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Olympia 2016: Deutsche Handballer schlagen Polen und gewinnen Bronze

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Toller Olympia-Abschluss  

Deutsche Handballer schnappen sich Bronze gegen Polen

21.08.2016, 17:08 Uhr | t-online.de, sid

Olympia 2016: Deutsche Handballer schlagen Polen und gewinnen Bronze. Die deutschen Handballer feiern den Gewinn der Bronzemedaille nach dem Sieg gegen Polen.  (Quelle: AP/dpa)

Die deutschen Handballer feiern den Gewinn der Bronzemedaille nach dem Sieg gegen Polen. (Quelle: AP/dpa)

Handball-Europameister Deutschland hat die zweite Chance auf eine Medaille bei den Olympia 2016 schen Spielen in Rio genutzt. Im Spiel um Bronze schlug das DHB-Team um Bundestrainer Dagur Sigurdsson den WM-Dritten Polen mit 31:25 (17:13). Beide Teams hatten sich bereits in der Vorrunde gegenüber gestanden.

Somit krönten die deutschen Handball-Männer ein überragendes Jahr mit der ersten Olympia-Medaille für Deutschland seit Silber 2004 in Athen.

Brand sieht Erfolg live im Stadion

Mut, Wille, Leidenschaft: Das deutsche Team überzeugte mit jenen Tugenden, die es schon über das gesamte Turnier gezeigt hatte. Vor den Augen des früheren Weltmeister-Coaches Heiner Brand ließ sich die DHB-Auswahl selbst von einem frühen Rückstand nicht beeindrucken und gewann dank einer deutlichen Leistungssteigerung im Angriff hoch verdient.

"Man muss den Hut ziehen" 
DHB-Team holt Bronze - Eine tolle Energieleistung

Nach acht kräftezehrenden Spielen einen solchen Auftritt zu zeigen, ist beachtenswert. Video

Reichmann und Gensheimer überragen

Beste Werfer beim Europameister waren Tobias Reichmann mit sieben Treffern und Kapitän Uwe Gensheimer (6 Tore). Zudem sorgten die beiden Torhüter Andreas Wolff und Silvio Heinevetter mit ihren Paraden immer wieder für Jubelausbrüche bei DOSB-Präsident Alfons Hörmann auf der Tribüne. Die Bronzemedaille bereitete der gesamten deutschen Olympia-Mannschaft einen glänzenden Abschluss.

Sechs Siege in acht Spielen

Die Vorstellungen von Gensheimer und Co. in der Future Arena von Rio lassen auf eine goldige Zukunft hoffen - das anvisierte Olympiagold 2020 ist keine Utopie, bei der WM im Januar zählen sie zum Favoritenkreis. Sieben Monate nach dem überraschenden EM-Triumph spielten Sigurdssons Olympia-Debütanten in Rio ein bärenstarkes Turnier und vollzogen mit sechs Siegen in acht Spielen endgültig ihre Rückkehr in die Weltspitze. Dem souveränen Gruppensieg folgten imponierende Auftritte in der K.-o.-Phase.

Im Gedächtnis bleibt vor allem der 34:22-Kantersieg im Viertelfinale gegen Vize-Weltmeister Katar und die famose Aufholjagd im Halbfinale gegen Frankreich, als Deutschland in der Schlussviertelstunde einen Sechs-Tore-Rückstand wettmachte und erst in letzter Sekunde den entscheidenden Gegentreffer kassierte.

"Wir sind nicht bloß dran, sondern wieder mittendrin in der Weltspitze", sagte DHB-Vizepräsident Bob Hanning. Dabei habe das Team "noch eine ganze Menge Luft nach oben. Das große Ziel heißt nach wie vor ganz klar Olympiagold 2020 in Tokio und nichts anderes. Das ist absolut realistisch."

Nervöser Beginn, Heinevetter leitet Wende ein

Die Partie gegen Polen begann allerdings alles andere als verheißungsvoll. Durch einige Fehlwürfe und technische Fehler vor allem im Angriff lag die DHB-Auswahl nach einer Viertelstunde mit 5:8 zurück.

Erst ein gehaltener Siebenmeter von Heinevetter leitete die Wende ein. Dank fünf Toren in Folge übernahm Deutschland das Kommando und baute die Führung kontinuierlich aus. Ein Traumtor von Rechtsaußen Reichmann unmittelbar vor dem Halbzeitpfiff zum 17:13 bejubelte Sigurdsson mit Siegerfaust und lautem Gebrüll.

Reichmann per Doppelschlag

Auch im zweiten Abschnitt blieben die Deutschen, die schon das Vorrundenduell gegen die Polen (32:29) gewonnen hatten, am Drücker. Sie trafen aber auch weiter auf entschlossene Gegenwehr der Polen, die immer wieder von Trainerfuchs Talant Duschebajew angetrieben wurden.

Als aber der bärenstarke Reichmann mit einem Doppelschlag in der 38. Minute auf 21:15 erhöhte, litt die Körpersprache der Polen doch sichtbar. Ihnen waren auch die Strapazen des Halbfinal-Krimis gegen Dänemark (28:29 nach Verlängerung) mit zunehmender Spieldauer deutlich anzumerken. Die DHB-Auswahl blieb dagegen hochkonzentriert und ließ keine unnötige Spannung mehr aufkommen.

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