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Tour de France 2012: Tony Martin steigt wohl aus

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Steigt Tony Martin aus?

09.07.2012, 14:48 Uhr | sid, t-online.de

Tour de France 2012: Tony Martin steigt wohl aus. Tony Martin ist mit einer Spezialschiene ums gebrochene linke Handgelenk unterwegs. (Quelle: imago)

Tony Martin ist mit einer Spezialschiene ums gebrochene linke Handgelenk unterwegs. (Quelle: imago)

Tony Martin wird die Tour de France nach dem heutigen Zeitfahren wohl verlassen. Grund ist der Kahnbeinbruch in der linken Hand, der Martin seit einer Woche zu schaffen macht. "Für Olympia ist es bis jetzt kein Problem. Es könnte aber zum Problem werden, wenn ich weitermache und die großen Berge mehr oder weniger nur im Sitzen fahre. Die Angst besteht, dass man im Rücken muskulär etwas kaputt macht", sagte der 27-Jährige nach dem ersten langen Zeitfahren der Tour 2012 in Besancon.

"Für mich ist die Frage, ob man nicht wirklich sagt, es wäre vielleicht doch besser für Olympia, auszusteigen. Aber wir halten es uns noch offen." Martin war auf der ersten Etappe nach Seraing früh gestürzt und hatte sich die Verletzung an der Hand zugezogen. Seitdem hatte sich der 27-Jährige unter Schmerzen durch die Tour gequält mit dem Ziel, den Kampf gegen die Uhr am Montag zu bestreiten.

Bei RadioShack regiert das Chaos

Aus dem Mini-Eklat vom Samstag hatte die Presseabteilung bei RadioShack-Nissan gelernt - und Andreas Klöden einen Tag später bei der Etappenanalyse der Tour de France gar nicht mehr erwähnt. Nach dem peinlich verlaufenen Abstecher auf die Planche des Belles Filles betrieb das Team anderntags mit dem Sprung an die Spitze der Teamwertung eigentlich Schadensbegrenzung. Doch den Namen Klöden, der als Kapitän in das Wochenende gestartet war, suchte man in dem Mannschafts-Kommuniqué vom Sonntag vergebens. Die vermeintliche Supertruppe wird immer mehr zum Chaoshaufen. "Rien ne va plus bei RadioShack", schrieb die "L'Équipe" am Montag.

Wiggins fährt in der Form seines Lebens

Der Spitzenreiter düpiert beim Zeitfahren die Konkurrenz.

Der Spitzenreiter düpiert beim Zeitfahren die Konkurrenz.


Ausgerechnet Routinier Klöden wurde nach einer cleveren ersten Woche, in der er den vielen folgenschweren Stürzen im Feld schadlos entging, zum großen Verlierer. Dass er sich neben den Tücken der schwierigen Etappen in den Vogesen und im Jura auch noch mit der Presse - in dem Fall jener des eigenen Rennstalls - anlegte, dürfte kaum geholfen haben. Ihm hatte nicht gefallen, dass ihm die eigenen Leute "schlechte Beine" attestiert hatten.

Klöden seit Jahren auf Kriegsfuß mit den Medien

Klöden und die Medien, das ist seit Jahren keine glückliche Liaison: Seit dem unrühmlichen Ende des T-Mobile-Teams und der Ermittlungen in der Freiburger Doping-Affäre meidet der zweimalige Tour-Zweite die meisten Journalisten wie der Teufel das Weihwasser. Weder sein Teammanager Johan Bruyneel, wegen seiner Verstrickung in die Doping-Affäre Armstrong nicht bei der Tour, noch Pressechef Philippe Maertens konnten ihn bislang zu moderaterem Vorgehen überreden.

Stattdessen äußert er sich bei Twitter - und dabei nicht selten ziemlich ungehalten zur Berichterstattung über ihn, über den Bund Deutscher Radfahrer und die deutschen Medien. Bei der offiziellen Präsentation des neuen RadioShack-Teams zu Jahresbeginn platzierte er vor sich ein kleines Fähnchen der EU, alle Teamkollegen waren durch die zu ihnen passende Nationalflagge zu erkennen. "Ich bin Europäer", sagte Klöden.

Der Tour-Ticker vom Vortag Zoff im Team von Andreas Klöden

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