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Alexa Maria Surholt: Ich bin die beliebteste böse Figur im TV

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Sie spielt Sarah Marquardt in "In aller Freundschaft"  

Alexa Maria Surholt: Ich bin die beliebteste böse Figur im deutschen Fernsehen

27.06.2016, 15:04 Uhr | dpa, t-online.de

Alexa Maria Surholt: Ich bin die beliebteste böse Figur im TV. Alexa Maria Suhrholt spielt seit 17 Jahren die Krankenhaus-Chefin Sarah Marquardt in der ARD-Serie "In aller Freundschaft". (Quelle: dpa)

Alexa Maria Suhrholt spielt seit 17 Jahren die Krankenhaus-Chefin Sarah Marquardt in der ARD-Serie "In aller Freundschaft". (Quelle: dpa)

In der ARD-Serie "In aller Freundschaft" spielt sie die unsympathische Klinik-Chefin Sarah Marquardt - und das mit Leib und Seele. Seit der ersten Klappe ist Alexa Maria Surholt dabei, also stattliche 17 Jahre. Sie selbst meint, sie sei über die Jahre zur beliebtesten "bösen" Figur im deutschen Fernsehen geworden. 

Jede Woche schaltet ein Millionenpublikum ein, wenn die Ärzte, Schwestern und Pfleger der Leipziger Sachsenklinik mit Engelsgeduld, großer Empathie und Fürsorge ihre zahlreichen Patienten versorgen. Nur Sarah Marquardt, Direktorin der Klinik, mag sich nicht recht in diese Harmonie einfügen, sondern tritt oft barsch und unterkühlt auf. Oder, wie es der ausführende Sender MDR beschreibt: "Sie macht seit der allerersten Folge der Belegschaft der Sachsenklinik das Leben schwer."

Surholt stellt klar: Eine "Zicke" ist Sarah Marquardt nicht

Schauspielerin Alexa Maria Surholt hat keinerlei Probleme damit, dass ihr in ihrer Rolle nicht nur reine Sympathie entgegenschlägt. "Ich habe keine Schwierigkeiten mit der Figur. Ich liebe sie", sagt sie der dpa. Was Surholt allerdings nicht leiden kann: Wenn Sarah Marquardt als "Zicke" eingeordnet wird. "Sie steht mit beiden Beinen im Leben, sie hat eine Führungsposition inne, sie ist Mutter - die Zuschreibung der Zicke erscheint mir da geradezu altmodisch. Auch unter feministischen Gesichtspunkten finde ich das nicht gut."  

Eigentlich wollte Surholt eine Ärztin spielen

Dass sie einmal in der Rolle der Chefin enden würde, war am Anfang übrigens noch nicht klar. Eigentlich wollte Surholt eine Ärztin spielen. Dann kam der Anruf, ob sie auch die Direktorin geben würde. "Die Figur hat sich sehr schnell als für mich viel spannender rausgestellt", so Surholt. "Wir Schauspieler sagen: Eine Rolle hat Fleisch. Und das ist bei Sarah Marquardt so."

Und die TV-Figur ist der Darstellerin inzwischen derart in Fleisch und Blut übergegangen, dass man sie häufig mit der Rolle identifiziert. "Ich wundere mich, wo die Leute mich überall erkennen. Letztens erst in Botswana, auf einem Einbaum", erzählt sie. Die deutschen Touristen im Nachbarboot seien sehr erfreut gewesen.

Krebstod von Hendrikje Fitz "immer noch schlimm"

Die 48-Jährige glaubt, dass der Spaß, den ihr das Drehen der Serie immer noch macht, vor allen Dingen an dem guten Team liegt, mit dem sie nun schon so lange zusammenarbeitet. "Tolle Kollegen, wunderbare Regisseure, tolle Stimmung", schwärmt sie. Einer der traurigsten Momente sei für das Ensemble vor wenigen Monaten der Krebstod von Hendrikje Fitz (Pia Heilmann) gewesen. Wenn sie darüber spricht, wirkt Surholt tief betroffen. "Das ist einfach immer noch schlimm", sagt sie mit gesenkter Stimme.

Für zwei bis zwölf Drehtage im Monat kommt Surholt für "IaF" nach Leipzig. Dann wohnt sie im Hotel, ihre Familie ("Ganz nebenbei bin ich auch noch Ehefrau und Mutter") lebt in Berlin. Die Stadt Leipzig liebe sie für ihre Lebendigkeit und das große kulturelle Angebot. Aber ein Umzug sei nie infrage gekommen. "Nee, ick bin Berliner", sagt die gebürtige Fränkin. "Ich kann ja auch nicht überall dorthin ziehen, wo ich mal drehe. Außerdem ist das ein Gesetz der Schauspieler: Man lebt nie da, wo man arbeitet."

Auch nach 17 Jahren Serie kein Ende in Sicht

Auch nach mehr als 730 Folgen ist laut MDR für "In aller Freundschaft" kein Ende in Sicht. Ob sie sich vorstellen kann, noch weitere zehn Jahre die Sarah Marquardt zu geben? Alexa Maria Surholt überlegt nicht lange: "Ja, warum nicht? Ich kann mir nicht vorstellen, früher auszusteigen, als dass hier die Segel gestrichen werden."

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