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Tour de France: Viele Knochenbrüche bei vielen Stürzen

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Schwere Stürze bei Tour  

Profis fahren trotz Knochenbrüchen noch ins Ziel

12.07.2014, 11:34 Uhr | t-online.de, dpa, sid

Tour de France: Viele Knochenbrüche bei vielen Stürzen. Anschubhilfe: Trotz gebrochenen Oberschenkels setzte sich Mathias Frank noch einmal auf sein Rad und beendete die siebte Tour-Etappe. (Quelle: AP/dpa)

Anschubhilfe: Trotz gebrochenen Oberschenkels setzte sich Mathias Frank noch einmal auf sein Rad und beendete die siebte Tour-Etappe. (Quelle: AP/dpa)

Krack - und wieder war ein Knochen gebrochen. Die siebte Etappe der 101. Tour de France hat einige Opfer gefodert. Bei mehreren Stürzen während der 234,5 Kilometer langen Fahrt von Epernay nach Nancy gab es teils zahlreiche schwere Verletzungen bei Rennfahrern, für die die Frankreich-Rundfahrt vorzeitig beendet ist. Wie etwa für den Schweizer Hoffnungsträger Mathias Frank, der sich den linken Oberschenkel brach, die Etappe aber dennoch beendet hatte.

Der Eidgenosse war in den Massensturz rund 800 Meter vor dem Ziel verwickelt. Dabei war Frank heftig zu Boden gegangen. Nachdem ihm aber Helfer aus seinem IAM-Team wieder auf sein Rad gesetzt hatten, rollte der 27-Jährige - angeschoben von seinem Sportlichen Leiter im Team-Auto - noch über den Zielstrich. Danach wurde der Radprofi von seiner Rennmaschine und umgehend in einen Krankenwagen gehoben. Wenig später gab es die bittere Diagnose - Frank wird bereits am heutigen Samstag in Genf operiert, die Tour ist für nun gelaufen.

Paul Voss rast in Absperrgitter

Beim selben Crash hatte es auch Paul Voss schwer erwischt. Der deutsche Tour-Debütant war frontal in ein Absperrgitter gerast. Benommen lag der Profi aus dem deutschen NetApp-Endura-Team danach auf der Straße - er brach sich das Nasenbein und den kleinen Finger an der linken Hand. Voss passierte noch die Ziellinie, um anschließend zu genaueren Untersuchungen abtransportiert zu werden.

UMFRAGE
Bei der Tour de France quälen sich die verletzten Fahrer immer wieder ins Ziel, um eine Chance auf die Weiterfahrt zu haben. Ist diese "Tapferkeit" moralisch zu vertreten?

Trotz seiner Blessuren ist Voss zur achten Etappe (ab 15 Uhr im Live-Ticker von t-online.de) gestartet. "Er hat die Nacht gut überstanden, war schon wieder guter Dinge und wird weiterfahren", hatte Teamsprecher Stefan Flessner zuvor erklärt. Der 28 Jahre alte Rennfahrer sehe mit blauunterlaufenen Augen ein bisschen wie ein Boxer aus, meinte Flessner. "Aber trotz des Nasenbeinbruches bekommt er gut Luft".

Und seinen Humor hat der Tour-Neuling ebenfalls nicht verloren. "Der Tag danach. Ich fühle mich etwas steif, aber okay. Endlich sehe ich aus wie ein echter Mann", teilte Voss auf seiner Interseite mit und postete ein Bild von sich mit sich verbeultem Gesicht.

Auch ein Kolumbianer mit kaputtem Oberschenkel

Derweil ist für Darwin Atapuma die Tour definitiv beendet. Wie sein Rennstall BMC mitteilte, hat sich auch der Kolumbianer auf der siebten Etappe bei einem Sturz den linken Oberschenkel gebrochen - er gab das Rennen unter großen Schmerzen vorzeitig auf. "Wahrscheinlich wird er operiert werden müssen", sagte Teamarzt Max Texta.

In den Crash rund 16 Kilometer vor dem Ziel war auch sein BMC-Kapitän Tejay van Garderen verwickelt. Der US-Amerikaner kam aber mit Hautabschürfungen davon - wenn gleich er mit einem Rückstand von über einer Minute auf die übrigen Spitzenfahrer ins Ziel kam.

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Weniger Glück hatte der Niederländer Stef Clement, der bei einem Sturz aufs Knie gedonnert war. Mit schweren Prellungen und Wunden, die genäht werden mussten, stieg auch er während der siebten Etappe aus der Tour aus.

Knochenbrüche bei Froome

Unterdessen bestätigte Christopher Froome, dass auch er sich mehrere Knochenbrüche bei seinen diversen Stürzen zugezogen hat. Bei seinem Crash auf der vierten Etappe brach er sich das linke Handgelenk und zog sich auch einen Bruch in der rechten Hand zu. Dennoch startete er noch einmal.

"Die Untersuchungen haben mehrere kleinere Brüche aufgezeigt. Chris war während der ganzen Geschichte extrem tapfer und hat sich seinen Ausstieg wahrlich nicht leicht gemacht", sagte Sky-Teamarzt Alan Farrell. Nach weiteren Sturz auf dem fünften Tagesabschnitt war die Moral beim Briten dann aber dahin - Froome stieg aus.

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