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450-Euro-Job: Worauf Sie unbedingt achten sollten

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Abgaben und Versicherungen bei Minijob  

450-Euro-Job: Worauf Sie unbedingt achten sollten

05.05.2014, 15:38 Uhr | se (CF)

Das müssen Sie beim 450-Euro-Job beachten (Foto: blickwinkel McPHOTO)
450-Euro-Job: Ratgeber und Tipps

Damit sich die beliebte Nebeneinnahmequelle auch lohnt, sollte man einige Punkte beachten.

450-Euro-Job: Ratgeber und Tipps


450-Euro-Jobs sind als Nebenverdienstquelle mittlerweile weit verbreitet. In Deutschland nimmt die Anzahl dieser Minijobs stetig zu. Es gibt allerdings einige Regeln, die Sie unbedingt beachten sollten, wenn Sie vorhaben, einen solchen Nebenjob anzunehmen: Steuern, Sozialabgaben und Krankenversicherungen können Ihnen sonst schnell einen Strich durch die Rechnung machen.

Wer darf einen 450-Euro-Job annehmen?

Jeder Deutsche kann grundsätzlich beliebig viele Beschäftigungen ausüben. Unter diesen Grundsatz fallen auch die 450-Euro-Jobs. Allerdings darf das Gesamteinkommen aller geringfügig bezahlten Beschäftigungen die Grenze zur Versicherungspflicht von 450 Euro pro Monat nicht überschreiten. Nur wenn das der Fall ist, bleiben die Nebenjobs für den Arbeitnehmer versicherungsfrei und werden nicht auf der Lohnsteuerkarte eingetragen.

Was besagt die Verdienstgrenze eines 450-Euro-Jobs?

Generell kann jeder in Deutschland eine oder mehrere geringfügige Beschäftigungen aufnehmen. Dabei sollten Minijobber darauf achten, dass der Gesamtverdienst 450 Euro pro Monat tatsächlich nicht überschritten wird. Das geschieht oft schneller als erwartet, denn bestimmte Sonderzahlungen werden auf den Gesamtlohn angerechnet. Dazu gehören unter anderem sogenannte vorhersehbare Posten wie Urlaubsgeld oder Weihnachtsgeld.

Das müssen Sie beim 450-Euro-Job beachten (Foto: blickwinkel McPHOTO)
450-Euro-Job: Ratgeber und Tipps

Damit sich die beliebte Nebeneinnahmequelle auch lohnt, sollte man einige Punkte beachten.

450-Euro-Job: Ratgeber und Tipps


Verdienen Sie allerdings aufgrund von Mehrarbeit durch Ausfall eines Kollegen mehr Geld, wird dies nicht auf die 450 Euro angerechnet. Eine solche unvorhersehbare Überschreitung der Verdienstgrenze ist für einen Zeitraum von bis zu zwei Monaten innerhalb eines Zeitjahres erlaubt.

Gleitzeitzonen-Regelung – aus Minijob wird Midijob

Liegt das monatlich erzielte Arbeitsentgelt aus einer oder mehreren geringfügigen Beschäftigungen regelmäßig in der sogenannten Gleitzone zwischen insgesamt 450,01 Euro und 850 Euro, wird aus dem versicherungsfreien Minijob ein versicherungspflichtiger Midijob.

Der Arbeitnehmer zahlt dabei nur einen reduzierten Sozialversicherungsbeitrag, der bei einem Verdienst von 450,01 Euro bei circa 15 Prozent liegt und bis auf circa 20 Prozent bei 850 Euro ansteigt. Der Arbeitgeber hingegen zahlt den vollen Beitrag. Zur Berechnung der jeweiligen Beitragsanteile können Sie den Gleitzonenrechner der Deutschen Rentenversicherung nutzen.

Steuerliche Abgaben und Krankenkasse beim Minijob

Die Abgaben für Krankenversicherung und Rentenversicherung können bei einem 450-Euro-Job vom Arbeitgeber übernommen werden. Dabei werden jeweils Pauschalbeträge fällig: 15 Prozent gehen an die Rentenversicherung, 13 Prozent an die Krankenkasse und zwei Prozent fallen als Pauschsteuer an, wenn das Gehalt nicht über die Lohnsteuerkarte abgerechnet wird.

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Die Abgabe an die Krankenkasse entfällt, wenn der Arbeitnehmer privat krankenversichert ist. Eine zusätzliche Umlage von 0,7 Prozent kommt als Ausgleich für Arbeitgeberanwendungen bei Krankheit und 0,14 Prozent bei Mutterschaft hinzu.

Sechs Wochen Lohnfortzahlung

Wenn Sie mindestens vier Wochen lang durchgängig in einem geringfügig bezahlten Nebenjob gearbeitet haben und erkranken, steht Ihnen sechs Wochen lang eine Lohnfortzahlung zu. In diesen sechs Wochen besteht allerdings kein Anspruch auf Krankengeld, berichtet das ZDF-Magazin "Volle Kanne" in einem Beitrag zum Thema. Daher sollten Sie klären, ob Sie in einem solchen Fall zum Beispiel über ein anderes Familienmitglied versichert sind.

Änderungen in der Rentenversicherung

Seit 2013 gibt es jedoch eine neue Regelung in Bezug auf die Rentenversicherung. Der Arbeitnehmer ist seither standardmäßig rentenversicherungspflichtig, hat aber eine Befreiungsmöglichkeit. Also nur wer die Rentenversicherungsbeiträge ausdrücklich ablehnt, kann sich davon befreien lassen. Wer dies nicht macht, muss einen Anteil von 3,9 Prozent abtreten, beim Arbeitsgeber bleiben die Abgaben bei 15 Prozent.

Minijob neben dem Hauptberuf lohnt sich

Die Kombination von Hauptberuf und einer Nebenbeschäftigung in Form eines 450-Euro-Jobs kann durchaus lohnend sein. Ihr Hauptjob deckt dabei alle Leistungen wie Arbeitslosen-, Kranken- und Rentenversicherung in vollem Umfang ab und der Minijob dient als abgabenfreier Zusatzverdienst. Die Hauptbeschäftigung wird regulär auf der Lohnsteuerkarte in den Lohnsteuerklassen eins bis fünf geführt. Für den 450-Euro-Job werden maximal zwei Prozent Pauschalsteuer fällig.

Wenn Sie noch eine dritte Beschäftigung aufnehmen, wird diese in der Steuerklasse sechs voll versicherungspflichtig. Bevor Sie einen Nebenjob zusätzlich zu ihrer hauptberuflichen Tätigkeit aufnehmen, stellen Sie sicher, dass Ihr Hauptarbeitgeber dies erlaubt. In einigen Fällen müssen Sie eine schriftliche Genehmigung einholen.

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