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Olympia 2016: Stefan Henze in Rio in falsches Krankenhaus gebracht

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Kanu-Trainer in Lebensgefahr  

Henze nach Unfall in falsche Klinik gebracht

13.08.2016, 13:59 Uhr | t-online.de, sid

Olympia 2016: Stefan Henze in Rio in falsches Krankenhaus gebracht. Stefan Henze schwebt in Lebensgefahr.  (Quelle: dpa)

Stefan Henze schwebt in Lebensgefahr. (Quelle: dpa)

Der in Lebensgefahr schwebende Kanu-Trainer Stefan Henze ist nach seinem schweren Taxi-Unfall in die für Olympia ausgewiesene Klinik gebracht worden. Doch vor Ort konnte ihm nicht geholfen werden. In der Folge musste er weitertransportiert werden, was wertvolle Zeit im Kampf um das Leben des 35-Jährigen kostete.

Wie der "Spiegel" berichtet war Henze zunächst in das für Olympia als Referenzklinik vorgesehene Krankenhaus Lourenco Jorge gebracht worden. Aufgrund seiner schweren Kopfverletzung erfolgte aber ein Weitertransport in ein 20 Kilometer entferntes Krankenhaus. Das Problem: Die Klinik in Barra besitzt keine neurochirurgische Abteilung.

Diese wurde dem Bericht nach im Zuge von Sparmaßnahmen geschlossen, obwohl die Notaufnahme des Krankenhauses in Barra pro Jahr rund 350 Verletzte nach Autounfällen aufnimmt.

"Es ist unveranwortlich"

Das Krankenhaus in Barra liegt unweit vom Unfallort Hentzes entfernt. "Es ist unverantwortlich, dass ausgerechnet dieses Krankenhaus nicht ausreichend für Unfallchirurgie ausgestattet ist, obwohl dort so viele schwere Autounfälle geschehen. Es hätte nicht als Referenzklinik für Olympia ausgewiesen werden dürfen", hatte der Präsident der Ärztegewerkschaft von Rio de Janeiro Jorge Darze bereits wenige Tage vor dem Vekehrsunfall des Kanu-Trainers gegenüber dem "Spiegel" gesagt.

Der Unfall hatte sich am frühen Freitagmorgen ereignet. Henze und der leicht verletzte Sportwissenschaftler Chrisitian Käding prallten in einem Taxi fahrend gegen eine Wand. Dies bestätigte auch das Organisationskomitee der Spiele.

"Olympischen Spiele haben Bedeutung verloren"

Vor allem das deutsche Lager im Olympischen Dorf befindet sich in Schockstarre. "Wir sind tief bestürzt und sehr traurig", sagte der deutsche Chef de Mission Michael Vesper. Henze erlitt schwere Kopfverletzungen.

"Die Olympischen Spiele haben für unser Team ihre Leichtigkeit und Bedeutung verloren, betet mit uns oder drückt die Daumen, dass unser Trainer seinen bisher besten Kampf gewinnt", schrieb Konietzko in seinem Blog und bat anschließend um Verständnis, dass er diesen vorerst einstelle.

"Können nur Daumen drücken und beten"

Am Freitagabend beim täglichen Empfang im Deutschen Haus im Stadtteil Barra war die Stimmung gedrückt. "Wir würden gerne gute Nachrichten verbreiten, aber wir können nur Daumen drücken und beten", sagte DOSB-Präsident Alfons Hörmann.

Der aus Halle an der Saale stammende Hentze war früher selbst erfolgreicher Slalom-Kanute. Bei den Olympischen Spielen 2004 in Athen gewann er im C2 mit Marcus Becker Silber, 2003 war das Duo Weltmeister, 2008 Europameister.

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