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Biathlon-WM 2015: Das deutsche Aufgebot für die WM in Kontiolahti

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Biathlon  

Das deutsche Aufgebot für die Biathlon-WM

02.03.2015, 08:16 Uhr | dpa

Biathlon-WM 2015: Das deutsche Aufgebot für die WM in Kontiolahti. Laura Dahlmeier gilt als größte Hoffnung im deutschen Team.

Laura Dahlmeier gilt als größte Hoffnung im deutschen Team. Foto: Filip Singer. (Quelle: dpa)

Kontiolahti (dpa) - Fünf Frauen und sechs Männer kämpfen bei der Biathlon-Weltmeisterschaft vom 5. bis 15. März im finnischen Kontiolahti für das deutsche Team um die Medaillen.

Bei der vergangenen WM 2013 im tschechischen Nove Mesto standen die Deutschen nur zweimal auf dem Podest. Die Männer-Staffel holte Bronze, die mittlerweile zurückgetretene Andrea Henkel Silber im Einzel. Es war das schlechteste Abschneiden deutscher Athleten, seit es 1989 gemeinsame Weltmeisterschaften von Damen und Herren gibt.

Die Deutsche Presse-Agentur stellt das elfköpfige Team des Deutschen Skiverbandes (DSV) vor:

LAURA DAHLMEIER: Die dreimalige Junioren-Weltmeisterin kam bei der WM 2013 über Nacht ins Rampenlicht, als sie ohne Weltcupstart für die Staffel nominiert wurde. Blieb ohne Schießfehler und ist seitdem im A-Kader. Nach einem Kletterunfall und einer Fußverletzung musste die 21-Jährige in der Vorbereitung zwei Monate pausieren. Dennoch holte sie im Sprint von Nove Mesto ihren ersten Sieg, dazu kamen drei weitere Podestplätze. Wegen ihrer Kaltschnäuzigkeit beim Schießen als Staffel-Schlussläuferin gesetzt. Die wohl größte Hoffnung im Team.

FRANZISKA HILDEBRAND: Mit 27 Jahren die Älteste im Team. Sie ist ein Sinnbild für das deutsche Frauen-Biathlon: Mit Akribie und Ehrgeiz in die Weltspitze. Wegen ihrer Laufschwäche wurde sie 2013 aussortiert, kämpfte sich aber mit großem Willen zurück ins A-Team. "Hildi" läuft als Fünfte im Gesamtweltcup ihre beste Saison. Als Zweite im Sprint von Nove Mesto schaffte sie ihren ersten Podestplatz. Im Einzel hat die schon immer sichere Schützin wohl ihre beste Chance auf eine Medaille. Für die Staffel an Position zwei gesetzt.

VANESSA HINZ: Die Überraschung im Team - von einer Wackel-Schützin zur Top-Ten-Läuferin. Bis zum Winter 2011/2012 war die Athletin vom SC Schliersee noch Langläuferin, dann probierte sie Biathlon. Gleich in ihrem ersten Biathlon-Winter holte sie bei der Junioren-WM mit Laura Dahlmeier und Franziska Preuß Staffel-Gold. Seit Rang sechs im Sprint von Hochfilzen voller Selbstbewusstsein. Ihre bisher beste Weltcupplatzierung holte die 22-Jährige mit Platz vier in der Verfolgung von Nove Mesto. Für die Staffel an Position drei gesetzt.

LUISE KUMMER: Die 21-Jährige kam im Alter von neun Jahren zum Biathlon, als ihre Freundin sie zu einem Probetraining mitnahm. Für sie ist die WM-Nominierung ein absolutes Highlight, da ihr erstes Weltcup-Jahr eine Saison zum Lernen ist. Die starke Schützin kann auf der Strecke noch nicht mit den Weltbesten mithalten, das erwartet aber auch niemand. Die zweimalige Junioren-Weltmeisterin strickt wie viele Skijägerinnen gerne. Ob und in welchem Rennen sie einen Einsatz bekommt, bleibt abzuwarten.

FRANZISKA PREUß: Erhielt zum 15. Geburtstag von ihren Eltern einen Gutschein für das Biathlon-Camp von Fritz Fischer. Sie gewann bei den 1. Olympischen Jugend-Winterspielen 2012 dreimal Gold und einmal Silber. Mit Platz zwei im Massenstart von Ruhpolding gelang der Bayerin ihr erstes Weltcup-Podium. Die 20-Jährige machte damit das olympische Staffel-Drama von Sotschi mit Sturz, Stockbruch und Rang elf vergessen. Vor allem nervenstark am Schießstand, insgesamt hat sie großes Potenzial. In der Staffel als Startläuferin unverzichtbar.

ANDREAS BIRNBACHER: Der 33-Jährige ist der Älteste im Team und als Einziger verheiratet und Familienvater. Der in den vergangenen Jahren beste Deutsche musste sich nach der enttäuschenden Olympia-Saison erstmals seit langem für das A-Team qualifizieren. Nach Stotterstart sprintete er als Dritter in Hochfilzen zur WM-Norm, dann fehlte die Konstanz. Zuletzt mit Platz vier im Sprint von Oslo aber wieder mit Formanstieg. Für eine Medaille muss alles passen. Am stärksten im Massenstart. Kämpft mit Daniel Böhm um den Staffeleinsatz.

DANIEL BÖHM: Der 28-Jährige kann ähnlich analytisch reden wie sein Oberhofer WG-Kumpel Arnd Peiffer, tritt aber wegen den bisher noch fehlenden Podestplätzen in den Einzel-Disziplinen nicht so in Erscheinung. Er ist mit 89 Prozent Trefferleistung neben Schempp der beste deutsche Schütze, beim Laufen aber nicht auf dem absoluten Top-Niveau. Größter Erfolg war das Staffel-Silber bei den Olympischen Winterspielen in Sotschi. Für den zweiten Startplatz in der Staffel wird er sich mit Andreas Birnbacher auseinandersetzen müssen.

BENEDIKT DOLL: Für den 24-Jährigen ist es die erste WM. Der Abiturient (Note 1,7) hat akribisch an seiner Schießschwäche gearbeitet, kämpft bis zum Umfallen, ist sehr reflektiert. Kam erst beim dritten Weltcup in Oberhof ins Team und schaffte sofort die WM-Norm. Ist seit 2012 in der Trainingsgruppe von Bundestrainer Mark Kirchner und entwickelte sich seitdem stetig weiter. Er kocht gerne, sein Lieblingsgericht nach einem Erfolg ist Rehrücken mit Spätzle, Rotkohl und Maronen.

ERIK LESSER: Der Olympia-Zweite im Einzel fährt nach eigener Aussage ohne große Erwartungen zur WM. Er packte zwar gleich im ersten Saisonrennen die WM-Norm, danach hakte es aber immer wieder. Tiefpunkt war der total missglückte Massenstart in Pokljuka, wo der 26-Jährige mit neun Schießfehlern Letzter wurde. Abschreiben sollte man ihn aber nicht. Vor allem im schießlastigen Einzel kann er an einem perfekten Tag für eine Überraschung sorgen. Ist für die Staffel als Startläufer gesetzt.

ARND PEIFFER: Der notorische Spätstarter im deutschen Team. In dieser Saison dauerte es auch extrem lange bis zur Top-Form. Entweder passte es beim Schießen oder beim Laufen, aber selten zusammen. Ließ aber mit dem Sprint-Sieg bei der WM-Generalprobe in Oslo aufhorchen. Der Sprint-Weltmeister von 2011 ist für die Staffel auf Platz drei gesetzt. Beste Chancen hat der eloquente Harzer im Sprint, seinem Lieblingsrennen. Da gelangen ihm sechs seiner sieben Weltcupsiege. Würde gerne mal mit Kanzlerin Angela Merkel Abendessen.

SIMON SCHEMPP: Der Uhinger ist in der Form seines Lebens. Bisher gelangen ihm drei Saisonsiege und drei zweite Plätze. Im Gesamtweltcup Zweiter hinter dem Franzosen Martin Fourcade. Auch den Makel, im Zielsprint immer zu verlieren, legte er in beeindruckender Manier ab. Ein kompletter Biathlet, der beide Teildisziplinen perfekt beschert. Als Schlussläufer der olympischen Silber-Staffel gesetzt. Geht mit Medaillenchancen in allen Rennen an den Start. Der große James-Bond-Fan würde gerne mal mit Sean Connery etwas trinken.

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