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Bayern - Wolfsburg: Das langweiligste Topspiel der Geschichte

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"Mehr Kribbeln geht kaum"  

Das langweiligste Topspiel der Bundesligageschichte

22.09.2015, 17:52 Uhr | t-online.de

Bayern - Wolfsburg: Das langweiligste Topspiel der Geschichte. Für Dante ist das Spiel beim FC Bayern ein Wiedersehen mit seinem Ex-Kollegen. (Quelle: imago/Annegret Hilse)

Für Dante ist das Spiel beim FC Bayern ein Wiedersehen mit seinem Ex-Kollegen. (Quelle: imago/Annegret Hilse)

von Thomas Tamberg

Es ist das erste richtige Topspiel in dieser Bundesligasaison. Am Dienstag (ab 19.45 Uhr im Live-Ticker bei t-online.de) gastiert der VfL Wolfsburg beim FC Bayern. "Der Deutsche Meister gegen den Vizemeister und Pokalsieger - und das auch noch am Abend unter Flutlicht. Mehr Kribbeln geht kaum, solche Fußball-Feiertage sind die Höhepunkte einer jeden Bundesliga-Saison", sagte Karl-Heinz Rummenigge. Diese Meinung dürfte Bayerns Sportvorstand allerdings ziemlich exklusiv haben.

Fällt es dem geneigten Fan ohnehin schon schwer, dieses Duell als Spitzenspiel mit Kribbel-Faktor einzuordnen, haben im Vorfeld die Hauptprotagonisten wirklich alles gegeben, um auch das letzte Prickeln im Keim zu ersticken.

Tipps von Dante?

Den Anfang machte Dieter Hecking. Wurde der Wolfsburg-Coach doch tatsächlich auf der Pressekonferenz gefragt, ob er bei Dante ein paar Tipps einholen würde. Der Brasilianer spielte schließlich drei Jahre lang für die Münchner und wechselte erst vor rund zwei Wochen auf den letzten Drücker von der Isar an den Mittellandkanal.

Nein, nie im Leben würde er auf die Idee kommen, bei seinem Neuzugang etwas genauer nachzufragen. Diesen Eindruck wollte Hecking jedenfalls vermitteln. "Dante könnte mir sicher einiges sagen", gab der 51-Jährige zwar zu, aber er solle sich auf sein Spiel konzentrieren. "Ich brauche ihn da gar nicht mit Fragen bombardieren."   

Guardiola: "zufrieden, wenn Dante geblieben wäre"

Natürlich wird Hecking Abwehrspieler Dante befragen, ob er nicht doch den einen oder anderen Tipp geben kann. Jeder Kreisligatrainer würde das tun. In einer Zeit, in der jede Bewegung eines einzelnen Profis genau analysiert wird, wäre es grob fahrlässig, es nicht zu tun. Der VfL-Coach wollte wohl vielmehr vermeiden, Dante bei seiner ersten Rückkehr in die Allianz Arena in eine schwierige Situation zu bringen.

Das Gleiche gilt auch für sein Pendant auf Münchner Seite. "Ich will für meine Spieler, dass sie glücklich sind. Ich wäre auch zufrieden, wenn er geblieben wäre, denn er hat mir sehr geholfen", sagte wiederum Pep Guardiola lobend über Dante. Es hat eigentlich nur noch die obligatorische Liebeserklärung des Spaniers gefehlt. Aber die gibt es vielleicht nur für Kicker aus dem aktuellen Kader.

Lobeshymnen statt Kampfansagen

Spüren Sie auch schon wie es kribbelt? Der Termin unter der Woche tut sein Übriges dazu. An einem Dienstagabend auf Bundesliga-Temperatur zu kommen, ist nicht in jeder Familie ein Selbstläufer. Appetizer, irgendwelche Kampfansagen, und seien es die zartesten, liest man indes vergebens.

Nun ja. Man las, dass Hecking sagte, er sei nie "ein Bewunderer des FC Bayern" gewesen. Aber gleich im Nachsatz lobte der VfL-Coach die Münchner ausdrücklich: "Was dort überragend geschaffen wurde, dem gilt mein größter Respekt." Guardiola wiederum lobte Hecking und den VfL: "Wolfsburg war in den zwei Jahren unter Hecking der Wahnsinn."

Sammer: "Ein Sieg ist nichts Besonderes"

Selbst das Wort "Revanche" ist in diesen öffentlichen Zeiten offenbar ein viel zu gewagtes Wort. So weit will sich niemand aus dem Fenster lehnen. Der FC Bayern hat zwar den Rückrundenauftakt der vergangenen Saison in Wolfsburg fulminant mit 1:4 in den Sand gesetzt und auch im diesjährigen Supercup gegen die Wölfe im Elfmeterschießen verloren, aber von einer "Revanche" könne laut Matthias Sammer in diesem Fall nun wirklich nicht die Rede sein.

Bayerns Sportvorstand versucht stattdessen die Stimmung mit anderen Worten anzuheizen: "Ein Sieg ist extrem wichtig, aber das ist auch nichts Besonderes. Piräus und Darmstadt waren auch extrem wichtig." Alles klar. Spätestens jetzt dürften sich auch die eingefleischtesten Bayern-Fans abgeholt fühlen. Oder um es mit Rummenigges Worten zu sagen: "Mehr Kribbeln geht kaum."

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