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Handball-Bundesliga: THW Kiel ist Deutscher Meister

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Am Ende entscheiden die Tore  

Wahnsinns-Fernduell: Kiel fängt die Löwen noch ab

24.05.2014, 17:56 Uhr | dpa, t-online.de

Handball-Bundesliga: THW Kiel ist Deutscher Meister . Ein unglaubliches letztes Spiel: Filip Jicha und der THW Kiel sind Meister.   (Quelle: dpa)

Ein unglaubliches letztes Spiel: Filip Jicha und der THW Kiel sind Meister. (Quelle: dpa)

Der THW Kiel hat das Wahnsinns-Finale in der Handball-Bundesliga für sich entschieden und ist zum 19. Mal Deutscher Meister. Der THW gewann 37:23 (17:8) gegen die Füchse Berlin, die Rhein-Neckar Löwen siegten 40:35 (21:19) beim VfL Gummersbach. Damit sind beide Teams in der Abschlusstabelle punktgleich, aber Kiel hat am Ende dieses unfassbaren Herzschlag-Finals ein Torverhältnis von +236, die Löwen +234. Zur Halbzeit waren beide Teams im Fernduell punkt- und torgleich.

"So etwas habe ich noch nicht erlebt. Wahnsinn", sagte Kiels Meistertrainer Alfred Gislason bei Sport1. Die Löwen konnten es hingegen nicht fassen. "Ich bin total leer und am Boden zerstört", sagte der überragende Linksaußen Uwe Gensheimer.

Polster nach 30 Minuten weg

Die Löwen hatten vor dem letzten Spieltag das um sieben Treffer bessere Torverhältnis. Doch schon zur Pause war das Polster weg, beide Teams lagen gleichauf. In diesem Falle hätten zwei Entscheidungsspiele den Meister bringen müssen.

Nach dem Wechsel gelang dem - zu diesem Zeitpunkt noch - Tabellenführer ein imposanter Zwischenspurt auf 28:21 (39.) und 32:24 (45.). Die Mannheimer wären Meister gewesen. Doch dann bekamen sie das große Nervenflattern und Kiel warf gegen die Füchse ein Tor nach dem anderen.

15 Tore vorn

In der 56. Minute war der THW 15 Treffer vorn - und damit vor den Löwen, die nur 39:33 führten. Das ließ sich Kiel nicht mehr nehmen.

"Wir haben versucht, in der ersten Halbzeit nur auf uns zu schauen und haben uns ein gutes Polster erarbeitet. Danach haben wir einfach weitergespielt, obwohl die Kraft nachgelassen hat. Heute wird richtig gefeiert", sagte Christian Zeitz, der den THW verlassen wird.

Hamburg kämpft noch

Damit spielen Kiel und die Löwen in der kommenden Saison in der Champions League. Den Qualifikationsplatz für die Königsklasse sicherte sich die SG Flensburg-Handewitt als Dritter. Als Tabellen-Vierter spielt der noch um die Lizenz kämpfende HSV Hamburg ebenso wie der Fünfte Füchse in der neuen Saison im Europapokal. Sollte Hamburg keine Lizenz bekommen, würde MT Melsungen international nachrücken.

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