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Ivano Balic spielt seit dieser Saison bei der HSG Wetzlar

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Ivano Balic bei der HSG Wetzlar  

Ein Welthandballer in der "Provinz"

06.12.2013, 07:55 Uhr | t-online.de

Ivano Balic spielt seit dieser Saison bei der HSG Wetzlar.  (Quelle: imago/Jan Hübner)

Mittlerweile sagt Ivano Balic bei der HSG Wetzlar wo es langgeht. (Quelle: Jan Hübner/imago)

Von Tim Maurer

Er gilt als unbequem, launisch und eigen, auch wenn er derartige Vorwürfe stets zurückweist. Ivano Balic ist der klassische Superstar, wie es sie in der Sportart Handball nur selten gibt. Er hat Ecken, er hat Kanten und ist dennoch bei seinem neuen Arbeitgeber euphorisch empfangen worden. Denn seit dieser Saison spielt der ehemalige Welthandballer für die HSG Wetzlar.

Im Sommer dieses Jahres gelang den Verantwortlichen der HSG ein ganz besonderer Transfer-Coup. Ihren ohnehin nicht schlecht besetzten Kader konnten sie um einen echten Weltstar erweitern. Relativ schnell stand fest, dass Wetzlar zumindest für ein Jahr die neue Heimat des in Split geborenen Handballstars Ivano Balic wird.

Er selbst sagt zu seinem Engagement in Mittelhessen: "Ich wollte zum Ende meiner Karriere noch einmal in der stärksten Liga der Welt spielen und mich beweisen! Deshalb habe ich mich sehr schnell für die Wetzlarer Offerte entschieden."

Balic kennt die große Bühne

Balic hat die ganz große Handballbühne erlebt. Angefangen in seiner kroatischen Heimat Split ging es über die Station RK Metkovic schließlich nach Spanien. „Meine Zeit in San Antonio habe ich sehr gemocht, weil der Verein damals einer der besten Klubs der Welt war."

2004 wechselt er zu dem spanischen Spitzenklub nach Pamplona. "Sie hatten mich geholt, um ein Team um mich herum für die Zukunft aufzubauen", sagt Balic. "Es war eine tolle Erfahrung, weil ich mich dort sportlich aber auch menschlich extrem weiterentwickelt habe." In Spanien reifte der Ausnahmehandballer schließlich zum Weltstar.

Der Wechsel zurück nach Kroatien folgte 2008. Vier Jahre lang war Balic für den Spitzenklub RK Zagreb im Einsatz, bevor er 2012 noch einmal nach Spanien ging - diesmal in die Hauptstadt zu Atletico Madrid, dem Nachfolgeklub von Ciudad Real. Allerdings bekam der 34-Jährige schnell die finanziellen Probleme zu spüren, mit denen sich gerade die spanischen Spitzenvereine immer wieder plagen. Madrid meldete nach der Saison 2012/13 Insolvenz an und Balic musste sich einen neuen Verein suchen.

Neues Abenteuer in Deutschland

Die Wahl fiel auf Deutschland und hier auf die HSG Wetzlar. Ein ambitionierter Verein, der im Schatten der großen Namen immer wieder für sportliche Ausrufezeichen sorgt.

„In Deutschland ist die Stimmung super in den Hallen. Dazu ist die Liga extrem ausgeglichen", sagt Balic über den deutschen Handball. "Dadurch ist jedes Spiel eine echte Herausforderung.“

Holpriger Saisonstart

Dass er mit Wetzlar nicht um die Deutsche Meisterschaft wird spielen können, dürfte dem Kroaten vor seiner Unterschrift bewusst gewesen sein. Trotz des beachtlichen siebten Platzes der Vorsaison ging es bei der HSG von Anfang an gegen den Abstieg. „Wir haben eine junge Mannschaft, die zehn neue Spieler integrieren musste. Das ist eine echte Herausforderung“, so Balic.

Da bleiben auch Misserfolge nicht aus: „So viele neue Spieler kann kein Club der Welt in ein paar Tagen zu einer echten Einheit formen, aber wir sind auf einem guten Weg“, sagt Balic dazu.

Den Nachwuchstalenten helfen

Profitieren möchte man in Wetzlar aber nicht nur von den spielerischen Qualitäten, die der Kroate zweifelsfrei nach wie vor besitzt. Viel mehr soll er mit seiner Erfahrung dem jungen Kader als Vorbild und Helfer zur Seite stehen. Balic ist vielen ein Idol und kann gerade den jungen Talenten entscheidende Tipps geben.

Und das, obwohl der Körper mittlerweile nicht mehr ganz so will, wie es Balic gerne hätte: „Na ja, man wird nicht jünger und so viele Jahre auf höchstem Niveau hinterlassen Spuren. Es gibt Tage, an denen mir beim Aufstehen alles weh tut, aber ich liebe meinen Sport.“

Beeindruckende Karriere

Bislang steht noch nicht fest, ob es für Balic und Wetzlar eine Zukunft über die Saison hinaus geben wird. Vieles wird auch davon abhängen, wo es den Kroaten nach dieser Spielzeit hinzieht.

Wohin ihn sein Weg auch führen wird, er kann auf eine von Erfolgen geprägte Karriere zurückblicken: Weltmeister 2003, Olympiasieger 2004, dazu zweimaliger Welthandballer (2003 und 2006). Und das sind nur die wichtigsten Titel.

Deshalb sagt er rückblickend: „Der Handball ist mein Leben! Er hat mich zu dem gemacht, was ich bin und mir viele Türen geöffnet. Ich habe annähernd die ganze Welt durch den Sport gesehen und bin dankbar, dass mir dieses Glück zu Teil wurde.“

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