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Super Bowl 2016: Denver Broncos gewinnen dank ihrer Defensive

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Triumph im Super Bowl  

Broncos siegen trotz Quarterback Manning

08.02.2016, 17:26 Uhr | t-online.de

Super Bowl 2016: Denver Broncos gewinnen dank ihrer Defensive. Denver-Superstar Peyton Manning (links), hier im Zweikampf mit Carolinas Luke Kuechly, konnte nur phasenweise überzeugen. (Quelle: imago/UPI Photo)

Denver-Superstar Peyton Manning (links), hier im Zweikampf mit Carolinas Luke Kuechly, konnte nur phasenweise überzeugen. (Quelle: UPI Photo/imago)

Aus Santa Clara berichtet Jens Bistritschan

Kurz vor Schluss fand Peyton Manning dann doch noch einen Mitspieler mit einem Pass in der gegnerischen Endzone. Zwar nur für eine Two-Point-Conversion zum Endstand von 24:10 seiner Denver Broncos gegen die Carolina Panthers im Super Bowl 50. Aber immerhin.

Doch wenn man ehrlich ist, hat sein Team das Finale der National Football League (NFL) in Santa Clara vor den Toren San Franciscos nicht wegen ihm sondern trotz ihm gewonnen. Gerade einmal 13 seiner 23 Würfe landeten bei einem Mitspieler, einer wurde gar vom Gegner abgefangen (Interception), ein Touchdown-Pass stand nicht zu Buche. Für die Statistiker ergibt das ein Quarterback Rating von 56,6 – nur Ben Rothlisberger von den Pittsburgh Steelers war vor zehn Jahren als siegreicher Quarterback in einem Super Bowl schlechter gewesen.

Bärenstarke Verteidigung macht den Unterschied

Auch die Trainer schienen nach der Interception kein Vertrauen mehr in den Spieler zu haben, der in seiner Karriere immerhin fünfmal zum wertvollsten Spieler der Saison gewählt worden war. Sie setzen vornehmlich auf das Laufspiel um die 16:10-Führung über die Zeit zu bringen. Dass Denver den Vorsprung sogar nach Ausbauen konnte, lag an der bärenstarken Verteidigung.

Linebacker Von Miller sorgte rund vier Minuten vor Schluss dafür, dass der gegnerische Quarterback Cam Newton kurz vor der eigenen Endzone zum zweiten Mal den Ball verlor und es diesmal T.J. Ward war, der das Leder-Ei für sein Team erobern konnte. Es war dann Running Back C. J. Anderson, der per Lauf die letzten Meter zum Touchdown überwand. Bennie Fowler fing den Pass zur Two-Point-Conversion von Manning.

Manning fängt gut an

Begonnen hatte die Partie für ihn vielversprechend. Bei der ersten Angriffsserie marschierten die Broncos angeführt von ihrem Quarterback fast über das gesamte Feld, mussten sich mit dem ersten von insgesamt drei Field Goals von Kicker Brandon McManus. Und nach dem ersten Quarter hatte Manning sieben von neun Pässen an den eigenen Mann gebracht. In der restlichen Spielzeit waren es noch sechs von 14.

Den ersten Touchdown der Broncos erzielte Verteidiger Maik Jackson. Nachdem Miller zum ersten Mal Newton den Ball aus der Hand geschlagen hatte, brauchte sich der 26-Jährige in der gegnerischen Endzone nur noch auf das Spielgerät fallen lassen.

Newton stinksauer

Die Panthers enttäuschten in der Offensive auf ganzer Linie. 500 Punkte hatten sie in der regulären Saison in 16 Begegnungen erzielt – Ligabestwert. Ihr Quarterback Newton war daraufhin zum Wertvollsten Spieler der Liga (MVP) gewählt worden. Im Viertelfinale hatte Carolina dann die Seattle Seahawks mit 31:24 besiegt, im Halbfinale die Arizona Cardinals mit 49:15 vom Platz gefegt.

Von der Angriffsherrlichkeit war im Finale dann aber nichts zu sehen. Ein Touchdown-Lauf von Jonathan Stewart und ein Field Goal von Graham Gano bedeuteten am Ende magere zehn Punkte. Schuld daran war die Verteidigung des Gegners, die Newton nie so richtig zur Entfaltung kommen ließ. Dieser hatte in den vergangenen Monaten nicht nur mit seinen Würfen sondern auch mit seinen Läufen bei den Gegnern für Schrecken gesorgt – nicht aber im Finale bei den Broncos.

Newton war nach der Partie sichtlich angefressen. Auf der Pressekonferenz äußerte er sich gerade einmal zu sechs Fragen. Die längste Antwort war gerade einmal sechs Wörter lang. Nach wenigen Minuten war dann auch schon wieder in der Kabine verschwunden.

Karriereende? Manning will sich mit Entscheidung Zeit lassen

Offen blieb bei seinem Gegenüber Manning die Frage, ob er denn noch einmal auf einem Spielfeld der NFL als Aktiver auflaufen werde. Der Fernsehsender ESPN berichtete am Morgen des Super Bowls, Manning habe beim Teammeeting eine sehr emotionale Ansprache gehalten. Dieser habe zwar nicht explizit gesagt, dass er aufhören werde. Aber das wäre nach der Rede aber auch nicht nötig gewesen. Die Quelle wollte ESPN aber nicht verraten.

Der 39-Jährige selbst ließ sich nach dem Endspiel keine definitive Aussage darüber entlocken, wie es mit ihm weitergehe. "Ich will mir erst einmal Zeit nehmen, um die ganze Sache zu reflektieren", erklärte Manning. Sein ehemaliger Trainer Tony Dungy habe ihm geraten, "keine Entscheidung aus der Emotion heraus zu treffen". Und überhaupt wolle er "heute Abend erst einmal jede Menge Bier trinken".

"Atme jetzt erst einmal tief durch"

Allerdings würden die Broncos gerne schon bald wissen, ob es mit Manning weitergeht. Schließlich läuft dessen Vertrag noch ein Jahr. Und der Quarterback würde für seine Dienste mit 19 Millionen Dollar entlohnt werden, es sei denn sein Team würde ihn bis zum 9. März entlassen. Doch diese Frage wurde am Abend des Triumphes General Manager John Elway natürlich nicht gestellt.

Der ehemalige Quarterback, selbst Sieger in zwei Super Bowls, riet seinem Spieler: "Atme jetzt erst einmal tief durch und sage: 'Wir sind Champion.'" Und das sogar ein besonderer. Denn Manning ist mit 39 Jahren der älteste Quarterback, der je einen einen Super Bowl gewonnen hat. Zudem ist er der erste Spielmacher, dem dies mit zwei verschiedenen Teams gelang. Vor neun Jahren war er bereits mit den Indianapolis Colts gegen die Chicago Bears erfolgreich gewesen.

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