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Maria Höfl-Riesch im Interview: Rebensburg hat Chancen auf Gesamtweltcup

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Ski-Legende im Interview  

Höfl-Riesch rechnet mit Alpin-Damen ab – sie lobt nur eine

08.11.2017, 12:07 Uhr | Tobias Ruf, t-online.de

Maria Höfl-Riesch im Interview: Rebensburg hat Chancen auf Gesamtweltcup. Maria Höfl-Riesch traut Viktoria Rebensburg eine erfolgreiche Saison zu. (Quelle: dpa/Rene Ruprecht)

Maria Höfl-Riesch traut Viktoria Rebensburg eine erfolgreiche Saison zu. (Quelle: Rene Ruprecht/dpa)

Mit dem Weltcup im finnischen Levi nimmt am Wochenende der alpine Ski-Winter 2017/18 so richtig Fahrt auf. Im Interview mit t-online.de erklärt Olympiasiegerin und Weltmeisterin Maria Höfl-Riesch, warum sich die deutschen Ski-Fans berechtigte Hoffnungen auf den ersten Gesamtweltcup-Sieg seit 2011 machen dürfen, wann der günstigste Zeitpunkt für Felix Neureuthers Karriereende wäre und was innerhalb des deutschen Ski-Teams in den letzten Jahren schiefgelaufen ist.

Ein Interview von Tobias Ruf 

t-online.de: Frau Höfl-Riesch, was bedeutet der Auftaktsieg von Viktoria Rebensburg für ihren weiteren Saisonverlauf?

Maria Höfl-Riesch (32): Ein Sieg im ersten Rennen gibt wahnsinnig viel Selbstvertrauen. Wenn man auf so einem schwierigen Hang gewinnt, zeigt das zudem, dass man absolut konkurrenzfähig ist und im Sommer gut gearbeitet hat. Das kann für die gesamte Saison ein ganz wichtiger Impuls sein.

Wächst sie damit auch automatisch in die Führungsrolle innerhalb des deutschen Teams hinein?

Sportlich ist sie ohnehin schon die unumstrittene Leaderin. Schön wäre, wenn sie diese Strahlkraft noch etwas mehr über den Sport hinaus entwickeln könnte, das würde dem Team und dem deutschen Skisport guttun.

Hat sie eine Chance auf den Sieg im Gesamtweltcup?

Absolut. Die Konstellation in dieser Saison ist günstig. Einige Favoritinnen im Kampf um die große Kugel kommen gerade von Verletzungen zurück und legen ihren Fokus wohl eher auf die zweite Saisonhälfte. Vicky hat auf jeden Fall super Chancen. Dafür muss sie aber in drei Disziplinen ganz vorne mitfahren, das ist klar.

Maria Höfl-Riesch gewann bei den Olympischen Spielen 2014 in Sotschi Silber im Super-G und Gold in der Super Kombination. (Quelle: dpa/Christian Charisius)Maria Höfl-Riesch gewann bei den Olympischen Spielen 2014 in Sotschi Silber im Super-G und Gold in der Super Kombination. (Quelle: Christian Charisius/dpa)

Wie beurteilen Sie die Lage im restlichen deutschen Damen-Team?

Vickys Sieg in Sölden war ein starkes Signal, jetzt muss man erst mal abwarten. Nach ihr klafft allerdings eine Lücke. Das hat sich aber bereits zum Ende meiner aktiven Zeit angedeutet. Viktoria und ich haben in den Speed-Disziplinen die Kohlen aus dem Feuer holen müssen, in den technischen Disziplinen sah es nicht viel besser aus.

Welche Gründe hat das aus Ihrer Sicht?

Die Situation innerhalb des Teams war ohnehin schon nicht einfach, und dann wurden auch noch die Strukturen komplett auf den Kopf gestellt. So manchen Trainerwechsel konnte ich nicht nachvollziehen. Genauso wenig, dass man die handelnden Personen dann drei Jahre im Amt ließ, obwohl die sportliche Bilanz sehr überschaubar war. Ich hoffe, dass mit dem neuen Damen-Trainer Jürgen Graller ein erster Impuls in die richtige Richtung gesetzt wurde. Aber man muss fairerweise auch sagen, dass dafür nicht nur die Strukturen, sondern auch die Aktiven verantwortlich sind.

Wie meinen Sie das genau?

Das sportliche Potenzial ist vorhanden, aber die Mädels müssen es auch abrufen. Mir fehlt da an vielen Stellen einfach der letzte sportliche Biss. Die Frustrationstoleranz ist niedrig, aber Rückschläge und Kritik gehören im Leistungssport eben dazu.

Maria Höfl-Riesch ist eine der erfolgreichsten deutschen Skifahrerinnen aller Zeiten. Die 32-Jährige gewann in ihrer aktiven Laufbahn drei olympische Goldmedaillen, zwei WM-Titel und holte sich 2011 den Gesamtweltcup. 2014 beendete Höfl-Riesch ihre Karriere. Als TV-Expertin für die ARD ist sie noch immer nah am Skizirkus. Zudem hat sie ein eigenes Fitnessprogramm entwickelt und ist ehrenamtlich für die "Laureus Sport for Good"-Stiftung tätig, die sozial benachteiligte Kinder und Jugendliche fördert.

Wie sieht es bei den Herren aus?

Deutlich besser. Mit Linus Straßer, Stefan Luitz, Josef Ferstl, Andreas Sander und Thomas Dreßen haben wir viele schnelle Leute in der Hinterhand. Fritz Dopfer ist zwar nach seinem Beinbruch wieder zurück, er wird aber sicher noch etwas Zeit brauchen, bis er seine volle Leistungsstärke abrufen kann. Und dann ist da natürlich noch der Leader des Teams, Felix Neureuther.

Was erhoffen Sie sich von ihm in dieser Saison?

Ich glaube, dass er eine richtig gute Saison fahren kann. Die Sommervorbereitung lief nach seinen Aussagen sehr gut, die sportliche Qualität bringt er ohnehin mit. Mit Felix ist zu rechnen.

Können Sie sich vorstellen, dass er im Falle einer Olympia-Medaille seine Karriere beenden wird?

Eine Olympiamedaille ist sein letztes großes Ziel. Wenn er dieses erreicht, könnte ich mir schon vorstellen, dass er seine Karriere beendet. Das wäre auch der ideale Zeitpunkt, ich spreche da aus Erfahrung (lacht).

Halten Sie einen Olympia-Boykott von Neureuther aus Sicherheitsgründen für möglich?

Das kann ich nicht beurteilen, jeder muss das für sich entscheiden. Ich bin der Überzeugung, dass die Spiele ohnehin abgesagt werden, sollte die Sicherheitslage bedenklich sein.

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