm ist kein Nationalspieler mehr. Fünf Tage nach dem Final-Triumph von Rio de Janeiro ließ der Kapitän die Bombe platzen und machte seinen Rücktritt aus der DFB-Elf öffentlich. Damit hatte wohl niemand wirklich gerechnet. Doch was bedeutet das für die Zukunft des deutschen Fußballs? Und für Lahm?

t-online.de gibt die wichtigsten Antworten zum Thema Lahm-Rücktritt.

Bekommt Lahm ein Abschiedsspiel?
Es sieht danach aus. Der DFB will Philipp Lahm beim ersten Länderspiel nach dem WM-Triumph einen rauschenden Abschied bereiten. Präsident Wolfgang Niersbach stellte sogar einen 114. Länderspieleinsatz des 30 Jahre alten Kapitäns am 3. September in Düsseldorf gegen Argentinien in Aussicht. Das müsse der Bundestrainer entscheiden, sagte Niersbach: "Wir sind es Philipp vom DFB schuldig, ihm nach diesen zehn tollen Jahren in der Nationalmannschaft einen Superabschied zu bereiten." Der Rücktritt von Lahm aus dem Nationalteam habe ihn "ein Stück traurig" gemacht, sagte Niersbach.

UMFRAGE
Wie bewerten Sie den Rücktritt von Philipp Lahm aus der deutschen Nationalmannschaft?

Kommt die Entscheidung überraschend?
Ja. Lahm ist gerade 30 Jahre alt und ist topfit. Die EM 2016 in Frankreich hätte er sicher noch in blendender Form bestreiten können. Auch beim Turnier in Brasilien deutete nichts auf eine Rückzug des Bayern-Profis hin. Noch am Dienstag führte er den Party-Tross des DFB durch Berlin bis zum Brandenburger Tor. Während ein Rückzug von Miroslav Klose - er ist immerhin bereits 36 - durchaus erwartet wird, sind bei Lahm auch alle Experten überrascht.

Seit wann weiß Joachim Löw Bescheid?
Lahm informierte den Bundestrainer am Morgen nach der Partynacht von Rio de Janeiro als frischgebackener Weltmeister. Für Löw dürfte die Nachricht ein Schlag gewesen sein, hatte er Lahm doch sicher beim Projekt EM 2016 eingeplant.

Wer wird nun Kapitän?
Die Frage ist nicht mit Gewissheit zu beantworten. Ein Kandidat ist sicher Bastian Schweinsteiger, der im Finale gegen Argentinien endgültig seine Leaderqualitäten unter Beweis stellte ,als er sich trotz Platzwunde und Krämpfen bis zum Ende durchquälte.. Auch Manuel Neuer könnte das Amt bekleiden. Mit seiner Ruhe und Ausstrahlung nimmt er bereits ohnehin großen Einfluss auf seine Mannschaft. Bliebe mit Per Mertesacker einer, der zwar in Brasilien nicht sportlich über den Dingen stand, doch als Spieler von der Ersatzbank das Team permanent antrieb und nach vorne peitschte. Er gilt als intelligenter und analytischer Typ.

Wie sind die Reaktionen?
Die Fußballwelt zollt dem Kapitän der Weltmeister-Mannschaft großen Respekt für seinen Entschluss. "Zehn Jahre durfte ich mit ihm in der Nationalmannschaft arbeiten. Als Trainer kann man sich einen solchen Spieler nur wünschen", sagte Löw auf "dfb.de". Allerdings wird auch der sportliche Verlust des 30-Jährigen thematisiert. "Für die Nationalmannschaft wird es nicht einfach, Lahm als Spieler, Mensch und Kapitän zu ersetzen", sagte Ex-Nationalkeeper Sepp Maier.

Wann ist die Entscheidung gefallen?
Die Entscheidung habe er bereits "im Laufe der vergangenen Saison" getroffen, ließ der Münchner verlauten. Er hat sich die Sache also nicht leicht gemacht.

Hätte er weitergespielt, wenn das DFB-Team den Titel verpasst hätte?
Das ist spekulativ. Allerdings: Auch wenn die Entscheidung bereits vor der WM am Zuckerhut getroffen wurde, erscheint es durchaus möglich, dass er sie revidiert hätte, wenn es nichts mit dem Titelgewinn geworden wäre. Schwer vorstellbar, dass Lahm seine internationale Karriere freiwillig ohne WM- und EM-Titel abgeschlossen hätte.

Was sind die Folgen für die Nationalmannschaft und die Bayern?
Spontan ist man geneigt zu sagen, dass der Verlust eines Spielers von einem Kader mit solcher Qualität aufzufangen ist. Doch Lahm war nicht irgendein Nationalspieler, er hat das deutsche Team geprägt wie seit langem kein Zweiter. Ihn zu ersetzen wird einige Zeit in Anspruch nehmen und bis in die EM-Qualifikation dauern. Besonders, wenn man bedenkt, wie wichtig Lahm als Außenverteidiger ist. Das hat gerade die WM in Brasilien wieder gezeigt.

Der FC Bayern darf sich auf einen Kapitän freuen, der sich in Zukunft ausschließlich auf seinen Klub konzentriert. Mittelfristig kann er seinen Vertrag bis 2018 sicher erfüllen, wenn er sich nicht verletzt.

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