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Senzo Meyiwa ist tot: Räuber erschießen Südafrikas Nationalkeeper

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Schock für Südafrikas Fußball  

Unbekannte Räuber erschießen Nationalkeeper Meyiwa

27.10.2014, 16:02 Uhr | t-online.de, sid

Senzo Meyiwa ist tot: Räuber erschießen Südafrikas Nationalkeeper. Traurige Nachricht: Südafrikas Nationaltorwart Senzo Meyiwa wurde erschossen. (Quelle: dpa)

Traurige Nachricht: Südafrikas Nationaltorwart Senzo Meyiwa wurde erschossen. (Quelle: dpa)

Senzo Meyiwas Mörder richteten eine Waffe auf seine Lebensgefährtin und forderten Geld und Mobiltelefone. Als sich der 27-Jährige dem Raubüberfall mutig entgegenstellte, nahmen sie ihm das Leben. Das teilte die Polizeichefin des Landes, Riah Phiyega, mit. Südafrika befindet sich nach dem gewaltsamen Tod von Nationaltorhüter und -Kapitän Meyiwa in tiefer Trauer.

"Wir bedauern seinen Tod. Worte können den Schock nicht zum Ausdruck bringen, der das Land angesichts dieses Verlustes erfasst hat", sagte Südafrikas Staatspräsident Jacob Zuma.

Täter erbeuten ein Handy

Was war passiert? Gegen 20 Uhr am Sonntagabend waren zwei Personen in das Haus von Meyiwas Freundin, der Sängerin Kelly Khumalo, eingedrungen, in dem sich neben dem Paar fünf weitere Personen aufhielten. Wenig später fielen die Schüsse, die über die Landesgrenzen hinaus für Erschütterung sorgten. Die Täter erbeuteten ein Handy, Meyiwa verstarb auf dem Weg ins Krankenhaus.

Belohnung auf 18.000 Euro erhöht

Zuma forderte eine konsequente Aufarbeitung durch die zuständigen Ermittler. "Wir dürfen auf der Suche nach seinen Mördern keinen Stein auf dem anderen lassen", sagte der 72-Jährige. Die Polizei geht von insgesamt drei Tatverdächtigen aus. Die dritte Person soll bei dem Raubüberfall in dem Haus im Township Vosloorus, etwa 40 Kilometer südöstlich von Johannesburg, Schmiere gestanden haben.

Eine Belohnung von 250.000 Rand (rund 18.000 Euro) wurden für Informationen ausgesetzt, die zur Verhaftung der Flüchtigen führen. "Wir können allen Südafrikanern versichern, dass wir alles daransetzen, die Täter aufzuspüren", hieß es vonseiten der Polizei.

Südafrikanische Liga sagt Topspiel ab

Meyiwa war Torwart des südafrikanischen Traditionsklubs Orlando Pirates aus Johannesburg, in dessen erster Mannschaft er in der Saison 2006/07 debütierte und mit der er 2011 und 2012 die Meisterschaft holte. Die südafrikanische Liga sagte das Topspiel am kommenden Samstag zwischen den Pirates und den Kaizer Chiefs aus Respekt für Meyiwa ab. Der Verein und die gesamte Fußball-Welt reagierte bestürzt. "Ein sinnloser, tragischer Verlust", schrieb FIFA-Präsident Sepp Blatter via Twitter.

"Was für eine Tragödie!"

"Aus welchem Winkel man es auch betrachtet, das ist ein trauriger Verlust. Für seine Familie, die Orlando Pirates und die Nation", sagte Klub-Boss Irvin Khoza. Auch Ex-Torwart und Weltenbummler Lutz Pfannenstiel, einst selbst für die Pirates aktiv, sprach sein Beileid aus. "Was für eine Tragödie! Ruhe in Frieden, Senzo Meyiwa", schrieb Pfannenstiel bei Twitter.

In der Nationalmannschaft hatte Meyiwa am 2. Juni 2013 im Länderspiel gegen Lesotho debütiert, insgesamt bestritt er sieben Partien für "Bafana-Bafana". Zu Beginn der Qualifikation zum Afrika-Cup 2015 machte Nationalcoach Ephraim Mashaba den Keeper zum Kapitän, seit Mitte Oktober war er auch bei den Pirates Spielführer. Am Samstag spielte er noch für Orlando im Halbfinale des Liga-Pokals, beim 4:1 über Ajax Kapstadt hielt er hervorragend.

Zweiter tragischer Fall binnen drei Tagen

Der südafrikanische Sport wurde damit zum zweiten Mal binnen drei Tagen erschüttert. Am vergangenen Freitag war der frühere 800-Meter-Weltmeister Mbulaeni Mulaudzi bei einem Autounfall in seiner südafrikanischen Heimat ums Leben gekommen. Mulaudzi, der 2009 in Berlin WM-Gold geholt hatte, wurde 34 Jahre alt. Mulaudzi, der 2012 seine Karriere beendet hatte, war bei den Olympischen Spielen 2004 in Athen Flaggenträger seines Landes gewesen.

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