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Tour de France: Stars loben Kletterspezialist Buchmann

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Seine Welt sind die Berge  

Tour-Stars loben Kletter-Spezialist Buchmann

09.07.2017, 12:01 Uhr | dpa

Tour de France: Stars loben Kletterspezialist Buchmann. Abgekämpft nach Etappe 5: Buchmann bei der Ankunft in La Planche des Belles Filles. (Quelle: imago/Sirotti)

Abgekämpft nach Etappe 5: Buchmann bei der Ankunft in La Planche des Belles Filles. (Quelle: Sirotti/imago)

Zwischen den Kraftpaketen Marcel Kittel oder André Greipel wirkt Emanuel Buchmann irgendwie verloren. Nein – die Flachetappen der Tour de France sind nicht wirklich die Welt des schmächtigen Radprofis aus Ravensburg.

Wenn die Sprintstars die Ellbogen ausfahren und es mitunter heftig krachen lassen, hält sich Buchmann lieber zurück. Ausrichten könnte er gegen die Wucht eh nichts. 61 Kilogramm bei einer Größe von 1,81 Metern bringt er gerade einmal auf die Waage, kein Gramm Fett hat er auf den Rippen, seine Oberschenkel könnten auch als Oberarme bei den Sprintern durchgehen.

Buchmann schnuppert an Gelb

Buchmanns Welt sind die Berge, das hat er bei der achten Etappe zur Station des Rousses bewiesen. Buchmann war bester deutscher Fahrer, kam als 14. an der Seite von Froome mit 50 Sekunden Rückstand auf Calmejane ins Ziel. Buchmann war zunächst Teil einer Ausreißergruppe und fuhr zwischenzeitlich sogar im virtuellen Gelben Trikot, wurde dann aber von den Klassementfavoriten um Froome gestellt.

"Es war richtig schwer, aber ich habe leider den Sprung nach ganz vorne verpasst", sagte Buchmann der ARD. Über die Gelb-Chance dachte er nicht ernsthaft nach: "Es ging erstmal ums Tagesergebnis."

Heute läuft die Etappe nach Chambery mit drei Bergen der höchsten Kategorie. Einige der Rampen sind dem 24-Jährigen noch vom Critérium du Dauphiné in Erinnerung. Bei der Tour-Generalprobe im Juni hatte Buchmann einen nachhaltigen Eindruck hinterlassen, als er das Weiße Trikot des besten Jungprofis geholt hatte und auf der Schlussetappe sogar Toursieger Chris Froome und Richie Porte am Berg davon gefahren war.

Leistungen, die in der Weltspitze längst registriert wurden. "Porte ist vorbeigekommen und hat mich gelobt", berichtet Buchmann von der gesteigerten Wertschätzung der Tour-Mitfavoriten. Der Youngster ist längst kein Unbekannter mehr in der Szene. Und in absehbarer Zeit will sich der beste deutsche Rundfahrer auch mit den ganz Großen bei der Frankreich-Rundfahrt messen. "Mein Ziel ist, mal unter die besten Zehn bei der Tour zu fahren", sagt der eher zurückhaltende Buchmann.

Teamchef Denk erinnert an Ullrich und Riis

Im vergangenen Jahr hatte er bei seiner zweiten Tour-Teilnahme bereits einen achtbaren 21. Platz belegt, in diesem Jahr ist für das Leichtgewicht des Bora-hansgrohe-Teams dagegen die Helferrolle für den Polen Rafal Majka vorgesehen. "Er ist nicht degradiert worden. Jan Ullrich ist auch mal für Bjarne Riis gefahren und Zweiter geworden", sagt Teamchef Ralph Denk und Buchmann betont: "Ich werde Rafa helfen, aber man weiß nie, was im Rennen passiert."

Buchmann bekommt seine Freiheiten, der Kampf um das Weiße Trikot des besten Nachwuchsfahrers ist ausdrücklich nicht verboten. Aktuell liegt der deutsche Meister von 2015 auf dem 14. Platz, ganze 46 Sekunden fehlen ihm zum derzeit besten Youngster Simon Yates. Das Weiße Trikot sei kein unrealistischer Traum, betont Denk.

Der Teamchef hat den Leistungssprung seines Juwels natürlich registriert. "Bei der Dauphiné war das ein starker Auftritt von ihm. Wenn er weiter so gewissenhaft arbeitet, kann da noch einiges kommen", fügt Denk hinzu. Buchmann hat sich dabei nicht nur am Berg gesteigert, sondern auch im Zeitfahren – dank Spezialtraining im Winter – stark verbessert. So hat er beim Auftakt in Düsseldorf weitaus weniger Zeit liegen gelassen als manch ein Favorit.

Noch ganz entspannt: Emanuel Buchmann beim Tour-Auftakt in Düsseldorf. (Quelle: dpa/Daniel Karmann)Noch ganz entspannt: Emanuel Buchmann beim Tour-Auftakt in Düsseldorf. (Quelle: Daniel Karmann/dpa)

Bora-Boss bremst Erwartungen

Die ewigen Vergleiche mit Ullrich werden im Bora-Team abgelehnt. Ullrich sei ein Jahrhundert-Talent gewesen, meint Sportdirektor Enrico Poitschke, wohlwissend, dass die Erwartungshaltung ohnehin schon stark gestiegen ist. Schließlich sehnt sich Radsport-Deutschland nach einem starken Rundfahrer.

Im Gegensatz zum großen Reservoir an Topsprintern wie Kittel, Greipel oder John Degenkolb ist seit dem unrühmlichen Abschied von Ullrich und Andreas Klöden kein Mann für das Gesamtklassement mehr nachgekommen. "Vielleicht hören viele Bergfahrer zu früh auf", mutmaßt Buchmann. Ihm dürfte es egal sein, für seinen Marktwert ist dies nur von Vorteil.

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