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Der Börsengang von Ferrari

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Börsengang - so schön ist Ferrari

21.10.2015, 15:26 Uhr | wanted.de / ampnet

Der Börsengang von Ferrari. Ferrari 488 GTB: Rasant auf der Straße und vielleicht bald an der Börse. (Quelle: Hersteller)

Ferrari 488 GTB: Rasant auf der Straße und vielleicht bald an der Börse. (Quelle: Hersteller)

Die Börse bebt – Ferrari rollt aufs Parkett. Mit der Automobil-Ikone finden Anleger auf dem Kurszettel künftig eine ganz besonders rasante Aktie. wanted.de nutzt den Börsengang zu einem Blick zurück in die Historie und auf die schönsten Autos aus Maranello.

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Fiat Chrysler Automobiles nutzt die Gunst der Stunde und verkauft einen Teil von Ferrari am Aktienmarkt. Das Umfeld für Börsengänge ist günstig wie lange nicht mehr. Die Börse haussiert, denn die Notenbanken fluten den Markt mit aus dem Nichts geschaffenem frischen Geld. Federal Reserve, Europäische Zentralbank und Co. wollen die Konjunktur durch niedrige Zinsen und den Aufkauf von Staatsanleihen ankurbeln. Da sind Sachwerte gefragt – und neben Traumautos wie Ferrari sind das eben auch Aktien.

Fiat nutzt mit Ferrari die Hausse

Fiat-Chrysler-Boss Sergio Marchionne hatte jüngst versichert, Ferrari werde auch weiterhin im italienischen Maranello Italien produzieren und Steuern bezahlen, auch wenn die neue Gesellschaft in den Niederlanden angesiedelt und der Sitz der neuen Gesellschaft in London sein werde. Fiat Chrysler Automobiles (FCA) hatte den Börsengang schon 2014 angekündigt. Er ist Teil eines Investitionsprogramms in Höhe von 61 Milliarden US-Dollar.

Laut "Bloomberg News" schätzte Marchionne den Wert von Ferrari auf elf Milliarden US-Dollar oder mehr. Beim Börsengang sollen zehn Prozent frei gehandelt und 80 Prozent den bisherigen FCA-Anteilseignern verschenkt werden. Das Kalkül: Wer Ferrari will, muss die Fiat-Aktie kaufen. Zehn Prozent von Ferrari sollten an Piero Lardi Ferrari, einem Sohn des Firmengründers übergehen.

Tatsächlich wirkt der Mythos Ferrari auch an der Börse, die Fiat-Aktie zog schon nach der ersten Bekanntgabe des Ferrari-Deals an. Das Cavallino Rampante – das sich aufbäumende Pferdchen – wirkt eben auch am Finanzmarkt. Das Logo ziert solch legendäre Boliden wie den 488 GTB, den California oder den Über-Renner FXX-K. Oldtimer aus Maranello erzielen Rekordpreise.

Am Anfang von Ferrari stand ein geliebter Diktator und stählerner Patriarch: Enzo Ferrari brachte der Welt den ersten Super- Sportwagen für die Straße. Der Commendatore herrschte mit eiserner Hand und wurde dennoch verehrt wie kein anderer. Er steckte diverse Rückschläge vorbildlich weg und verlor nie die Haltung. >>

Enzo Anselmo Ferrari wurde am 18. Februar 1898 in der Emilia Romagna geboren. Seine Mutter war Bäuerin, der Vater besaß Schlossereien und Gießereien. Enzo wollte Operntenor werden, Sportjournalist – oder Rennfahrer. Erst einmal lernte er das Schlosser-Handwerk des Vaters. Dann die ersten Rückschläge: Vater und Bruder kehrten aus dem Ersten Weltkrieg nicht heim, Enzo wurde krank von den Gebirgsjägern entlassen. Er heuerte bei den Costruzioni Meccaniche Nazionali (CMN) an, einem Mailänder Auto-Hersteller. Ferrari wurde dort Testfahrer und durfte an Rennen teilnehmen.

Von Alfa in die Selbständigkeit

Enzo Ferrari wechselte zu Alfa Romeo und wurde 1920 Zweiter bei der "Targa Florio", einem der bedeutendsten Rennen Europas. Schließlich stieg der eiserne Enzo zum Chef der Alfa-Motorsportabteilung auf. Sein Spitzname: "Il Drago", der Drache. Den Beinamen "Il Commendatore" erhielt er nach dem gleichnamigen hohen italienischen Orden, der ihm 1927 verliehen wurde. Bei einem Abendessen in Bologna am 16. November 1929 überzeugte er die Textilfabrikanten Augusto und Alfredo Caniato und den reichen Amateurfahrer Mario Tadini zum Aufbau eines eigenen Rennstalls. Die Scuderia Ferrari war geboren.

Von 1932 an fuhr Enzo Ferrari selbst keine Rennen mehr; seine Frau, die Tänzerin Laura Garello, bekam ein Kind. Der Stall feierte Erfolge: Sein Fahrer Tazio Nuvolari hängte 1935 auf dem Nürburgring im Alfa Romeo P3 die deutsche Konkurrenz von Auto Union und Mercedes ab – vor den Augen des tobenden Adolf Hitler.

1938 gründete Alfa eine eigene Rennabteilung, Ferrari leitete sie nur kurz und ging wieder seinen eigenen Weg. Für eine Weile durfte er nicht den eigenen Namen seiner Firma führen. So gründete Enzo im selben Jahr in der alten Zentrale der Scuderia in Modena die Firma Auto Avio Costruzioni. AAC fuhr 1940 ein letztes Mal die Mille Miglia, bevor Italien in den Zweiten Weltkrieg eintrat. Nun rollte die Lire, denn Ferrari baute Kugellagermaschinen für Flugzeugfabriken. 1943 fing er wieder von vorne an, die Produktion zog aus der ausgebombten Fabrik in Modena ins nahe Maranello. >>

Sofort nach Kriegsende legte Ferrari los: Er entwickelte einen Zwölfzylinder, der sich auch als Straßensportwagen eignete: Der Typ 125 wurde das erste Erfolgsmodell der 1947 neu gegründeten Firma Ferrari S.p.A.. Zweimal wurde Ferrari darin Weltmeister in der neuen Formel 1. Und der Luxus-Renner wurde im Wirtschaftswunder zum Mythos.

Gründung 1947 - Einstieg von Fiat 1969

Als die Autokonzerne wuchsen und die Kosten im Renngeschäft explodierten, suchte Enzo Ferrari einen Partner. Er entschied sich gegen Ford und für den Fiat-Konzern, der 1969 die Hälfte der Anteile erwarb. Gut, dass nun ein großer Partner an Bord war, in den USA ließen neue Sicherheits-, Verbrauchs- und Abgas-Vorschriften ab den 1970er Jahren den Absatz von Sportwagen einbrechen. Zum 40-jährigen Bestehen der Firma entwarf Enzo Ferrari seinen letzten Sportwagen, den legendären F40. Am 14. August 1988 starb Enzo Ferrari mit 90 Jahren in seinem Haus in Modena. In den vergangenen Jahren wurde Ferrari zum leuchtenden Stern an einem insgesamt immer düsteren Firmament. Und das nicht zuletzt dank der Formel Eins. Fiat, inzwischen zum Mehrheitseigner avanciert, erzielte eingeengt in den europäischen Markt nur mit kleinen Autos keine Gewinne mehr. Blieb der Kauf von Chrysler und damit die gelungene Expansion in den Markt für SUV. Der italienisch-amerikanische Konzern braucht dringend frisches Geld: Bis 2018 will Fiat den Konzerngewinn auf fünf Milliarden Euro verfünffachen, der Absatz soll um 60 Prozent zulegen. Ferrari überschrieb der Mutter vor der Abspaltung 2,25 Milliarden Euro. Gegen den Spinoff hatte sich lange und letztlich vergeblich der langjährige Ferrari-Chef Luca di Montezemolo gesträubt. Mit seinem Abgang war der Weg an die Börse frei. Bleibt zu hoffen, dass Ferrari mit frischem Kapital auch künftig atemberaubend schöne Autos bauen kann. Die rasantesten Modelle von Ferrari sehen Sie in unserer Fotoshow

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