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Olympia 2016: Radprofi Greg van Avermaet gewinnt das Straßenrennen von Rio

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Olympia 2016  

Van Avermaet holt Gold - Geschkes Mut nicht belohnt

06.08.2016, 20:59 Uhr | t-online.de, sid

Olympia 2016: Radprofi Greg van Avermaet gewinnt das Straßenrennen von Rio. Jubelnder Belgier: Radprofi Greg Van Avermaet hat sich Gold im Straßenrennen geholt. (Quelle: Reuters)

Jubelnder Belgier: Radprofi Greg Van Avermaet hat sich Gold im Straßenrennen geholt. (Quelle: Reuters)

Der Belgier Greg van Avermaet hat als erster Belgier seit 64 Jahren das Straßenrennen bei Olympia 2016 gewonnen. Der 31 Jahre alte Radprofi aus Lokeren setzte sich nach 237,5 Kilometer in 6:10:05 Stunden im Sprint vor vor dem Dänen Jakob Fuglsang durch. Bronze ging an Rafal Majka aus Polen. Letzter und bisher einziger Olympiasieger für das Radsport verrückte Belgien war André Noyelle 1952 in Helsinki.

Van Avermaet, der bei Tour de France im Juli eine Etappe gewonnen und das Gelbe Trikot getragen hatte, profitierte auch von einem Sturz zwölf Kilometer vor dem Ziel: Auf der Abfahrt von der Vista Chinesa kamen Vincenzo Nibali (Italien), Tour-Sieger von 2014, und Sergio Henao (Kolumbien) zu Fall, die mit Majka vorn gelegen waren. Auch Klassefahrer wie der Brite Geraint Thomas oder Richie Porte aus Australien landeten im Graben, Tour-Sieger Christopher Froome (Großbritannien) spielte keine große Rolle.

Geschke geht in die Offensive

Simon Geschke verkaufte sich gut, fuhr sehr offensiv, hatte aber letztlich mit dem Ausgang nichts zu tun. Sein Mut wurde aber nicht belohnt. Als letzter deutscher Trumpf blieb Youngster Emanuel Buchmann, der den Favoriten um Froome aber am Ende nicht mehr folgen konnte. So blieb letztlich der 14. Rang.

"Ich habe mich sehr stark gefühlt und konnte immer mitgehen. Nur am Schluss hat meine Kraft leider nicht mehr gereicht. Mit dem Ergebnis bin ich aber voll zufrieden", sagte Buchmann. Tony Martin und Bahnsprinter Maximilian Levy stiegen wie erwartet vorzeitig vom Rad.

Das Streckenführung vor malerischer Kulisse vorbei an Urwald, Traumstränden und glitzerndem Meer, aber auch entlang einfacher Häuschen glich einer Bergetappe bei der Tour mit Passagen aus Frühjahrsklassikern. Dazu war sie auch technisch äußerst herausfordernd. Aus diesen Gründen waren Top-Sprinter wie Marcel Kittel oder André Greipel nicht dabei.

Martin bereitet Attacke vor

Schon beim ersten von zwei knüppelharten Aufstiegen zur Vista Chinesa (max. Steigung: 20 Prozent) weit vor dem Ziel flog das verbliebene Peloton regelrecht auseinander. Um die Ausreißergruppe mit Geschke, die sich bereits nach wenigen Kilometern gebildet hatte, war es da geschehen.

Animiert hatte das Rennen zuerst die deutsche Mannschaft. Zeitfahr-Spezialist Martin zog früh das Tempo im Feld an und bereitete so für Geschke eine Attacke vor. Der Tour-Etappensieger trat bei Kilometer 15 kraftvoll an und initiierte eine starke Ausreißergruppe mit Geschke. Diese erarbeitete einen Maximalvorsprung von etwa sieben Minuten, 70 km vor dem Ziel war aber Schluss.

Hitze und Kurs fordern Tribut

Im Feld hatte Großbritannien für Froome den Großteil der Nachführarbeit übernommen, doch wie erwartet wurde das Rennen schon weit vor dem Ziel unberechenbar. Hitze und Kurs forderten Tribut. Der kurze Kopfsteinpflasterabschnitt führte immer wieder zu Löchern im Peloton.

Martin stieg nach 120 Kilometer mit Rücksicht auf das Zeitfahren am Mittwoch aus. Bahnradsprinter Levy beendete seinen ungewöhnlichen Auftritt nach 33 Kilometern. Der Berliner, der nominiert wurde, um ihm einen Start in den Einzeldisziplinen auf der Bahn zu ermöglichen, genoss sein kleines, "aufregendes" Abenteuer.

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