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Paralympics 2018: Das sind Deutschlands Athleten

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Winterspiele in Pyeongchang  

Deutschlands Starter bei den Paralympics

10.03.2018, 14:04 Uhr | dpa

Paralympics 2018: Das sind Deutschlands Athleten. Winterspiele in Südkorea: Das deutsche paralympische Team stellt sich bei der Willkommens-Zeremonie den Fotografen. (Quelle: dpa/Josef Hildenbrand)

Winterspiele in Südkorea: Das deutsche paralympische Team stellt sich bei der Willkommens-Zeremonie den Fotografen. (Quelle: Josef Hildenbrand/dpa)

Eine "Gold-Anna", ein Fast-Olympia-Starter und einige Multitalente: Das Aufgebot des Deutschen Behindertensportverbandes für die Paralympics in Pyeongchang (9. bis 18. März) umfasst interessante Charaktere.

Die Deutsche Presse-Agentur stellt die 15 Einzel-Starter vor.

Alexander Ehler (Alter: 48 Jahre/Sportart: Ski nordisch/Verein: SV Kirchzarten):

Für Kasachstan sollte er 1992 in Albertville als Biathlet bei Olympia starten. Kurz vor den Spielen hatte er einen Unfall, als Folge dessen er eine Beinlängendifferenz von neun Zentimeter hat. Nun gibt er mit 48 Jahren sein Paralympics-Debüt.

Andrea Eskau (46/Ski nordisch/USC Magdeburg): 

Die Diplom-Psychologin ist ein absolutes Ausnahmetalent: Sie ist die einzige Deutsche, die sowohl bei Sommer- als auch bei Winter-Paralympics startet. Gewann auf Skiern schon Gold im Langlauf und Biathlon, als Radfahrerin im Zeitfahren und Straßenrennen. Dazu insgesamt 20 WM-Titel.

Martin Fleig (28/Ski nordisch/Ring der Körperbehinderten Freiburg): 

Der Verwaltungsfachangestellte hat eine überragende Entwicklung genommen. Bei seinen ersten Paralympics 2014 kam er nie über Platz acht hinaus, 2017 wurde er Doppel-Weltmeister und Gesamtweltcup-Sieger.

Das deutsche paralympische Team bei der Willkommens-Zeremonie in Pyeongchang. (Quelle: dpa/Karl-Josef Hildenbrand)Das deutsche paralympische Team bei der Willkommens-Zeremonie in Pyeongchang. (Quelle: dpa/Karl-Josef Hildenbrand)

Anna-Lena Forster (22/Ski alpin/BRSV Radolfzell): 

Die immer fröhliche Studentin vom Bodensee ist mit dem Monoski Konkurrentin von Anna Schaffelhuber. Bei ihren ersten Spielen 2014 in Sotschi gewann sie gleich zweimal Silber und einmal Bronze. Auf langen Reisen kommuniziert sie nach eigenen Angaben via Skype mit ihrem Hund.

Vivian Hösch (26/Ski nordisch/Ring der Körperbehinderten Freiburg): 

Die Freiburgerin, die früher Schauspielerin werden wollte, feiert am Tag der Schlussfeier ihren 27. Geburtstag. Studiert Prävention und Gesundheitspsychologie. Wurde mit nur drei Prozent Sehkraft geboren, mit neun Jahren war sie komplett erblindet.

Clara Klug (23/Ski nordisch/PSV München): 

Die Studentin bringt sich stets mit Harry-Potter-Hörbüchern in Stimmung. Reist als zweimalige Vize-Weltmeisterin zu ihren ersten Paralympics.

Georg Kreiter (33/Ski alpin/RSV Murnau):

Der Mediengestalter sitzt im Rollstuhl, nachdem er 2002 mit dem Motorrad auf dem Weg zu einem  Fußballspiel verunglückte. Blieb auch danach Universalsportler, mit dem Monoski wurde er 2015 Doppel-Weltmeister.

Helfer räumen beim Alpensia Biathlon Zentrum Schnee von der Zuschauertribüne. (Quelle: dpa/Karl-Josef Hildenbrand)Helfer räumen beim Alpensia Biathlon Zentrum Schnee von der Zuschauertribüne. (Quelle: dpa/Karl-Josef Hildenbrand)

Steffen Lehmker (29/Ski nordisch/WSV Clausthal-Zellerfeld): 

Der Student und leidenschaftliche Schlagzeuger wohnt in Wolfsburg und fährt zum Training stolze 200 Kilometer. Arbeitete sich so zur ersten Paralympics-Teilnahme. Hat zwei Bücher über Smoothies geschrieben.

Nico Messinger (23/Ski nordisch/Ring der Körperbehinderten Freiburg): 

Der Jüngste im Team der nordischen Athleten trainiert im Schwarzwald mit dem 2010er-Paralympicssieger Willi Brem. Hat eine Ausbildung als Automobilkaufmann abgeschlossen.

Thomas Nolte (33/Ski alpin/MTV Braunschweig): 

Kommt – für einen Alpinen ungewöhnlich – aus Braunschweig, ist aber ein Dauerbrenner. In Pyeongchang zum dritten Mal dabei. 

Paralympics 2014 in Sotschi: Anna Schaffelhuber bejubelt ihre fünfte Goldmedaille. (Quelle: dpa/Julian Stratenschulte)Paralympics 2014 in Sotschi: Anna Schaffelhuber bejubelt ihre fünfte Goldmedaille. (Quelle: dpa/Julian Stratenschulte)

Anna Schaffelhuber (25/Ski alpin/TSV Bayerbach): 

Mit fünf Goldmedaillen bei fünf Starts wurde die Bayerin 2014 in Sotschi in den Medien zur "Gold-Anna". Angehende Mathematik-Lehrerin, die das erste Staatsexamen schon absolviert hat. Fünfmalige und amtierende Behindertensportlerin des Jahres. Trug 2010 als 17-Jährige die Fahne bei der Schlussfeier.

Anna-Maria Rieder (18/Ski alpin/RSV Murnau): 

Bekam zum 18. Geburtstag das schönste Geschenk mit der Nachnominierung für die Spiele. Kam als Frühgeburt mit nur 700 Gramm auf die Welt. Ihre Eltern betreuten als Stützpunkttrainer in Garmisch den jungen Felix Neureuther.

Noemi Ristau (27/Ski alpin/SF/BG Marburg): 

Einzige blinde Athletin unter den Alpin-Startern. Gewann 2017 mit WM-Bronze im Slalom ihre erste internationale Medaille, nun folgt die Paralympics-Premiere. War früher Nationalspielerin im Blindenfußball.

Andrea Rothfuss (28/Ski alpin/VSG Mitteltal): 

Das Multitalent wurde 2004 deutsche Jugend-Meisterin im Para-Schwimmen, der Leichtathletik und im Skifahren. Bei drei Paralympics gewann sie schon acht Medaillen. 2014 war sie Fahnenträgerin bei der Eröffnungsfeier. Lebt in ihrer Studiums-WG in Innsbruck mit der österreichischen Monoskifahrerin und Schaffelhuber-Konkurrentin Claudia Lösch.

Anja Wicker (26/Ski nordisch/MTV Stuttgart): 

Die Studentin für Sportmanagement ist Fußball-Fan des VfB Stuttgart. 2014 überraschte sie bei ihrer Paralympics-Premiere mit Gold und Silber. Nach eigener Auskunft mag sie eigentlich gar keinen Winter und reist deshalb so oft wie möglich in die Sonne.

Verwendete Quellen:
  • dpa

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