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"Tatort"-Kritik: "Das Recht, sich zu sorgen" war enttäuschend und verwirrend

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"Tatort: Das Recht, sich zu sorgen"  

Kopflose Durchschnittsware aus Franken

23.05.2016, 15:42 Uhr | Lars Schmidt, t-online.de

"Tatort"-Kritik: "Das Recht, sich zu sorgen" war enttäuschend und verwirrend. Der Schädel passt nicht zum Rest der Skeletts. Szene aus dem "Tatort: Das Recht, sich zu sorgen".  (Quelle: BR/Claussen+Putz Filmproduktion GmbH/Hagen Keller)

Der Schädel passt nicht zum Rest der Skeletts. Szene aus dem "Tatort: Das Recht, sich zu sorgen". (Quelle: BR/Claussen+Putz Filmproduktion GmbH/Hagen Keller)

Es war ein ambitionierter "Tatort", aber am Ende blieb dann doch nur Durchschnittsware. "Das Recht, sich zu sorgen" beinhaltete gleich drei Fälle und die spannende Frage, gehören die alle zusammen? Nein, wie sich schon bald herausstellte. 

Die Wirtin eines Gasthauses wird ermordet aufgefunden. In der Skelettsammlung der Uni Würzburg passt ein Schädel nicht zum Rest der Knochen. Und vor dem Polizeirevier in Nürnberg zeltet eine Frau, die ihren vermissten Sohn sucht. Das war die Ausgangsposition für das fränkische Team um Paula Ringelhahn (Dagmar Manzel) und Felix Voss (Fabian Hinrichs). 

Nichts passte zusammen 

Irgendwie wollte in diesem Fall gar nichts zueinander passen. So wie der Schädel zum Skelett am Anatomischen Institut - dem eigentlichen Dreh- und Angelpunkt dieses Krimis.

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Recht schnell war die Familientragödie im Wirtshaus tief im Wald aufgeklärt, und der anfangs noch gesuchte Täter - es war der Ehemann - stellte sich. Und auch der lose Kopf bereitete nur den Film-Kommissaren Kopfschmerzen. Spätestens als die Ermittler undercover in der Anatomie schnüffelten war klar, dass sich der Präparator Lando (Jan Krauter) schwer verdächtigt machte. 

Mazeration - wieder was gelernt

Gehörte der Schädel dem vermissten Sohn der Frau vor dem Polizeirevier? Hatte der Präparator dessen Leiche mazeriert, also die Weichteile in einem Laugenbad entfernt und die Knochen, bis auf den Schädel, entsorgt, um den Tod zu vertuschen?

Nicht ganz. Denn da war ja auch noch die polnische Putzfrau, deren kleine Tochter immer nach ihrem Vater fragte. Gehörte der Schädel gar ihm?

Wer vor dem Fernseher soweit mitkombiniert hatte, war der Lösung des Falls näher als die Kommissare. Die ließ das Drehbuch noch ein paar Irrungen und Wirrungen durchlaufen, bis sie den arg konstruierten Fall abschließen konnten. Aber immerhin wissen jetzt alle, was eine Mazeration ist.

Finstere Bilder aus Franken

Und daran krankte der ganze "Tatort", der im Prinzip Geschichten für zwei Filme hatte. Die Familientragödie im finsteren Wirtshaus. Und eben das fast perfekte Verbrechen im Anatomischen Institut.

Obwohl die verschiedenen Handlungen Spannung hätten generieren können, blieb diese aus. Vieles war einfach zu vorhersehbar. Angenehm waren die ruhige Erzählweise und die zum Teil nachdenklichen Dialoge. Gewöhnungsbedürftig waren die überwiegend dunklen Bilder. Ob im düster-muffigen Gasthaus, den finsteren und tiefen Wäldern, den mit dunklem Holz vertäfelten Polizeibüros oder in den vergilbten Kachelräumen der Anatomie - stets drang nur ganz spärliches Licht in die Szenerie.

Vorhersehbares Ende

Am Ende kam es dann wirklich fast so, wie man es vorausgeahnt hatte. Die Putzfrau hatte ihren Mann getötet, der Präparator die Leiche aufgelöst. Der Schädel musste erhalten bleiben, damit die Tochter des Toten später dessen Vermögen erben kann. Und - nein - der Tote war nicht der Sohn der Frau vom Polizeirevier. Die wurde einfach als geistig verwirrt dargestellt und hatte in Wirklichkeit nie einen Sohn. So einfach kann man eine anfangs gute Story kaputt machen. 

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